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Strike Suit Zero Director's Cut

Strike Suit Zero Director’s Cut: Review – Pimp my Spaceship

Strike Suit Zero Director's Cut

Nach erfolgreicher Kampagne via Kickstarter ist Strike Suit Zero aus dem Hause Born Ready Games im Januar 2013 erschienen. Wir schreiben nun April 2014 und mit dem Strike Suit Zero Director’s Cut steht eine neue Version des Spiels bereit. Bleibt natürlich noch zu klären, ob sich die neue Ausgabe des Spiels sowohl für Strike Suit Veteranen als auch für frische Piloten lohnt.

Definitive extended and enhanced Director’s Cut Edition

Wenn von einem Film ein Director’s Cut erscheint, ist das immer so eine Sache. Der Director’s Cut steht dann oft irgendwo im Regal und beinhaltet ziemlich oft Szenen, die im Originalschnitt fehlen und die man bei näherer Betrachtung auch nie vermissen wird. Dazu kommt dann noch Bonusmaterial in Form von Interviews von Schauspielern, die unmotiviert langweilige Fragen vor einem Pappaufsteller des Filmtitels beantworten. Bei Videospielen ist das glücklicherweise in der Regel nicht der Fall. Dort versucht man nicht nur das Spiel noch etwas aufzupolieren, sondern bügelt oft auch noch Fehler und Ungereimtheiten aus. Wie aber auch bei der DVD im Regal des Multimediamarktes eurer Wahl, muss man sich die Frage stellen ob sich zugreifen wirklich lohnt.

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Transformer mit Feinjustierung

Im Vergleich zur Erstversion mögen die Änderungen auf den ersten Blick marginal erscheinen. Allerdings hat man an zwar kleinen, aber dafür wichtigen Schrauben gedreht und diese angezogen. Am spürbarsten sind Veränderungen bei der Kampagne. Hier hat man aufgeräumt und umstrukturiert. Dadurch ist das Spielerlebnis flüssiger und letztendlich auch unterhaltsamer. Ebenfalls aktiv war man bei den Bereichen Grafik und Sound. Texturen und Effekte wurde etwas aufgebohrt und Explosionen klingen nun auch wuchtiger. Ein Director’s Cut kommt natürlich auch nicht ohne zusätzliche Inhalte aus. Neben zwei neuen Schiffen haben Piloten nun auch Zugang zur Heroes of the Fleet Kampagne. Die neue Kampagne umfasst fünf Missionen, in denen ihr historische Schlachten zwischen den Truppen der Flotte und den Separatisten nachspielen könnt. Die Missionen sind vom Schwierigkeitsgrad her anspruchsvoll und richten sich daher eher an erfahrene Piloten.

Strike Suit Zero Director's Cut

Alte Stärken und Schwächen

Spielerisch bleibt dagegen alles beim Alten. Strike Suit Zero bietet Gameplay mit Fokus auf schnellen und dynamischen Dogfights und macht dabei eine gute Figur. Hauptgrund dafür ist der namensgebende Strike Suit. Per simplen Tastendruck wechselt unser Jäger vom Standardmodus in den Strike Suit Modus. Dort verwandeln wir uns in etwas, was sich am ehesten als Gundam bezeichnen lässt und unser Schiff wird zwar relativ statisch, dafür allerdings enorm feuerstark. Damit alles nicht zu einfach wird, müssen wir erst durch den Abschuss von Gegnern Energie sammeln, um diese dann im Strike Suit Modus zu benutzen. Ist die gesammelte Energie aufgebraucht, verwandeln wir uns automatisch zurück zum normalen Jäger. Dadurch entsteht nicht nur eine gute Dynamik in den Dogfights, sondern auch eine gewisse taktische Tiefe. Wer in den richtigen Momenten zwischen den beiden Modi wechselt, kann sehr viel austeilen, ohne selber groß einstecken zu müssen. Auch wenn unser Schiff durchaus ordentlich etwas verträgt, sollte man nicht zu unbedacht vorgehen, da man ansonsten schneller Weltraumschrott ist als man denkt. Nicht unbedingt hilfreich ist in der Hinsicht der oft etwas schwankende Schwierigkeitsgrad.

Leider haben sich trotz Director’s Cut doch noch einige kleinere Schwächen und Mängel eingeschlichen. Bei der Erkennung von Joysticks und Gamepads gibt es momentan noch vereinzelt Probleme. Auch wenn Strike Suit Zero Abwechslung bei Grafik und Effekten bietet, so sieht man dem Spiel sein Alter durchaus an. Das Spiel ist mit Sicherheit nicht hässlich, aber haut einen auch nicht unbedingt aus den Socken. Ebenfalls leicht schwankend ist die Qualität der Synchronsprecher, die zwischen ordentlich und unfreiwillig komisch liegt. Definitiv gelungen ist dagegen der Soundtrack aus der Hand von Paul Ruskay der auch für den Soundtrack vom Homeworld verantwortlich ist .

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