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Review: Swords and Sorcery Underworld Definitive Edition – Wie ich starb

Es ist nicht leicht eine Review über ein Spiel zu schreiben, wenn man hauptsächlich gestorben ist. Aber wagen wir einen Versuch, einen, der mich in eine Welt versetzte, in der ich noch nie war, weil ich zu jung war, als sie Wirklichkeit war und in der ich meine zeitgemäßen, konventionellen Normen und antrainierten Handlungsmechanismen ablegen musste.

Swords and Sorcery Underworld Definitive Edition

Rein ins Verderben und nochmal und nochmal

Die Rede ist von Swords and Sorcery Underworld Definitive Edition, einem Oldschool Indie RPG, das vom französischen Entwicklerteam Older Bytes entwickelt wurde. Ich war noch viel zu jung fürs Spielen als solche Spiele, wie SSUDE sie nachzuahmen versucht, populär waren. Dementsprechend wenig konnte ich zunächst damit anfangen und dementsprechend unilateral und subjektiv wird auch meine Review ausfallen – oder sollte ich sagen die Beschreibung eines ersten Kontaktes und dessen Fehlschlägen? Denn SSUDE ist wirklich nicht einfach. RPGs sind mir nicht neu, der Schwierigkeitsgrad, der mir entgegenschlug eigentlich auch nicht, aber beides in Verbindung überraschte mich dann doch. So etwas bin ich nicht mehr gewohnt. Heutzutage scheinen die Spiele den Spieler durch die virtuelle Welt zu tragen, natürlich gibt es hier und da Herausforderungen, aber im Großen und Ganzen scheint doch alles recht simpel zu sein. Dass das hier nicht der Fall ist, beweist schon das Tutorial. Nachdem auf der Paris Games Week erste Spieler bereits an den ersten Minuten mangels Tutorial scheiterten, beschlossen die Entwickler eine kleine Anleitung zwischen Einleitung der Story und den ersten Schritten einzubauen. So etwas überspringe ich immer getrost, meistens erschließt sich einem das Prinzip doch sowieso nach wenigen Minuten im Spiel. Was soll ich sagen, nach fünf Minuten habe ich es dann doch gelesen.

Vorbereitungen treffen

Bevor man überhaupt tätig werden kann, wird die Story in einem einleitenden Intro erzählt, liebevoll gestaltete Bilder liefern das visuelle Material dazu (an diesen Stellen bemerkt man, dass ein Comic Illustrator am Werk war). Unheilvolle, böse Kreaturen stürzen die Menschheit ins Verderben, überfallen Dörfer und drängen die Menschen in die letzte noch nicht eroberte Stadt zurück, wo sie letztendlich doch besiegt und von der eigenen Rasse beherrscht werden.

Swords and Sorcery Underworld Definitive Edition

Ehe man sich ihnen (in diesem Fall den Unterdrückern sowohl menschlicher als auch höllischer Herkunft) stellen und die Menschheit retten kann, werden sechs Charaktere in die Party gewählt, wobei man zwischen vorgefertigten oder selbst erstellten Charakteren entscheiden kann. Wählt man letzteres, kann man Rasse, Klasse und Geschlecht auswählen. Aufgrund dieser Aspekte schlägt das Spiel dann einige Gesichter vor (ein männlicher Ritter-Zwerg sieht eben nicht so aus wie eine weibliche Elfendiebin), man sucht sich das hübscheste oder grausamste aus und verteilt anschließend noch Fähigkeitspunkte. Diese kann man unter den altbekannten Attributen aufteilen – es gibt Stärke ebenso wie Genauigkeit, Magie, Schnelligkeit oder Intelligenz.

Über Christina Kutscher

Christina Kutscher
Christina wurde im zarten Alter von acht Jahren an die Playstation 1 heran geführt und hat sie sofort ins Herz geschlossen. Einige Jahre und kurze Abstecher in unbekannte Genre später, spielt sie mittlerweile plattformübergreifend alles, was eine gute Story hat, überdurchschnittlich kreativ ist oder einfach nur Spaß macht und schreibt dann darüber.

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