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Review: Titanfall 2 – Ein rundum gelungener Shooter?

Titanfall war auf lange Sicht eher ein Misserfolg, doch kommerziell hat es sich gelohnt, weswegen Titanfall 2 der logische Schritt von EA und Respawn Entertainment war. Wieso ich über den ersten Teil so böse Dinge schreibe, obwohl ich ihn eigentlich mochte und ob sein Nachfolger etwas besser macht, erfahrt ihr in unserer Review.

Ein wilder Singleplayer greift an

Wir erinnern uns: Titanfall war ein Multiplayer Only Shooter. Für mich war das damals nicht schlimm. Wenn Entwickler anfangen, eine Kampagne nur um des Singleplayers Willen in ein Spiel zu integrieren, kommt meist nichts Gutes dabei heraus. Bleiben wir bei EA und führen als Beispiel Battlefield 3 und an. Hier war die Story Stuss, das Gameplay langweilig und es gab mehr Bugs als in meinem Vorgarten. Als Respawn Entertainment also ankündigte, sich voll und ganz auf den Multiplayer zu konzentrieren, war das für mich in Ordnung. Die Spielerschaft sah das aber, wie auch später beim neuen Battlefront, etwas anders: Kampagne ist muss! Es lässt sich darüber streiten, ob ein Entwickler wirklich immer auf seine Community hören sollte, doch Respawn bringt mit Titanfall 2 erstmals eine erzählte Geschichte in das Franchise. Schauen wir uns diese also genauer an.

Wir spielen Jack Cooper, einen Schützen der Miliz. Diese ist weiter auf dem Vormarsch gegen die IMC. Cooper träumt davon, eines Tages ein Pilot zu werden. Nicht etwa von einem Raumschiff, sondern von einem Titan. Die Elite-Soldaten sind bei der Miliz hoch angesehen. Das Spiel beginnt damit, dass einer dieser Piloten aus heiterem Himmel beschließt, Cooper auszubilden. Was Captain Lastimosa dazu antreibt, wird nicht klar. An dieser Stelle setzt nun das Tutorial ein, was schließlich in die Schlacht von Typhon mündet. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es folgt eins aufs andere und plötzlich befindet sich Cooper in einem Titan, der ihn als sein Pilot anerkannt hat.

Titanfall 2
Auf dem Schlachtfeld wird Cooper zum Piloten befördert.

Der Anfang der Kampagne ist somit etwas enttäuschend. Hier hätte man doch mehr rausholen können: Cooper, sowieso ein auswechselbarer Charakter über den nichts bekannt wird, wäre

Titanfall 2
Dialogoptionen versuchen Cooper etwas lebendiger zu machen.

interessanter geworden, wäre er nicht von Anfang an als Pilot infrage gekommen. Er hätte sich stärker in seine neue Situation einfinden müssen, was dem Anfang etwas mehr Spannung verliehen hätte.

Doch der schwache Anfang wird schon sehr bald überholt. Mit einer angenehmen Geschwindigkeit zieht die Geschichte den Spieler durch verschiedene Level und präsentiert immer wieder eine neue Idee. Hierbei wird nicht nur durch das Leveldesign Abwechslung geboten, sondern auch durch verschiedene Gadgets, die für eine Weile auftauchen und dann wieder verschwinden. Vor allem ein Gadget ragt im Mittelteil des Spiels heraus, doch auch hier möchte ich niemanden spoilern.

Titanfall 2
Huch, was ist denn hier los?

Viele Kollegen haben für den Singleplayer schon einen Vergleich mit Spielen wie Doom gezogen. Ich sehe diese Vergleichbarkeit jedoch nicht. Ja, Titanfall 2 kann sehr schnell gespielt werden, hat Bosskämpfe und auch Jump and Run-Einlagen. Trotzdem spielt es sich nicht wie ein Doom, sondern scheint den Singleplayer in einem Shooter völlig neu zu definieren. Ich war nach dem Durchspielen erstaunt, wie gut mir die Kampagne gefallen hat, auch wenn die Geschichte an sich nichts besonderes war. Die Kreativität der Entwickler und Designer tragen diesen Shooter auf einem Silbertablett zum Kampagnen-Thron.

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