Home » News » ZDF – Was sind „Killerspiele“, was wollen sie und was die neue Dokureihe dazu beiträgt
ZDF

ZDF – Was sind „Killerspiele“, was wollen sie und was die neue Dokureihe dazu beiträgt

Eine berechtigte Frage: Wieso tun wir uns diese Diskussion immer noch an? Eine mögliche Antwort: Weil es mittlerweile auch Offensiven gibt, die sich kritisch und objektiv mit dem Thema auseinander setzen, sein Potenzial sowie seine Gefahr beleuchten und nicht nur aus Angst vor etwas unbekanntem entstehen.

Doch hinter der Geschichte dieser Computerspiele verbirgt sich so viel mehr – ZDFinfo erzählt sie, in einer dreiteiligen Doku-Reihe.

Das ZDF sendet ab nächstem Monat eine Dokumentations-Reihe, die sich eben damit beschäftigen soll. Treffend wird zusammengefasst, dass das Wort „Killerspiele“, so der Name der Doku, polarisiert – einerseits versuchen Gamer gegen Vorurteile anzugehen, andererseits werden Assoziationen geweckt, die an die Amokläufer Anfang des Jahrtausends erinnern.

Kaum ein Wort in der deutschen Gaming-Landschaft ist ähnlich stark aufgeladen, kaum eine Debatte wurde so emotional geführt. Wer heute das Wort Killerspiele hört, denkt an Counter Strike, an Doom, mit großer Wahrscheinlichkeit aber auch an: Erfurt, Winnenden – den Tatorten von Schul-Amokläufen, die Anfang der Nullerjahre Deutschland erschütterten.

Einen nicht unerheblichen Anteil daran trägt die Berichterstattung selbst. Mehrmals wurde versucht die Diskussion mit scheinbar neuen Argumenten und Einsichten fortzuführen, mehrmals scheiterte man an mangelnden Kenntnissen über das Medium, mangelnden objektiven Dialogpartnern und einem Vorurteil, das schon längst in der Gesellschaft etabliert war. Die Dokureihe des ZDF versucht nicht nur die Ursachen dafür zu finden, sondern bietet einen Blick auf die Geschichte digitaler Spiele. Das ermöglicht – im Idealfall – einen Blick auf die Gesamtheit der Problematik, des weiteren soll in der Reihe geklärt werden wie Shooter selbst entstanden und es zu einer so exzessiven Gewaltdarstellung kam, wie wir sie heute vorfinden.

Beteiligt an dem Film ist mit Christian Schiffer, Mitherausgeber der WASD und deutscher Journalist, ein Mann, der sich mit der Materie auskennt, sie genau untersucht hat und einen detaillierteren Einblick ermöglicht. Beispielsweise werden John Romero, Schöpfer von Doom, Gunnar Lott, Inhaber der Agentur Visibility und ehemaliger Chefredakteur der Game Star, und Elke Monssen-Engberding, Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, darüber sprechen, was in der „Killerspiele“-Debatte vielleicht noch nicht gesagt wurde.

Der erste Teil namens „Killerspiele – Der Streit beginnt“ wird am 6. Februar um 23:15 Uhr auf ZDFinfo ausgestrahlt. Davor wird ab 21 Uhr mit „Väter der Pixel-Monster“ und „Atari: Game Over“ eine passende Einleitung gesendet.

Quelle: ZDF

Über Christina Kutscher

Christina Kutscher
Christina wurde im zarten Alter von acht Jahren an die Playstation 1 heran geführt und hat sie sofort ins Herz geschlossen. Einige Jahre und kurze Abstecher in unbekannte Genre später, spielt sie mittlerweile plattformübergreifend alles, was eine gute Story hat, überdurchschnittlich kreativ ist oder einfach nur Spaß macht und schreibt dann darüber.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Auch interessant!

T.J. Perkins

T.J. Perkins – Cruiserweight Champ überrascht mit Videospiel-Entrance

Falls ihr euch die Nacht und die Ohren geschlagen habt, um den WWE Pay-Per-View Clash ...