Home » Artikel » Reviews » The Wolf Among Us: In Sheep’s Clothing – Review
In Sheep's Clothing

The Wolf Among Us: In Sheep’s Clothing – Review

The Wolf among Us

Mit der vierten von fünf Episoden bewegt sich die erste Season von The Wolf Among Us auf die Zielgerade zu. Die letzte Episode A Crooked Mile machte zuletzt den Eindruck als hätte Telltale Games diese genutzt, um die Serie wieder in die richtige Richtung zu lenken. Mit In Sheep’s Clothing ist nun die vierte und damit vorletzte Episode am Start. Ob die Serie weiter auf Kurs bleibt, könnt ihr in unserer Review nachlesen.

Previously on the Wolf Among  Us

Wie das bei Episodenspielen meistens der Fall ist, fängt die neue Episode In Sheep’s Clothing ziemlich genau da an, wo die letzte Episode A Crooked Mile aufgehört hat. Nach mehreren Wendungen haben wir einen klaren Verdächtigen, den wir in bester Wolfsmanier jagen. Natürlich fehlen uns noch einige Teile des Puzzles, aber die hebt man sich wohl für das Finale in der letzten Episode auf.

[youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=RsWWSMmhWS8&list=UUF0t9oIvSEc7vzSj8ZF1fbQ“ hd=“1″ rel=“0″]

Wer nichts verändert , wird auch das verlieren, was er bewahren möchte

In Sheep’s Clothing beschäftigt sich nach wie vor mit der Suche nach dem Mörder, der in Fabletown sein Unwesen treibt sowie den Figuren, die dahinter stehen. Allerdings geht es in dieser Episode nicht hauptsächlich um die Jagd nach dem Mörder selbst, sondern um die Frage, wie es überhaupt erst dazu kommen konnte und ob die Morde nicht bloß die Auswirkungen eines größeren Übels sind. Hier zeigt Telltale wieder einmal, dass sie Gespür und Geschick darin haben, glaubwürdige Figuren zu zeichnen.

Achtung: Leichter Storyspoiler folgt
Ein gutes Beispiel in dieser Episode sind Beauty und Beast. Die beiden trauern ihrem Lebensstil aus alten Zeiten hinterher und kommen mit der Situation nicht wirklich klar. Deshalb leihen sie sich bei eher undurchsichtigen Leuten Geld, das sie nicht mehr zurückzahlen können und deswegen nun dezente Probleme haben. Die beiden Charaktere sind nur ein Beispiel für die Situation, in welcher sich die meisten Charaktere befinden.

Primär geht es in In Sheep’s Clothing nämlich um die Probleme, die Veränderungen mit sich bringen und darum was passiert, wenn man dabei versagt sich diesen Veränderungen zu stellen. Unsere Spielfigur Bigby stellt fest, dass die Leute, die sich mit der Situation am besten arrangiert haben, oft die „bösen Jungs“ sind. In Sheep’s Clothing wirft immer wieder die Frage auf, ob und wie viel Monster man braucht, um ein Monster zu bekämpfen.

The Wolf among Us

Charakterstudie im Märchenland

Was Gameplay und Präsentation angeht, bleibt alles beim Alten. Allerdings dürfte In Sheep’s Clothing die wohl dialoglastigste Episode von The Wolf Among Us sein. Das macht aber durchaus Sinn, da In Sheep’s Clothing mehr Wert auf die einzelnen Charaktere und ihre Situation legt. Gerade was die Einführung von neuen Charakteren angeht, so macht Telltale hier eine wesentlich bessere Figur als in den letzten beiden Episoden. Man hält sich nicht nur angenehm bei der Anzahl zurück, sondern führt die wenigen neuen Gesichter auch besser in die Geschichte ein, wodurch sie wesentlich glaubwürdiger und lebendiger wirken. Hier stechen besonders der bemitleidenswerte Johann und der grandios schmierige Jersey heraus. Auch bekannte Charaktere bekommen endlich etwas mehr Screentime und wirken so nicht mehr wie bloße Statisten. Das tut der Episode, aber auch der kompletten Serie gut.

 

Ein Kommentar

  1. Habe die Episode gestern natürlich auch gleich nach dem Update gespielt. Von der Story her so ziemlich die Beste, die bisher für The Wolf Among Us erschienen ist. Leider sind diesmal die eigenen Handlungen ein wenig zu kurz gekommen. Selbst agiert hat man nur sehr wenig (sogar weniger als in den vorigen Episoden.) War diesmal mehr eine Story-Episode, anstatt eine in der man selbst ziemlich viel macht.

Sag uns deine Meinung:

Auch interessant!

Themenwoche Poster

Nächster Halt: Poster von Vermissten, Gesuchten und Easter Eggs

Zugegeben, „Poster“ kann im Spielekontext so ziemlich alles bedeuten. Man könnte also durchaus sagen, dass ...