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Review: Super Lucky’s Tale – Hüpf und Renn auf der Xbox

Bevor wir mit der eigentlichen Review zu Super Lucky’s Tale beginnen, möchte ich euch eine kleine Anekdote erzählen. Es war zur E3 diesen Jahres, als der Titel auf der Microsoft Konferenz angekündigt wurde. Als eine der verlorenen Seelen, die Jahr für Jahr auf ein Sequel zu Conker’s Bad Fur Day warten, war ich natürlich schon komplett durch den Wind, als dort ein rotes, digitales Nagetier über Bildschirme gehuscht ist. Anschließend kam jedoch die Resignation: Das ist ja gar kein Conker!

Nein, bei Super Lucky’s Tale handelt es sich beileibe nicht um ein Spiel, das in diese Fußstapfen passen würde. Spieler auf Xbox One und Windows PC erhalten ein Sequel zu einem Spiel, das zum Release der Oculus Rift in der virtuellen Realität für Begeisterung gesorgt hat. Auch wenn man nun ohne ein VR-Headset auskommen muss, haben die Verantwortlichen von Playful versucht, möglichst viel Charme zu retten.

Hüpf!

Wie man bereits auf den ersten Blick erkennt, erwartet euch ein Jump’n’Run, wie man es kennt. Die Story ist dabei nur nötiges Beiwerk. Ihr hüpft als Lucky durch die Welt, weicht Geschossen aus und schaltet Feinde aus, sodass stellenweise das Gefühl aufkommt, in einem Titel aus dem Hause Nintendo unterwegs zu sein. Auch wenn die Level nie die Qualität des großen Vorbildes erreichen, kommt vor allem zu Beginn viel Freude dabei auf, die Herausforderungen zu bestehen und den Spielfluss zu genießen.

Doch der Schwierigkeitsgrad zieht mit dem Spielverlauf kaum an, sodass ihr selten vor große Herausforderungen gestellt werdet. Weiterhin geht dem Titel im Verlauf im Bezug auf Fähigkeiten des Charakters die Puste aus, sodass ihr euch mit Lucky’s Standardskills anfreunden müsst, um die Kleeblätter zu erhalten, von denen vier in jedem Level versteckt sind. Diese benötigt ihr, um Zugriff auf weitere Level zu erhalten, von denen es neben den standardmäßigen Thematiken, wie Wüste oder grüne Landschaften, auch eine Bauernhof-Thematik gibt. Damit diese Level öfter besucht werden, müsst ihr im Verlauf des Spiels Backtracking betreiben, um genügend Kleeblätter zu erhalten, was den Spieler jedoch nie nerven dürfte.

Renn!

Die Kameraführung ist in jedem Platformer ein wichtiger Faktor. Sobald diese Grütze ist, kann man das Spiel getrost entsorgen, da dann Sprungpassagen unnötig frustig geraten und man nicht die nötige Übersicht hat. Hier können wir Entwarnung geben, denn der Kameramann in Super Lucky’s Tale leistet gute Arbeit und ihr habt stets die Übersicht, die ihr benötigt.

Das Spiel läuft stets flüssig (auf der alten Xbox mit 30 Bildern pro Sekunde, auf der Xbox One X mit 60) und sieht sehr charmant aus, erreicht jedoch nie die Klasse eines Super Mario Odyssey, da sich die Welten nie so groß unterscheiden, wie man es sich wünschen würde. Auch sind viele Texturen zu grobflächig aufgetragen, sodass man sich dort mehr Feinarbeit gewünscht hätte. Gut gefallen hat uns im Test jedoch die Musikuntermalung, die stellenweise schön albern daherkommt.

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