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Spacebase DF-9: Preview – Theme Hospital im Weltall

Ein herzliches Willkommen zu unserer Preview zu Spacebase DF-9. Das neue Spiel von Double Fine befindet sich momentan noch in der Early-Access-Alpha 4d: The Terrible Secrets of Space und ist für einen Preis von 22,99 € auf Steam zu haben.

Gerade Spieler älteren Jahrgangs werden in Spacebase einige Parallelen zu Klassikern wie Theme Hospital oder Startopia finden.

Genug zur Einführung und rein ins Spiel. Wir starten wie jeder geplagte Kommandant einer Expedition und müssen uns erstmal der Qual der Wahl stellen. Wo soll es denn eigentlich hingehen? Auf einer Karte der Galaxie suchen wir uns den passenden Stellplatz für unsere Raumbasis aus. Als kleiner Anhaltspunkt bei der Planung gelten hier vier einfache Faktoren:

Spacebase DF-9 Sternenkarte
Sternenkarte DF-9

Stellar Density (Stellare Dichte): Je höher die Dichte in einem Bereich, desto mehr Materie bekommen wir beim Materialabbau von Asteroiden. Gleichzeitig sorgt eine hohe Dichte aber auch für eine gestiegene Anzahl an Meteoritenstürmen. Die Stürme sind nicht zu unterschätzen, da sie unsere Basis beschädigen und Feuer auslösen. Brände müssen von der Besatzung gelöscht werden und können dabei schwere Verbrennungen verursachen, die zum Tod unserer Astronauten führen. Schäden an der Basis können Löcher an der Hülle verursachen. Haben wir erstmal ein Leck in der Basis, verlieren wir Sauerstoff und Astronauten ohne Anzug werden rausgesaugt und sterben.

Warpgate Proximity (Nähe zum Warptor): Warptore dienen den Schiffen bei Spacebase DF-9 zum Reisen durch die Galaxie. Je näher unsere Basis an einem Warptor steht, desto mehr Schiffe kommen an unserer Basis vorbei.

Thread Factor (Bedrohungsfaktor): Je höher der Bedrohungsfaktor, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass wir Besuch von Piraten bekommen. Diese wollen unsere Besatzung töten, um an unsere Materie zu kommen.

Magnetic Interference (Magnetische Störungen): Je mehr Störungen in unserem Bereich auftreten, desto größer die Chance, dass aufgegebene oder beschädigte Schiffe in unserem Sektor landen. Diese Schiffe können freundliche oder feindliche Astronauten enthalten, oder aber verlassen sein und uns so als Erweiterung der Basis dienen. Wir können verlassene Schiffe auch demontieren, um an zusätzliche Materie zu kommen.

Der Sektor 20-35 diente uns in der Preview als neue Heimat. Wahlweise kann auch die hohe stellare Dichte gegen hohe Magnetische Störungen getauscht werden. Den Großteil der Materie würde man somit nicht über den Abbau von Asteroiden, sondern über das Verwerten von Schiffen erhalten. Beide Möglichkeiten bieten ihre Vor- und Nachteile.

Nach rund 358.000 Jahren Reisezeit erreichen wir unseren Sektor. Wir bedeutet in diesem Fall: unsere drei tapferen Astronauten und das Seed. Ein Seed ist der Ausgangspunkt unserer Basis. Es enthält unseren Startvorrat an Materie zum Basisbau. Wenn alle Materie verbraucht ist, kann das Seed noch demontiert werden, um einen zusätzlichen Materieschub zu bekommen.

Jetzt stellen wir das Spiel kurz auf Pause, um noch ein wenig planen zu können. Das ist auch bitter nötig, denn unsere Astronauten haben nur für acht Minuten Sauerstoff im Anzug. Drei Räume sind für den Bestand unserer Basis wichtig. Zuerst bauen wir die Luftschleuse. Sie sorgt dafür, dass unsere Astronauten die Basis betreten und verlassen können, ohne dass der Sauerstoff der Basis abgesaugt und alle Bewohner ohne Anzug getötet werden. Wichtig ist hier die minimale Größe von 3×3 Bodenfeldern, da die Schleusentür schon zwei Felder einnimmt und noch drei Spinde für die Raumanzüge der Astronauten eingebaut werden müssen. Durch einen Linksklick auf die Bodenfläche ordnen wir dem Raum die Funktion „Airlock“ zu, sodass auch unsere Astronauten nun Bescheid wissen, wo sie in Zukunft aus der Basis kommen. Als nächstes bauen wir einen Raum für die Lebenserhaltung. Mit Hilfe von Sauerstoffrecyclern wird hier Atemluft für die ganze Basis erzeugt. Als Letztes folgt schließlich die Raffinerie. Mit ihrer Hilfe verwandeln wir Asteroidenbrocken in Materie zum Basisbau. Schnell noch einer paar Türen eingebaut und schon steht unsere erste Kleine Basis.

Wir schalten den Zeitverlauf wieder an, damit unsere Astronauten mit dem Bau loslegen können, der bisher nur in gelben Grundrissen existiert, jedoch tut sich rein gar nichts. Das liegt daran, dass unsere Astronauten sich nicht einig sind, wer denn nun den tollen Auftrag hat, die Basis zu bauen. Frei nach dem Motto T.E.A.M. = toll ein Anderer macht’s! Also rein in die Personalübersicht (engl. Rooster).

DF-9 Rooster
Mitarbeiterübersicht

Hier werden uns alle Mitarbeiter und ihre Fähigkeiten angezeigt. Für jede Fähigkeitsstufe gibt es einen Stern, von denen jeder zusätzliche mehr Können und Sicherheit in dem zugehörigen Beruf angibt. Da wir gerade sonst keine weiteren Aufgaben haben, stellen wir alle Astronauten auf Bauarbeiter (engl. Builder). Schnell den Raumanzug gewechselt und die Arbeit geht los.

