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Review: The Evil Within – Horror-Survival für starke Nerven

The Evil Within kündigte sich 2014 durch eine atemberaubende und vielversprechende Marketingkampagne an. In Warner Bros. Movie World wurde ein Labyrinth errichtet, in dem Besucher von Spielfiguren, die dem The Evil Within-Plot entsprungen zu sein schienen, derbe erschreckt, auf Präsentationen gab es die verstörten Reaktionen von Testspielern zu sehen, die darauf schließen ließen, dass es sich hierbei um etwas ganz und gar Grauenvolles handeln musste. Gore, Psychoterror, Angst und Schrecken würden den Spieler begleiten. Bethesda hängte die Messlatte der Erwartungen ganz hoch. Doch 2014 war auch ein Jahr, in dem eben solche Erwartungen von diversen Publishern mit fehlerhaften Releaseversionen, schwachen Servern und allerlei anderen Missgeschicken nicht erfüllt wurden. Reiht sich The Evil Within in diese schändliche Liste ein oder haben wir es hier tatsächlich mit einem herausragenden AAA-Titel zu tun, der sich von der Konkurrenz abhebt? In unserer Review erfahrt ihr, ob uns der Horror-Schocker ebenfalls an die Nieren gegangen ist und den Erwartungen gerecht werden konnte.

Ein heftiger Einstieg

Protagonist des Survival-Horros ist Detective Sebastian Castellanos, der mit seinen Kollegen ein grauenvolles Gemetzel in der Beacon-Nervenklinik untersucht. Rasch stellt sich heraus, dass es bei dem Gemorde nicht mit rechten Dingen zugegangen zu sein scheint, wie sich aus den Bildern der Überwachungskamera schließen lässt. Noch bevor Sebastian sich Gedanken um den geheimnisvollen brandnarbigen Mörder im Kapuzenumhang machen kann, wird er ausgeknockt und erwacht kopfüber hängend an einem Fleischerhaken. Blut tropf auf den Boden, sein eigenes, während im Hintergrund leise Air von Johann Sebastian Bach aus einem Radio zu kommen scheint. Klassische Musik und Blut? Die Kombination lässt nichts Gutes ahnen, wie wir von Hannibal Lecter oder etlichen Splatterfilmen wissen, in denen diese Art der musikalischen Untermalung sehr deutlich den Kontrast zwischen Kultur und Grobschlächtigkeit herstellt.

Schlachten ist ein gutes Stichwort, denn während wir in der Rolle des Sebastian gerade erst zu begreifen beginnen, was eigentlich los ist, wird neben uns jemand unter entsetzlichen Geräuschen zermetzelt. Dass dies keine Einbildung ist, beweist der Metzger, der den bluttriefenden Torso seines Opfers hinter sich her zieht.

Zu diesem Zeitpunkt wissen wir als Spieler bereits, dass das Leben wahrlich kein Ponyhof ist und der Rest des Spiels unsere Nerven auf gemeinste Weise strapazieren wird.

The Evil Within Metzger
Der moderne Metzger lauscht klassischer Musik.

 

Sebastian kann sich befreien und wir lassen ihn vor dem Monstrum in einer atemberaubend inszenierten Art und Weise fliehen, die unseren Adrenalinspiegel nach oben schnellen lässt. Erst recht, als wir völlig unbewaffnet auf engstem Raum mit dem Mörder versuchen müssen, uns seines Blickes zu entziehen und ja kein Geräusch zu machen. Stealth-Horror-Survival in Perfektion. Und dies ist nur der Auftakt.

Als Sebastian aus dieser unmöglichen Situation fliehen kann und die Psychiatrie verlässt, offenbart sich ihm jedoch ein Bild, das einem Roland Emmerich-Film entsprungen sein könnte: Die Stadt, Krimson City, implodiert, zerfällt, geht kaputt, was auch immer. Er flieht mit seinen Kollegen in einer actionreichen Fahrt im Krankenwagen durch die Stadt, alles endet in einem Unfall und ab da beginnt das eigentliche Spiel. Als wenn das nicht schon genug wäre. Doch nach diesem extrem mitreißenden Einstieg ins Geschehen muss The Evil Within beweisen, dass es dieses Niveau aufrecht erhalten kann.

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