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Review: Trapped Dead Lockdown – Braindead am PC

Bei Trapped Dead: Lockdown handelt es sich um das neueste Spiel des portugiesischen Studios Big Moon Interactive. Als Publisher fungiert Headup Games aus Düren, die sich bisher im Bereich der Casual Games mit verschiedenen Titeln einen Namen gemacht haben.

Unser getestetes Spiel ist ein Hack’n’Slash, ganz im Stile der bekannteren Vertreter des Genres wie Diablo, Torchlight, Path of Exile oder Sacred. Trapped Dead: Lockdown hat allerdings ein etwas anderes Setting als diese Vertreter des Genres gewählt. Wie der Name es schon vermuten lässt, kämpfen wir in diesem Spiel hauptsächlich gegen Untote verschiedenster Couleur, die uns in einer amerikanischen Kleinstadt begegnen.

Man tritt diesen Monstern der modernen Wissenschaft in verschiedenen, aber irgendwie doch sehr ähnlichen und immer maskulinen Rollen entgegen: Man(n) kann als Assassine den Untoten die Köpfe mit dem Schwert abhacken, als Fleischer mit Beil und Machete auf sie eindreschen, als Exorzist Weihwasser werfen und die Macht Gottes gegen sie nutzen, als Marine diverse Pistolen und Maschinengewehre nutzen und auch Granaten werfen, und als Marshall kann man auch Irgendwas. Da wir netterweise zwei Testexemplare erhielten, konnten wir gleich zwei dieser Helden auf die untoten Horden loslassen, und so haben wir dieses Spiel getestet, wie man es auch spielen sollte: Im Co-Op Modus, jedenfalls soweit das ging (dazu später mehr). Und wenn das schon zwei Leute testen, sollten sich beide auch die Arbeit machen, ihre Gedanken zu dem Spiel niederzuschreiben um euch, liebe Leser, zu informieren.

Da ich den kürzeren Strohhalm gezogen habe, bleibt an mir der Hauptteil der Arbeit hängen. Ich werde also für den Großteil der Review verantwortlich zeichnen und der Kollege Christoph legt die Füße auf den Tisch und gibt nur zu jedem Unterpunkt zusätzlich unqualifizierte, informative Kommentare ab.

Wo fange ich nun an? Es ist schwer, denn es gibt viel zu schreiben über dieses Spiel, besonders wenn man die Vergleiche zum älteren Vorläufer Trapped Dead anstrengt. Trapped Dead:Lockdown ist kürzlich veröffentlicht worden, und hat deutliche Bezüge zur „Vorlage“, die sich nicht verkennen lassen, wenn man das ältere Spiel kennt. Es ist ihm auch in sonstigen Aspekten abseits der Spielführung immer noch recht ähnlich, auch der Vorläufer wurde von Headup Games veröffentlicht.

Das Spiel startet mit einem kreativ gemachten Intro, das in der künstlerischen Umsetzung durchaus seinen Reiz hat. Diese Videosequenzen setzen sich im Spiel fort und erzählen die nötigen Teile der Geschichte. Es ist stringent aufgebaut – Man(n) ist auf der Suche nach einem weiblichen Charakter: Der Metzger sucht seine Tochter, der Marine seine Frau, der Assassine seine ‚Kundin‘, der Marshall sucht ebenso diese ‚Kundin‘, allerdings um sie zu beschützen, nur der Priester sucht seinen Priesterbruder Lucius.

Trapped Dead: Lockdown

Über verschiedene Umwege kommt man dann, nach dem Kampf gegen Untote, Söldner, Schmuggler und Soldaten, zu dem im Zombie-Setting obligatorischen verrückten Wissenschaftler, der erstaunlicherweise nicht das Ende der Story darstellt.

Diese Story ist in dem Spiel auf Deutsch leider nur zu lesen, auf eine Lokalisierung der Audiospur wurde in unserer Testversion verzichtet.

  • Christoph

Großartig! Ein Hack’n’Slay!
Und ausnahmsweise mal nicht gegen Dämonenhorden oder den Teufel höchstpersönlich. Dass es dann doch „nur“ gegen Zombies geht, wie in gefühlt drölfzig anderen Spielen der letzten zwei Jahre: geschenkt. Aber der Titel… Moment… Trapped Dead klang irgendwie vertraut. Yarp. Nach Konsultation meiner Steamstatistiken habe ich mit dem Vorgänger gigantische 26 (in Worten: sechsundzwanzig!) Minuten verbracht. Muss einen klasse Eindruck hinterlassen haben. Wie dem auch sei. Der Hintergrund der Charaktere ist ungefähr so gehaltvoll wie die Möglichkeiten, besagte Charaktere zu individualisieren. Andererseits hat mangelnde Charaktergestaltung Diablo 2 nicht davon abgehalten, ein tolles Spiel zu werden.

Also schauen wir uns die Klassen doch mal genauer an. Marine? „Experte in Nah- wie auf (sic!) Fernkampftechniken“ Marshal? „Experte für Nahkampf und für Distanzwaffen“ – äh, Moment, wie jetzt? … Okay, weiter. Auftragskiller: „kann mit bloßen Händen töten, aber auch mit einem umfangreichen Waffenarsenal umgehen“. Seht Ihr das gleiche Muster, was ich sehe? Nunja. Exorzist? Exorzist klingt cool. „kann auch gut mit Schwert und Armbrust umgehen“ … Okay, halten wir fest: Abgesehen vom Fleischer (Ja, sie haben wirklich die Übersetzung „Fleischer“ genommen und nicht Metzger), der nur mit Nahkampfwaffen durch die Gegend rennt, klingt das irgendwie alles so toll  ähnlich, dass die Wahl schwer fällt. Also gut, Würfel entscheiden lassen und dann weiter im Text.

 

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