Home » Artikel » Reviews » Review: What Remains of Edith Finch – Ahnenforschung der besonderen Art

Review: What Remains of Edith Finch – Ahnenforschung der besonderen Art

What Remains of Edith Finch erzählt die Geschichte von Edith Finch, welche ihre Familienmitglieder auf tragische Weise verloren hat. Mysteriöse Todesfälle, tragische Unfälle oder plötzliches Verschwinden prägen das Leben von Edith. Eine mögliche Erklärung der Mutter Ediths ist ein Fluch, der auf der Familie lastet. Deshalb sind beide aus ihrem Zuhause geflohen und haben vorher alle Räume verschlossen. Unser Abenteuer beginnt damit, dass Edith zu ihrem Haus zurückehrt, um die Geheimnisse der verschiedenen Räume zu lüften und um ihr Schicksal besser zu verstehen.

Was ist los bei Familie Finch?

Die Geschichte wird aus der Sicht von Edith Finch erzählt, wobei sie ihre Erlebnisse in einem Tagebuch niederschrieb. Anfangs beschreibt Edith, dass ihre Erzählungen noch nicht viel Sinn ergeben werden. Doch das soll sich natürlich ändern. Edith sucht nach Antworten für das Unglück ihrer Familie. Dabei versucht sie den Tod ihrer Familienmitglieder nachzuvollziehen. Edith begibt sich nach und nach in die Räume des Hauses. Beginnend mit der Geschichte ihres Hauses, ziehen wir durch die Gänge und Räume und erfahren immer mehr über die Umstände, die zum Verschwinden oder dem Tod der jeweiligen Familienmitglieder geführt hat. Dabei erwartet Edith und uns in jedem Raum ein weiteres Schriftstück, das Aufschluss über die Person gibt, die in diesem Zimmer gelebt hat und eine weitere Geschichte erzählt.

What Remains of Edith Finch

Gameplay

Die Stimme Ediths leitet uns immer zum nächsten Punkt der Geschichte. Dabei sieht man das Gesprochene als Schriftzug in der Luft schweben. Diese Art des Erzählens leitet den Spieler durch das lineare Spiel. Alle wichtigen Details oder Orte werden mit dieser schwebenden Schrift beschrieben. So erfährt der Spieler immer ganz genau, was gerade um ihn herum geschieht und lernt mehr über die Gedanken der Erzählerin.

Sobald wir im Haus angekommen sind, erzählt Edith etwas mehr von ihrem damaligen Familienleben. Überall im Haus liegen Bücher herum oder stehen interessante Objekte auf Schränken oder Regalen. Unzählige Bilder hängen an den Wänden, dabei zeigen viele die Mitglieder der Familie Finch. Die Erkundungstour geht weiter und Edith erzählt davon, dass es im Haus viele Geheimgänge gab, die in die verschiedenen Räume führen. Wir gehen durch eben so einen Geheimgang in den ersten Raum. Edith öffnet das auf der Kommode liegende Tagebuch ihrer verstorbenen Verwandten, die sie niemals kennen lernen konnte, und erfährt nun deren Geschichte.

Die Szenerie ändert sich. Wir befinden uns nun in der Erzählung von dem kleinen Mädchen, dessen Tagebuch wir lesen und sehen alles aus ihrer Perspektive. Auch hören wir nun ihre Stimme anstatt der von Edith. Die Besonderheiten der Erzählungen sind die, dass diese immer sehr fantastisch sind. Realität ist darin nur ein untergeordneter Faktor. Ich möchte nicht zu viel verraten, inwiefern sich die Welt ändert, denn genau das macht das Spiel aus. Es passieren viele unvorstellbare Dinge, welche wir am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen müssen, um die Situation verstehen zu können. Des Weiteren befassen sich alle Erzählungen mit einer tieferen Thematik, die den Spieler zum Nachdenken anregen. Jeder Raum birgt eine weitere Erzählung, die wir aus der Sicht des jeweiligen Verwandten spielen, um im Anschluss wieder als Edith durch das Haus zu gehen.

Technik

Die Technik des Spiels ist solide und der Grafikstil passt außerordentlich gut zum Setting. Die Farben passen sich immer gut an die Situation an und auch das Licht- und Schattenspiel im Haus ist sehr ansehnlich. Vor allem die Innenräume des Hauses sind mit vielen Details versehen, welche eine glaubwürdige Atmosphäre entstehen lassen und genau diese Liebe zum Detail macht das Haus so wahnsinnig interessant. Der Spieler wird förmlich dazu gezwungen, umherzugehen und sich alles genau anzuschauen.

What Remains of Edith Finch

Dazu kommen dann auch noch die Beschreibungen Ediths in Form der sehr gelungenen, schwebenden Buchstaben, die in immer anderen Formen und Animationen erscheinen. Der Spieler bewegt sich in konstanter, gehender Art und Weise. Das ist auch gut so, denn die Geschichte hat so genau die richtige Geschwindigkeit.

Allerdings haben sich auch einige Unfeinheiten eingeschlichen. Zum Beispiel hatte ich im Wald einige Framerate-Probleme und so auch in den Abenteuern der Erzählungen. Allerdings treten diese nicht besonders häufig auf und haben auch keinen Einfluss auf das Spielerlebnis. Einmal kam es auch vor, dass ich im Level stecken geblieben bin. Aber nachdem ich das Spiel neu gestartet hatte, verlief alles wieder reibungslos. Alles in allem ist die Technik aber sehr gelungen und passt sehr gut zum Umfang des Spiels.

Sag uns deine Meinung:

Auch interessant!

Devil May Cry HD Collection

Devil May Cry HD Collection – Ankündigung

Capcom hat bekanntgegeben, dass im kommenden Jahr die Devil May Cry HD Collection erneut auf ...