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The Walking Dead: No Going Back – Review

28. August 2014

The Walking Dead: No Going Back – Review

Zeit für das Ende der zweiten Staffel von Telltales The Walking Dead. Das Ende der ersten Staffel dürfte Spieler weltweit mit Tränen in den Augen zurückgelassen haben. Ob sich das Staffelende No Going Back als würdiger Abschluss der zweiten Staffel erweist, erfahrt ihr in unserer Review auf Gameplane.de

Weinen ist okay

Das Ende der ersten Staffel von The Walking Dead hat doch ziemliche Wellen geschlagen. Wer in den Tagen nach dem Release auf Youtube unterwegs war, der wird zahlreiche Videos gefunden haben, wo reihenweise YouTuber wie Schlosshunde heulend vor ihren Kisten gesessen haben. Als geneigter Fan der Serie fragt man sich natürlich, ob die letzte Folge der zweiten Staffel, No Going Back, ähnliches Potential hat.

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Die Voraussetzungen für ein ähnlich grandioses Ende sind zumindest da. Es gibt sogar mehr Motivation, als nur das eigene Leben zu retten und wir tragen nicht nur Verantwortung für uns selbst. Dazu gibt es auch wieder offene und weniger offene Konflikte innerhalb unserer Gruppe. Die Bühne dafür bietet eine kalte und schneebedeckte Winterlandschaft, die eigentlich auch kaum hoffnungsloser sein könnte. So haben wir nicht nur mit Zombies den Konflikten innerhalb unserer Gruppe zu kämpfen, sondern auch mit dem nicht gerade angenehmen Wetter. Obwohl auf dem Papier alle Voraussetzungen für ein denkwürdiges Ende gesetzt sind, fühlte sich No Going Back doch irgendwie recht seltsam an. Dieses Gefühl lässt sich nur schwer in Worte packen, aber No Going back fühlte sich zumindest für mich leicht zusammenhanglos und konstruiert an. Ich hatte weniger den Eindruck einer Geschichte zu folgen, sondern eher einer Aneinanderreihung von einzelnen Ereignissen, die zwar im Zusammenhang mit einander stehen aber irgendwie nicht wirklich flüssig ineinander übergehen.

Auf dem Weg in die Stagnation?

Vielleicht zeigen sich hier aber auch nur Abnutzungserscheinungen, denn letztendlich bietet No Going Back fast nur die bereits bekannte Formel die man nun seit zwei Staffeln kennt. Vertraute Charaktere bekommen sich untereinander in die Haare und sterben mal überraschend und mal weniger überraschend. Diese Formel ist zwar durchaus das Lebenselixier der Serie, aber inzwischen  gibt es kaum noch Überraschungen und als Spieler ist man größtenteils doch recht abgeklärt was das angeht. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass No Going Back eine schlechte Episode wäre, denn sie hat gerade gegen Ende ziemlich intensive Momente, die unter die Haut gehen. Allerdings muss Telltale sich für die dritte Staffel mal ordentlich Gedanken machen, wie man die Serie vor der Stagnation rettet und weiterhin spannend und interessant hält.

Benjamin Fleschenberg

Benny hat mit der Zockerei angefangen, als man sich auf dem Schulhof noch zwischen SEGA und Nintendo entscheiden musste. Er hat sich für den SEGA Mega Drive entschieden und die Entscheidung bis heute nicht bereut. Mit dem Geld zur Konfirmation gab es dann den ersten eigenen Rechner. Nach wie vor dem Rechenknecht treu ergeben und deshalb hauptsächlich in Genres unterwegs, die dort zu Hause sind.