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TOP 10 Legendäre Pokémon aus echten Märchen und Mythen

10. Januar 2019
Nicole Wetzel

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TOP 10 Legendäre Pokémon aus echten Märchen und Mythen

Platz 5: Yveltal

yveltal PokémonDas legendäre Pokémon aus Kalos gilt als das personifizierte Unheil und als Bote von Tod und Zerstörung. Yveltal nimmt das Leben indem er die Energie seiner Opfer absorbiert und so schon ganze Landstriche verwüstet hat, die Jahrzehnte lang kahl und unfruchtbar blieben. Yveltals Gegenpart ist Xerneas, das legendäre Pokémon, welches Leben gibt. Yveltal und Xerneas stellen somit den Zyklus der Natur von Leben und Tod dar. Anführer dieser illustren Gruppe ist Zygarde, ein Drachen- und Boden-Pokémon.

Die Idee hinter den legendären Pokémon aus Kalos könnte von der nordischen Mythologie stammen. Yveltal könnte von Hræsvelgr inspiriert sein, einem riesigen Adler, der am nordischen Weltenbaum Yggdrasil lebt. Xerneas würde demnach den Hirsch Eikthyrnir verkörpern, ebenfalls eine mythische Kreatur, die am Weltenbaum haust. Zu guter Letzt würde Zyrgade folglich zur drachenartige Schlange Nidhöggr passen. Diese Tatsache brachte dem legendären Trio aus Kalos auch den Namen Yggdrasil-Trio ein. Allerdings könnte das Trio auch von Alchemie und dem Stein der Weisen inspiriert sein. Immerhin dreht sich auch hier vieles um den Zyklus der Natur.

Platz 4: Giratina

giratina PokémonGiratina erscheint in den Mythen von Sinnoh und ist Bestandteil der Schöpfungsgeschichte der Pokémon-Welt. Das macht Giratina zu einem äußerst ansprechenden Kandidaten für diese Auflistung, denn Giratina selbst soll den Teufel verkörpern.

Giratina wurde von Arceus als drittes Pokémon erschaffen, um das Dimensions-Trio – bestehend aus Palkia, Dialga und Giratina – zu komplettieren. Giratina verkörpert dabei die Antimaterie und soll als Gegengewicht zu Dilaga und Palkia, also Zeit und Raum, fungieren. Girantina jedoch ist ein Rebell und wird daher von Acreus in die Zerrwelt verbannt, weswegen Girantinas Geschichte fortan verschwiegen wird und er nicht mehr als Gottheilt gilt.

Die Verbannung erinnert stark an den Höllensturz aus der christlichen Mythologie, bei der Engel nach ihrer Auflehnung durch Gott bestraft und verbannt werden. So gelten die verbannten Engel fortan als gefallene Engel, wie  Luzifer, der Teufel. Giratina besitzt allerdings noch weitere Merkmale und Indizien, die darauf hindeuten, dass er der Teufel der Pokémon-Welt ist. Sein Design in der Wandelform besteht aus sechs Klauen, sechs Rippen und sechs Beinen, wodurch die Zahlenkombination 666 zustande kommt – bekanntlich die Zahl des Teufels.

Platz 3: Arceus

arceus PokémonPassend zu Giratina darf auch Arcues in dieser Liste nicht fehlen, zumal er zur Schöpfungsgeschichte der Pokémon-Welt zählt und niemand geringeres darstellt als Gott. Laut der Legende von Sinnoh ist Arceus das allererste Pokémon, welches inmitten von Chaos geboren wurde, das Universum schuf sowie die Welt formte.

Wenn Giratina den Teufel symbolisiert, versinnbildlicht Aceus im Umkehrschluss Gott, der die Bestrafung und Verbannung vollführte. Designtechnisch hat man sich bei Arceus allerdings der griechischen Mythologie bedient, denn optisch erinnert das Pokémon an eine weiße Stiergestalt, was somit stark auf den griechischen Gott Zeus hindeutet. Der Göttervater verwandelte sich in eine weiße Stiergestalt, um Europa zu entführen. Auch namentlich ähneln sich Aceus und Zeus sehr.

