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Volt

Volt: Review – Eine Batterie will weiterleben

Titelbild Volt

Hallo und willkommen bei unserer Review zum Spiel Volt von Quantized Bit. Volt ist ein Knobelspiel, in dem wir eine kleine Batterie spielen, die auf dem Weg in die Schrottpresse vom Schrotthaufen fällt und nun versucht ihr energiearmes Leben zu retten.

Das Spiel

Dabei verfügt unsere kleine Batterie namens Volt über zwei Fähigkeiten. Zum einen kann sie sich mit einem Energiestoß vom Boden abdrücken und zum anderen kann sie, mit Hilfe von Ladungen, eine Art Blitztentakel ausfahren. Mit diesen Tentakeln kann sie sich ähnlich wie Tarzan an seinen Lianen weiterhangeln oder aber festhalten. Maximal zwei Blitztentakel können gleichzeitig gesetzt werden, danach muss man die Tentakel manuell durchschneiden. Mit den Energiestößen müssen wir sorgsam umgehen, da jeder Stoß einen Teil unserer Restenergie verbraucht. Ist die Energie komplett verbraucht, explodiert unser Volt.

So gilt es nun Weg um Weg zurückzulegen, um schließlich am Levelausgang anzukommen. Insgesamt gibt es momentan 4 Zonen mit zwischen 6 und 21 einzelnen Leveln.

Sind die ersten Level dabei nur eine kleine Eingewöhnung, werden sie mit der Zeit immer schwieriger und anstrengender. Es gilt sowohl Gravitation und Restenergie, als auch bösartige Drohnen zu berücksichtigen, wenn man seinen Weg aus dem Level plant.

Am ehesten ist Volt wohl mit dem Smartphone-Spiel Cut the Rope zu vergleichen.

Während Cut the Rope jedoch einen Touchscreen zur Steuerung des Protagonisten verwendet, steuern wir Volt einzig mit der Maus. Die linke Maustaste schießt die Tentakel ab, während die rechte Maustaste die Energieentladungen auslöst.

Blitztentakel bei Volt

Durch das Einsammeln von kleinen Bits können wir nach und nach weitere Batterien freischalten, die sich optisch von Volt unterscheiden. Spielerisch scheint es aber keinen Unterschied zu geben.

Bei unserem Spiel stieg gerade gegen Ende der zweiten Levelebene der Schwierigkeitsgrad enorm an. Dabei machte uns jedoch nicht die Planung der Flucht zu schaffen, sondern die arg eingeschränkte Reaktion der Steuerung. Ein Beispiel: Unser Volt hängt an einer Transportfläche fest. Anschließend muss er sich schnell einen Gang entlang hangeln und dabei immer wieder die alten Tentakel abtrennen, damit er schnell weiterkommt. Neue Tentakel werden mit der linken Maustaste gesetzt und alte mit gedrückter Maustaste und einer Schnittbewegung durch die Tentakel abgetrennt. Bei rascher Folge kommt es häufig dazu, dass das Spiel die linke Maustaste nicht zum Abschuß nutzt, sondern zum Abtrennen einer Tentakels, sodass wir einfach ins Bodenlose fallen oder gerade gar nichts passiert, wenn wir weit genug von einem Tentakel ins Nichts geklickt haben. Häufig werden auch zwei Tentakel auf einmal abgeschossen, sodass für uns wichtige Energieladungen verschwendet werden. Dies führt dann dazu, dass man das Level direkt neu starten kann, weil ein Bestehen des Levels häufig nur an einer Ladung hängt.

Dabei sind die Level sehr gut geplant und auch die Herausforderungen gut durchdacht. Scheitern wir an einem Level, packt uns schnell der Ehrgeiz, es doch noch hinzubekommen. Als zusätzlicher Ansporn gilt dabei noch das sogenannte A-Rating, das einen Zeitrekord pro Level vorgibt, den es zu schlagen gilt.

Auch die Bits für weitere Roboter dürfen nur behalten werden, wenn man nicht nur den Umweg im Level schafft, um den Bit einzusammeln, sondern man muss im selben Durchgang auch noch erfolgreich ins Ziel kommen.

Alternative Batterien bei Volt

Während unserem Test von Volt hatten wir auch immer wieder mit der Physik im Spiel zu kämpfen. Trotz vollem Schub am Tentakel stürzte unsere Batterie teilweise wie ein Sack in die Tiefe, sobald wir das Tentakel abtrennten. Bei einem anderen Mal lag unsere Batterie auf einer Schräge und sprang mit seinem Energiestoß trotzdem nur gerade hoch. Diese immer wieder auftauchenden Kleinigkeiten können schnell den Spielspaß vermiesen, da ein kleiner Fehler, wie oben angedeutet, den ganzen Versuch im Level ruinieren kann.

Auffällig ist bei Volt auch der oft unfaire Levelaufbau, da man nicht vorscrollen kann und so viele Ecken und Kanten erst am Ende sieht, wenn man daran festhängt. Das ist genau dann ärgerlich, wenn man alle fiesen Hindernisse überwunden hat und dann vor dem Ausgangsportal an einer kleinen Ecke hängen bleibt, die man vorher nicht sehen konnte. Gelegentlich sind Fallen auch hinter Dekografiken versteckt, die plötzlich vorne im Bild angezeigt werden. Da packt einen schon einmal die Wut, da diese im Spiel total überflüssig sind.

Die Grafik

Volt spielt in einer stimmigen Schrottplatzlandschaft, in der Rohre, Dampf und giftige Säurelachen vorherrschen.

Die Elektrotentakel und freien Partikel sind sehr schön animiert und mit passenden Leuchteffekten versehen. Allerdings ist Volt mit einem eigenartigen Schleier überlagert, sodass das Bild stets diesig wirkt. Bei schnellen Bewegungen ziehen darin Gegenstände und Figuren Schlieren hinter sich her. Zwar gibt uns der Startbildschirm die Möglichkeit, minimale, mittlere und hohe Details festzulegen, optisch unterscheiden sich die drei Varianten jedoch kaum voneinander.

Die Umgebung und umherfliegende Plattformen werden seltsam grau und ungenau dargestellt. Vorgelagerte Rohre behindern teils die Sicht.

Der Ton

Volt wurden von Quantized Bit mit einer einzigartigen Hintergrundmusik hinterlegt. Schon im Menü ertönt ein Elektrostück, das sehr gut zur Szenerie und der Batterie als Hauptcharakter passt. Da sich das Stück jedoch stets wiederholt, wirkt es irgendwann ein wenig eintönig. Die Geräusche im Spiel sind von sehr guter Qualität und passen zu den jeweiligen Effekten, Insgesamt ist der Ton bei Volt eine runde Sache.

Unser Fazit

Volt ist ein schönes Knobelspiel mit stimmiger Grafik und gutem Ton. Leider sorgt die unhandliche Steuerung und die unzuverlässige Physik im Spiel für sehr viel Frust, sodass einen schnell die Lust verlässt, das Spiel weiter zu spielen. Aus unserer Sicht sehr schade, da es viele tolle Ideen beinhaltet. Hier besteht dringender Nachbesserungsbedarf, bevor wir eine Empfehlung aussprechen können.

Hier noch für euch der offizielle Trailer zum Spiel:

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