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Review: Shadowrun Chronicles Boston Lockdown – Feine Story in einfachem Gewand

Die Anfänge – Für den unbelesenen Ork

Shadowrun – Ein großer Name. Es ist schon bemerkenswert, wenn eine Welt, die seit den 80ern existiert, immer noch präsent ist und es neue, aktuelle Spieleveröffentlichungen in diesem Universum zu vermelden gibt. Die Welt von Shadowrun ist alt, das merkt man auch dem Spiel, um das es hier geht, Shadowrun Chronicles – Boston Lockdown, während der ganzen Spielzeit an. Es gibt eine Fülle kleiner Details im ganzen Spiel zu finden. Doch dazu später mehr.

Erstmal: Was ist Shadowrun eigentlich? Nun… Stellen wir uns mal vor, es gibt wieder Magie in unserer heutigen Welt. Mit Elfen, Zwergen, Feuerbällen, Magier mit spitzen Hüten, Drachen und Allem was dazu gehört. Dann verlegen wir die Handlung, basierend auf dieser Idee, um circa 50 Jahre in die Zukunft, mit etwas futuristischerer Technik, einem virtuell ‚begehbaren‘ Internet (die ‚Matrix‘ …wirklich!), elektronischen und biologischen Implantaten und Naniten (Mikro-Roboter) in der direkten Anwendung.

Und auf dieser Grundlage erschaffen wir noch, als i-Tüpfelchen sozusagen, eine dystopische Welt mit alles-beherrschenden Megacorporations in großen, tristen, dunklen, unübersichtlichen und schmutzigen Megacities. Wer jetzt an einen Film aus den 80ern namens ‚Blade Runner‘ denkt, liegt sehr gut – irgendwie muss diese Zukunftsvision damals schwer in Mode gewesen sein. Dem Film fehlen nur noch die magischen Aspekte als Bonus.

Die Welt wurde seitdem umfangreich entwickelt, es gibt Bücher, Spiele, detaillierte Charaktere und Geschichten sowie anderes Material von der Fanbase in Hülle und Fülle. Genau diese Fanbase ist es auch, die uns dieses Spiel ermöglicht hat. Die Entwicklung von Shadowrun Chronicles – Boston Lockdown ist ein wenig verworren und passt damit sehr gut ins Shadowrun Universum. Wobei ich auf diese Referenz im Spiel selbst auch gern verzichtet hätte, denn scheinbar wurde sich dieser Aspekt des Universums zu Herzen genommen und auch umgesetzt.

Wie dem auch sei: Das Spiel startete 2011 als ‚Shadowrun Online‘ und wurde von Cliffhanger Productions als multi-platform MMO bei Kickstarter zur Finanzierung ausgeschrieben. Die Fanbase ermöglichte die Entwicklung mit mehr als einer halben Million Dollar, allerdings wurde später noch der Publisher Nordic Games für weitere Unterstützung an Bord geholt und das Spiel erst einige Wochen vor Release umbenannt. Außerdem wurde das Spiel selbst umstrukturiert, auf den MMO-Aspekt wurde verzichtet und ein deutlicherer Fokus auf die Storyline gelegt.
Nachdem nun in etwa der Rahmen abgesteckt ist, kann der nächste Koop-Test von Chris und mir beginnen.

  • Christoph

XCOM mit Magie im Koop? Klingt spaßig. Mach ich.“ – waren spontan meine ersten Gedanken, als ich gefragt wurde, ob ich nicht vielleicht mittesten möchte. Die Tatsache, dass Shadowrun eine der prägenderen Rollenspielwelten war, als ich noch jung jünger war (auch wenn ich zugegebenermaßen immer eher beim Schwarzen Auge und Battletech zu finden war) und ich, nach dem ordentlichen Shadowrun Returns, noch einmal in die Welt eintauchen konnte, war da nur ein weiteres Argument, mich auf Shadowrun Chronicles einzulassen. Und da ich nur der kleine Sidekick in diesem Test bin, kann ich die undankbaren Aufgaben, wie beispielsweise die Geschichte von Shadowrun in zwei Absätze zu verpacken, auf Johannes abwälzen (oh, siehe da! Hat er schon gemacht.) und mich aufs Sticheln und Frotzeln in Richtung Spiel und Hauptautor des Tests zurückziehen. Großartig. Das wird spaßig.

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