Sobald unsere Raffinerie in Betrieb geht, können wir Azha Yu vom Bauarbeiter zum Minenarbeiter umlernen, da sie das höchste Talent in diesem Bereich mitbringt. Sind die restlichen Arbeiten auch erledigt, wandeln wir einen zweiten Kollegen zum Minenarbeiter um, um den Materiegewinn zu erhöhen und setzen Astronaut Nummer drei als Techniker ein. Nach und nach nutzen sich unsere Geräte auf der Basis ab, bis sie schließlich zerstört sind. Um dies zu vermeiden hält unser Techniker alle Geräte im besten Zustand.

Nach den ersten Schritten bauen wir mit Hilfe der Materie weitere Räume. Eine Schlafkammer mit Betten zum Ausruhen, ein Labor mit Forschungskonsolen für den technischen Fortschritt, einen Pub mit Bar zur Erholung, einen Garten zum Nahrungsanbau und einen Fitnessraum zur körperlichen Ertüchtigung. Über die Menge an gesammelter Materie und den Ausbau unserer Basis locken wir neue Schiffe an, deren Besatzung sich uns entweder anschließen, oder uns ausrauben will.

Vor jeder Schiffsankunft erhalten wir ein kurzes Hinweisfenster, sodass wir bereits Vorkehrungen treffen können. Nähert sich schließlich das Schiff, erhalten wir ein Textfenster mit der jeweiligen Botschaft der Besatzung. Wir können uns nun aussuchen, ob wir die Besatzung freundlich begrüßen, oder ob wir sie kurzum wegschicken. Je nach Einstellung werden sie dann den Sektor verlassen, sich uns anschließen oder uns angreifen. Wir sollten jedoch nicht jedes Schiff abweisen, da wir anders nicht an zusätzliches Personal kommen.

Textfeld bei Schiffsankunft
Nachricht von anderen Schiffen

Je mehr Personal schließlich unsere Basis bevölkert, desto mehr Räume müssen angebaut werden. Wir brauchen mehr Betten, mehr Nahrungsverteiler und mehr Sauerstofferzeuger. Wir müssen dabei aber auch beachten, dass wir nicht alle wichtigen Bestandteile der Basis in einem Bereich haben. Sollte ein Meteoritensturm in wichtige Systeme einschlagen, kann auf Grund von Hüllenbrüchen der Sauerstoff knapp werden, sodass unsere Bewohner alle aussterben. In unserem Testspiel ist in unserem Gang zur einzigen Luftschleuse die Bodenplatte zerstört worden. Da wir keine weiteren Luftschleusen hatten, konnten die Bauarbeiter nicht in Anzüge zur Reparatur steigen und alle Bewohner sind qualvoll erstickt. Eine Planung für den Ernstfall sollte also immer im Voraus getroffen werden und wichtige Systeme doppelt vorhanden sein.

Spacebase DF-9 läuft auf Grund der einfachen und stellenweise noch pixeligen Grafik sehr flüssig. Menüpunkte sind durchdacht, jedoch ist die Menüanordnung noch unhandlich. Den einzelnen Gegenständen fehlt noch eine Beschriftung, die den Nutzen in der Basis anzeigt.

Als Beispiel dienen hier die Monitore und Pflanzen, sowie die Teppiche im Baumenü für Schlafzimmer. Sie können gegen verhältnismäßig viel Materie eingebaut werden, jedoch haben sie keinen erkennbaren Nutzen.

Generell müssen wir uns auch immer vor Augen halten, dass es sich bei Spacebase DF-9 um eine Alpha handelt. Während unseres Spielverlaufes ging das Spiel an einigen Stellen nicht mehr weiter. Einmal versammelte sich die gesamte Mannschaft an der Bar. Während der Barkeeper jedoch schlief, konnte kein Mitglied der Besatzung Drinks erstellen. Nach dem Erwachen des Barkeepers hatte dieser selbst Durst und stellte sich einfach mit in die Schlange. Auch ein Umstellen der Berufe aller Bewohner auf Barkeeper brachte keinen Erfolg und das Spiel musste aufgegeben werden.

Bei einem anderen Vorfall haben wir eine Warnsirene installiert, um einen zentralen Zugangsflur zu räumen. Der eintreffende Meteoritensturm konnte somit keine Bewohner töten, zerstörte jedoch die Warnsirene. Leider blieb die Sirene trotz der Zerstörung intakt. Wir konnten sie weder ausschalten, noch demontieren. Durch das anhaltende Warnsignal abgeschreckt, wollten auch keine Bauarbeiter oder andere Bewohner den Gang betreten, der zur Luftschleuse führte. Somit konnte auch dieses Spiel nicht fortgeführt werden.

Das Team von Double Fine hat für solche Problematiken ein eigenes Forum eingerichtet, in dem Probleme angemerkt werden können. Die Entwickler arbeiten dann an einer Lösung. Während unseres Tests wurden drei neue Updates herausgegeben, wobei jedes zahlreiche Fehler behoben hat.

Alles in allem macht Spacebase DF-9 bereits jetzt in der Alpha sehr viel Spaß. Gerade Fans älterer Bullfrog-Spiele werden unserer Meinung nach hieran großen Gefallen finden. Kombiniert mit einer aktuellen Grafik und der einen oder anderen Verbesserung, hat das Spiel großes Suchtpotenzial. Unser Fazit: Gut!

Zu guter Letzt, hier noch der offizielle Trailer von Double Fine:
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