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Review: Woolfe – The Red Hood Diaries – Rotkäppchen auf Rachefeldzug

Rotkäppchen ist schon eine Süße, oder? Mit ihrem ulkigen roten Cape und dem Korb voller Leckereien spaziert sie durch den Wald und wird später leider vom Wolf gefressen. Niedlich, aber naiv ist sie. Letztlich wird sie vom Jäger gerettet, aber das brauche ich ja niemanden zu erzählen. Vielleicht wäre das Märchen auch ganz anders, ja, vielleicht sogar blutrünstiger ausgegangen, wenn sie den Schneid gehabt hätte, wie es in Woolfe – The Red Hood Diaries der Fall ist. Doch auch der Wolf ist in diesem Fall nicht einfach nur ein hungriges Tier, sondern ein richtig übler Bursche. Aber fangen wir einfach mal von vorne an.

Rotkäppchen emanzipiert sich – Die Story

Rotkäppchen kehrt zurück in die Stadt Ulrica, in der ihr Vater vor vier Jahren bei einem Unfall gestorben ist. Der Schmerz war groß und in ihr nagte das Gefühl, dass es sich bei dem Unfall nicht um ein Versehen gehandelt hat. Sie glaubt, dass Woolfe, ein großer und rücksichtsloser Industrieller, etwas damit zu tun hat. Ihr Vater hat bei ihm in der Fabrik gearbeitet, wo er auch gestorben ist.

Woolfe - The Red Hood Diaries
Was hat der Papa hier getrieben?

Zunächst macht sie sich auf den Weg ins Stadtarchiv, wo die Untersuchungen am Tode ihres Vaters eingestellt wurden. Rasch stellt sich heraus, dass sie den richtigen Riecher hatte und so beginnt die Jagd nach dem großen, bösen Woolfe und seinen Schergen.

Jump and Run mit einigen Zusatzfunktionen

Woolfe – The Red Hood Diaries ist ein klassisches Jump and Run in einer etwas moderneren Variante. Allerdings scheint dies nur zu Beginn so, denn bereits nach kurzer Zeit erlernen wir zusätzliche Fähigkeiten, mit denen wir Gegnern ordentlich zusetzen können. Doch zunächst hüpfen wir über Abgründe und werden mit der Steuerung vertraut gemacht. Springen, Rennen aber auch Hangeln an Dachkanten und Vorsprüngen. Es gilt Bärenfallen auszuweichen und sich leise an Wachen vorbei zu schleichen, da sich Rotkäppchen zunächst unbewaffnet auf die Reise macht. Wer rechnet auch damit, von bösen Robotern angegriffen zu werden? Glücklicherweise findet sich im Archiv eine Axt, die Rotkäppchen fortan zu ihrem schlagendsten Argument befördert. Damit lehrt sie Gegnern das Fürchten. Schreitet man im Spiel voran, erlernt unsere Märchenfigur sogar einige mächtige Komboangriffe hinzu, die das Spektrum der Verteidigung um etliche Facetten erweitert. Plötzlich wird aus dem simplen Jump and Rund ein innovativer Action-Platformer.

Woolfe - The Red Hood Diaries (49)
Eine kleine Sammlung an Extras, die freigeschaltet werden wollen

Münzen und Boni, wie es sie in etlichen Spielen des klassischen Genres en masse einzusammeln gibt, sind bei Woolfe – The red Hood Diaries nicht vorhanden. Rote Kugeln für die Lebensanzeige, blaue Kugeln für die Spezialangriffe, kleine Goodies, die Konzeptzeichnungen und anderes freischalten. Das war’s. Zwischendrin tauchen immer mal wieder Picknickkörbe auf, deren Sinn sich mir zunächst nicht erschloss. Doch später, als der Schwierigkeitsgrad stieg, wurde mir bewusst, dass es sich dabei um Rücksetzpunkte handelt, die auch bitter nötig sind.

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