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Review: The Division – Agenten in der Itemspirale

20. März 2016
Daniel Martin

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Review: The Division – Agenten in der Itemspirale

Nach mittlerweile fast 80 Stunden habe ich so ziemlich jeden Bereich des Spiels gesehen. Das Leveln macht Spaß, die Kämpfe, sowie die Instanzen sind beeindruckend und fordernd, auch die Itemspirale läuft. An vielen Ecken wirken manche Konzepte jedoch nicht zu Ende gedacht oder wiederholen sich zu schnell. Besonders merkt man das natürlich im Endgame. Das Spiel verkommt zu schnell zu einem Titel, den man startet, um die Dailys abzugrasen und danach wieder beendet. Nach ein paar Tagen kann man sich dann eine neue Waffe kaufen und das Spiel beginnt von neuem.

Die Dark Zone ist zu freundlich und die Spieler formieren sich im Moment eher gegen die meiner Meinung nach viel zu starken NPC dort, anstatt unter sich PVP-Gefechte auszutragen und einfach mal hinterhältig Loot zu klauen. Hier muss Ubisoft nachsteuern und feinjustieren. Genauso aber auch an der Oberfläche. Ich schließe nicht aus, dass ich manches nicht verstehe, aber wenn das Anlegen von Items in Verwirrung ausartet, oder ich nach dem Kauf eines angeblich besseren Items beim Anlegen merke, dass die vormals grüne Zahl nun doch wieder rot wird, dann ist das für ein Spiel, dass komplett über Items und Ausrüstung funktioniert, eher ein großer Nachteil. Zusammenfassend bleibt The Division aber ein sehr gutes Spiel, dass besonders im Coop mit Freunden sehr viel Spaß macht. Einzig die Langzeitmotivation bleibt aktuell noch fraglich, hier müssen wir sehen, was Patches, DLC und bereits angekündigte Balanceänderungen rausreißen können.

Technisch hingegen ist das Spiel eine Wucht. Dynamische Wettereffekte, volumetrische Nebelschwaden und Schneeflocken, all das beeinflusst von Wind und Lichtquellen, ergeben zusammen mit dem fast schon absurd hohen Detailgrad ein fantastisches Bild, dass immer wieder zum Staunen einlädt. Selbst Kleinigkeiten, wie der die einzelnen Bildpunkte des Siebdrucks sind auf Werbeplakaten erkennbar. Alles Sachen, die nicht sein müssen, aber dennoch ihren Weg in das Spiel gefunden haben. Einzig die Gesichter der Charaktere, besonders der Gegner und Zivilisten wirken eher grob. Untem Strich jedoch eines der schönsten Spiele, die mir bisher unter die Finger kamen.

The Division? Was will ich damit?“, so waren meine ersten Gedanken, als ich mir das Spiel auf der Game City näher ansehen konnte. Nachdem es jedoch so viele Menschen in einen Hype versetzt hat, konnte ich letztendlich nicht widerstehen, mich auch nach New York zu begeben. Und siehe da: Es hatte mich in seinen Bann gezogen! The Division schaffte es als erster Shooter, mich für seine Story zu interessieren, wo ich doch normalerweise eher in Fantasywelten lebe. Aber vor allem der Sammelwahn packte mich: Operationsbasis ausbauen, ein schickes Outfit finden und alle noch so kleinen Beweise sammeln. Nicht zu vergessen ist natürlich das tolle Grafiksetting, das einem das Ganze nochmals versüßte.

Hach, ein nie endender Traum? Denkste! Leider fesselte das Spiel nur so lange, bis die eben geschilderten Dinge vollständig und das Levelcap erreicht waren. Das Endgame gestaltet sich in The Division im Moment eher mager. Drei tägliche Missionen und die Dark Zone? Ja, ne! Hier erwarte ich nochmals einen ordentlichen Contentschub, um eine Langzeitmotivation zu schaffen.

The Division
The Division sieht fantastisch aus und unterhält für viele Stunden und besonders im Coop. Das Endgame kann jedoch weitere Inhalte vertragen.
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Daniel Martin

Irgendwo zwischen Game Boy und NES hat Daniel Mitte der 90er den PC entdeckt und beschäftigt sich bis heute noch damit. Zwar geht er häufiger mit einer PS4 fremd, kehrt am Ende des Tages jedoch immer zum geliebten PC zurück, wo er sich auch für Klassiker begeistern kann. Und wenn mal gar nichts los ist, verschwindet er unter einer Oculus Rift und taucht in die virtuelle Realität ein.