Platz 2: Rayquaza

rayquaza PokémonRayquaza, das Himmelhoch-Pokémon, gilt in der Hoenn-Region als Weltenretter, weil es den Kampf zwischen Kyogre und Groudon beendete und somit die Welt vor einer verheerenden Katastrophe bewahrte. Rayquaza lebt in der Ozonschicht und steigt nur dann auf die Erde herab, wenn es als Weltenretter gebraucht wird. So hat es in den Spielen bereits mehrfach die Welt vor Kyogre und Groudon beschützt und auch im Pokémon-Film die Welt vor Deoxys gerettet.

Rayquaza passt zu mehreren mythischen Figuren. Zum einen passt es zum chinesischen Drachen Long. Dafür spricht zum einen Rayquazas schlangenartiger Körperbau und zum anderen die Verehrung beider als Gottheiten. Des Weiteren passt Rayquazas Erscheinung zum mesoamerikanischen Gott Quetzalcoatl, einer gefiederten Schlange, die in der aztekischen Mythologie als Gott des Windes, des Himmels, der Erde und als Schöpfergott gilt. All diese Eigenschaften decken sich auch mit denen des Pokémons.

Da Rayquazas Legende in der Pokémon-Welt allerdings eng mit der von Kyogre und Groudon verknüpft ist und diese wiederum aus der jüdisch-christlichen Mythologie stammen können, liegt es nahe, dass Rayquaza auch von der Legende von Ziz inspiriert wurde. Neben Leviathan und  Behemoth stellt Ziz nämlich das dritte Wesen im Bunde dar, welches das Element Luft repräsentiert und eigentlich als Himmelsvogel dargestellt wird.

Platz 1: Lugia

lugia PokémonDie Geschichte des legendären Wasser-Pokémons und Herrscher der Meere Lugia hängt im Pokémon-Universum mit dem Mythos von Suicune, Raikou und Entei zusammen. Denn der Bronzeturm wurden zu Ehren Lugias erbaut, während der andere Turm zu Ehren Ho-Ohs erbaut wurde. Als der Bronzeturm durch einen Blitzeinschlag niederbrannte, floh Lugia in Richtung der Strudelinseln.

Im zweiten Pokémon-Film hingegen fungiert Lugia als Balance zwischen den Elementen Feuer, Eis und Blitz. Lugia bewahrt stets dieses Gleichgewicht und soll immer dann erscheinen, wenn es zu einem Ungleichgewicht kommt.

Aus unserer Sicht basiert Lugia vermutlich auf dem Yang Drachen (auch unter chinesischer Drache bekannt), einem Drachen aus der Feng-Shui-Lehre, der allerdings auch in anderen asiatischen Kulturen als Yang Drache bekannt. Der Drache wird als König des Ozeans bezeichnet und repräsentiert den chinesischen Kaiser. Auch die Fähigkeiten des Drachen passen zu Lugia, da man dem Yang nachsagt, er soll in den Tiefen des Meeres leben und die Fähigkeiten besitzen, Meer und Wetter zu kontrollieren.

Des Weiteren könnte Lugias Design vom Belugawal inspiriert sein, vor allem die Jungtiere haben eine auffällig weiße Farbe und einen blauen Strich. Zumal erinnert auch Lugias Form stark an eine Mischung aus Wal, Delfin, Vogel und Drache. Ebenso passend ist Lugias Ruf, der vor allem im Anime wie der Ruf eines Wals oder Delfins klingt. Der Ruf des Belugawals soll teilweise an Vogelgezwitscher erinnern, weswegen er auch Kanarienvogel der Meere genannt wird und somit ebenfalls zu Lugias Ruf und dessen vogelartigen Körperbau passt.

Zu guter Letzt weist Lugia noch Züge des mythologischen und japanischen Meeresgottes Watatsumi auf, welcher als Drachenwesen dargestellt wird und als Herrscher der See gilt. Lugia vereint also recht viel Mythologie, Fabelwesen und gar reale Tiere.

Nicole Wetzel

Nicole ist praktisch als Zockerin geboren, denn schon mit etwa 3 Jahren fand sie sich vor einer SNES wieder und wuchs somit mit Yoshis's Island und Donkey Kong Country auf. Seither sind Videospiele ihre große Leidenschaft und nicht mehr für sie wegzudenken. Später wurde sie nicht nur von Nintendo sondern auch von der Playstation geprägt, weswegen sich ihr Spektrum um etliche Genre erweiterte.