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Review: Stories Untold – Mystery-Adventure mit 80er Flair, Horror und viel Text

Stories Untold ist nicht das typische Mystery-Textadventure. Es ist besser. Das Spiel beinhaltet vier Episoden, wobei die erste direkt spielbar ist. Nach Beendigung einer Episode wird die nächste freigeschaltet. Sie alle haben unterschiedliche Gameplay Ansätze, wobei das Textadventure-Element bei allen bleibt. Die Storylines sind unterschiedlich und erzählen kurze, aber sehr prägnante Geschichten. Horror wird in Stories Untold mit einfachen Mitteln erzielt. Horror und ich, das ist eine Hassliebe. Doch Stories Untold ist eine neue/alte Art, die mir Angst einjagen kann und mich gleichzeitig dazu verleitet, weiter zu spielen. Neu ist sie, weil einige effektive Elemente die bekannte Art des Erzählens und rein textbasierter Geschichten erweitern. So wird der Text durch Blitze, Geräusche oder Dialoge unterstützt und macht einen noch stärkeren Eindruck.

The House Abandon startet als nostalgische 80er Erinnerung. (Mein gesamtes 80er Wissen habe ich aus entsprechenden Filmen und Serien, das sei an dieser Stelle angemerkt). Was noch seicht und entspannt beginnt, verwandelt sich bald in einen Albtraum. Realität wird ein extrem dehnbarer Begriff und obwohl ich nur Text lese und eintippe, verfalle ich in eine angespannte Erwartungshaltung, warte auf die Auflösung oder das nächste “Zeichen” – ein Geräusch, eine Zahl, ein Jesus auf dem Bildschirm. Etwas. Dass ich immer wieder den gleichen Text lese, steigert meine Spannung nur noch. Doch das Spiel überrascht mich auf ganz andere Art und Weise und bevor ich mich versehe, spielen ich und das Spiel ganz anders miteinander, als ich es gewohnt bin.

Stories Untold

The Lab Conduct versetzt mich in die Rolle eines Laborassistenten. Zumindest glaube ich das. Knöpfe werden gedrückt, Rädchen gedreht, Einstellungen justiert. Was genau ich hier tue, weiß ich nicht. Als Unwissender führe ich Befehle aus und hoffe auf das Beste. Und wieder überrascht mich das Spiel. Es appelliert an Instinkte, weckt mein Misstrauen. Möglicherweise bin ich in Area 51, möglicherweise träume ich, alles ist möglich. Und wieder zeigt mir Stories Untold, was ein wenig Text, rot blinkende Lichter und ein Alarm bewirken können.

Stories Untold

The Station Process spielt in einer Hütte, irgendwo in Grönland. Ein Schneesturm tobt und ich sitze vor einem Bildschirm. Ich kann die anderen Außenposten hören, aber nicht mit ihnen kommunizieren. Wir erhalten Daten und meine Aufgabe ist es, die richtigen Frequenzen einzustellen, um die Nachrichten abzufangen, zu dechiffrieren und einen Prozess in Gang zu setzen. Dieser Teil offenbart minutiöses Rätselraten. Morse Code, das NATO Alphabet, seltsamer Code, der kaum lesbar ist. Auch hier sind die 80er zum Greifen nahe und eigentlich habe ich nicht den blassesten Schimmer, was meine Eingaben bewirken. Schon nach einiger Zeit wird klar, etwas unvorhergesehenes passiert. Nach und nach verschwinden Außenposten, doch niemand erklärt, was draußen vor sich geht. Später begebe ich mich in den Schneesturm, die Generatoren müssen manuell eingeschaltet werden. In First Person Perspektive versuche ich in dem Gestöber etwas zu erkennen. Kurze Zeit später sitze ich mit offenem Mund vor meinem Bildschirm.

Stories Untold

The Last Session führt all die bisher sehr rätselhaften Episoden zusammen. Namen sind mehrmals aufgetaucht, ein Verdacht formte sich in meinem Kopf. Episode 4 erzählt ebenso eloquent und einfallsreich wie die bisherigen Teile die Geschichte und verbindet sie zu einem Gesamtwerk, das weit weniger übernatürlich, aber nicht minder dramatisch ist. Es dürfte offensichtlich sein, wieso das alles ist, was ihr wissen solltet.

Stories Untold

Stories Untold erschien am 27. Februar für den PC.

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