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Super Mario

Super Mario – Künstliche Intelligenz für den Klempner

Dass Mario nicht die hellste Leuchte im Videospieluniversum ist, das wussten wir schon lange. Ein einfacher, übergewichtiger Klempner, dessen Lebenssinn darin besteht seine Prinzessin zu retten. Und dann? Was Mario fernab seines überschaubaren Lebens treibt, darüber haben wir uns in unserer Kolumne Gedanken gemacht.

Glücklicherweise wird sich das nun in naher Zukunft ändern, denn der schnauzbärtige Italiener bekommt endlich ein Gehirn. An der Universität Tübingen forscht ein enthusiastisches Team an der Funktionsweise des menschlichen Verstandes. Zu diesem Zweck begann man Super Mario umzuprogrammieren und den wohl berühmtesten Helden der Videospielgeschichte dazu zu veranlassen, zu lernen, Entscheidungen zu treffen, Gefühle zu haben und seine Bedürfnisse zu stillen. Klingt das abstrakt? Ja. Damit ihr es euch besser vorstellen könnt, haben die Mitglieder der Forschungsgruppe einen YouTube-Kanal gegründet, auf dem sie ihre Fortschritte erläutern.

Unter Zuhilfenahme der Software CMU Sphinx ist es für Mario möglich, viele unterschiedliche englische Sätze zu verstehen, darauf sinnvoll zu antworten und aus dem Gehörten zu lernen, um letztlich demnach zu handeln. So kann man ihm beispielsweise sagen, dass, wenn er Hunger hat, er sich Münzen sammeln soll. Und je nachdem, wie seine Stimmung ist, wird er das auch ganz autonom machen. Ist ihm langweilig, durchstreift er seine kleine Welt und sucht nach neuen Dingen, die er in seinen Erfahrungsschatz aufnehmen kann.

Das menschliche Gehirn ist unglaublich komplex und seine Funktionsweise nur zu einem Bruchteil erforscht. Dass nun Studien unter Einbeziehung von Mario stattfinden, finden wir nicht nur großartig, sondern wir haben gleich noch ein Argument mehr, warum Videospiele ein Segen für die Menschheit sind: Sie helfen uns, unser Gehirn zu verstehen.

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