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Review: Superhot – SUPER HOT SUPER HOT SUPER…

Schön stillstehen. Dann wird alles gut. Der da vorne trifft mich nicht, wenn ich langsam nach links ausweiche. Mist, da ist noch einer. Stehen bleiben! Das war knapp! Jetzt keine hektischen Bewegungen mehr, sonst fange ich mir eine Kugel.

Umdenken ist angesagt

Was? Ein Shooter, bei dem man nicht wild herumrennen und hüpfen muss, um nicht getroffen zu werden? Ja, Superhot macht einiges anders. Und das macht gerade den Reiz des Spiels aus. Am Besten stellt man es sich wie ein minimalistisches und entschleunigtes Hotline Miami vor.

Superhot geistert schon länger als browserbasierte Techdemo im Netz herum. Ursprünglich 2013 bei der „7 Day FPS Challenge“ programmiert, hat das Superhot Team, wie sich die Programmierer nennen, nun ein vollwertiges Spiel abgeliefert.

Dieses besticht auf den ersten Blick durch seine ungewöhnliche Ästhetik, die sich durch das ganze Spiel zieht. Das beginnt direkt beim Hauptmenü, dass eine DOS-ähnliche Oberfläche simuliert und in diversen Ordnern viele kleine und große Überraschungen bereithält. Hier wird man beim ersten Start sofort in einen Chatroom mit einem mysteriösen Fremden gezogen, der einen auf dieses tolle Spiel namens „Superhot“ aufmerksam macht und eine gecrackte Version schickt.

Stylisch und gefährlich

Und dann beginnt es. Man wird in eine minimalistische Umgebung geworfen, die nur aus weißen Texturen mit ein paar Schattierungen besteht, während sich von überall rote Gegner nähern. Will man diese nun in gewohnter Shooter-Manier aus dem Weg räumen, wird man sehr schnell das Zeitliche segnen. Ein Treffer ist tödlich, sowohl bei den Gegnern als auch bei sich selbst. Hier kommt nun die besondere Mechanik ins Spiel: Die Zeit läuft nur normal ab, wenn man sich bewegt oder eine Waffe benutzt. Bleibt man stehen, schaltet das Geschehen in eine sehr langsame Zeitlupe. Nun hat man die Gelegenheit, die Standorte und Wege der Gegner zu analysieren und kann mit den vorhandenen Mitteln versuchen, diese zu beseitigen. Bewegt man sich, bewegen sich die roten Gegenspieler auch. Und die Kugeln fliegen. Bei einem Treffer zerfallen die getroffenen Ziele zu kristallinen Splittern, was wegen des roten  Kontrasts vor dem weißen Hintergrund einfach nur stylisch aussieht.

Auf diese Weise versucht man nun jeden einzelnen Gegner im Level unter Beschuss zu nehmen oder mit einer Nahkampfwaffe auszuschalten. Es ist auch möglich, dem Feind die Waffe aus der Hand zu schlagen, diese zu schnappen und dann damit kurzen Prozess zu machen. Wenn man gerade nichts zur Hand hat, tun es auch diverse Gegenstände, wie Billardkugeln oder gar herumstehende Fernseher. Im letzten Drittel des Spiels erhält man außerdem die Fähigkeit, in den Körper des Gegners hineinzuswitchen, was diesen direkt tötet. Diese Mechanik ermöglicht wirklich interessante Taktiken, wie etwa, dass man dem Gegner eine Waffe zuwirft, sich an seine Stelle portiert, die Waffe, die angeflogen kommt, wieder auffängt und den Kollegen zur Linken damit beseitigt. Besser geht es nicht!

Superhot

Nach erfolgreichem Abschluss eines Levels hat man zudem die Möglichkeit, ein Replay auf die von den Programmierern bereitgestellte Seite killstagram.com zu laden und seine Leistung mit der Welt zu teilen.

Über Daniel Martin

Daniel Martin
Irgendwo zwischen Game Boy und NES hat Daniel Mitte der 90er den PC entdeckt und beschäftigt sich bis heute noch damit. Zwar geht er häufiger mit einer PS4 fremd, kehrt am Ende des Tages jedoch immer zum geliebten PC zurück, wo er sich auch für Klassiker begeistern kann. Und wenn mal gar nichts los ist, verschwindet er unter einer Oculus Rift und taucht in die virtuelle Realität ein.

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