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Review: Star Hammer: The Vanguard Prophecy

Black Lab Games und Slitherine Ltd. beglücken uns mit dem Weltraumtaktikspiel Star Hammer: The Vanguard Prophecy. Ob es nun wirklich Glück ist oder ob „beglücken“ in dicken Anführungszeichen gesehen werden sollte, verrät euch unsere Review.

Die „Story“

… ist ebenso nebensächlich wie dilettantisch erzählt. Ihr seid der Nachwuchs eines Admirals der Flotte, aktuell noch in der Ausbildung und eher, ahem, unterdurchschnittlich in den Leistungen. Zu Beginn eurer Karriere (= im Tutorial) wird euch erst ein Freund, danach der leitende Ausbilder während eines Überfalls auf eure Übung über den Haufen geschossen. So gelangt ihr an euer erstes offizielles, wenngleich provisorisches, Kommando über eine Corvette mit zwei kleinen Jägern als Begleitschiffe.
Von dort an geht es für euch persönlich auf der Karriereleiter schnell nach oben – ein neuer Rang bedeutet oft ein neues, größeres Schiff und zwischendrin gibt es immer mal wieder neue Crewmitglieder. All das braucht ihr auch, um Piraten und den Angriff einer Alienrasse abzuwehren und zwischendurch noch euren Vater zu finden, der irgendwie verschwunden ist und dabei den CEO des „Konsortiums“ gekidnappt hat.
Klingt verworren? Ist es auch. Da hilft es dann auch nicht, dass die Story im Textformat zwischen und, als Konversation zwischen Crewmitgliedern, in den Missionen erzählt wird – und sich dabei teilweise eines eigenen Vokabulars bedient, im Versuch eine interessante Welt und Situation zu entwerfen. Alles, was damit jedoch erreicht wird, ist den Spieler zu verwirren, jegliche Identifikation mit der eigenen Crew zu unterminieren und ihn dazu zu bringen, sich nur schnell durch die Missionsdialoge zu klicken, um endlich wieder kämpfen zu können. Gut gemacht.

Star Hammer: The Vanguard Prophecy

Vor dem Kampf…

… platziert ihr eure kleine Flotille, zu Beginn bestehend aus besagter Corvette samt zwei kleinen Jägern als Begleitung, auf einem Rasterfeld. Damit wird die Grundformation und die Startposition festgelegt. Positiv fällt auf, dass die Schiffe nicht nur auf der x- und y-Achse bewegt werden können, sondern auch stufenweise auf der z-Achse. So entsteht zumindest ein dreidimensionales Kampfgeschehen (Spoiler: Es ist fast so überflüssig wie ein Kropf). Vorbereitung gut und schön – es bringt aber nur sehr bedingt was, da ihr keinerlei Informationen habt, wo und wie der Gegner auf der Map platziert ist. Eine taktische Reaktion darauf ist also nicht möglich.
Ebenfalls könnt ihr in diesem Screen die Zusammenstellung eurer Flotte verändern, sofern ihr entsprechende Alternativen habt. Es stehen eine bestimmte Anzahl an Kommandopunkten zur Verfügung. Diese steigt mit eurem Fortschritt in der Kampagne, eure Flotille wird also immer größer.
Außerdem könnt ihr Verstärkungen fordern. Kurz gesagt sind das Schiffe, die eurem verfügbaren Pool nach einer Zeit, manchmal auch mitten in einer Mission, hinzugefügt werden. Natürlich sind die Verstärkungspunkte, die Währung mit denen ihr diese Schiffe kauft, ein rares Gut und ihr tätet gut daran, eure Verluste klein zu halten.

2 Kommentare

  1. Sehr gute Rezension, hat mir sehr gut geholfen. Schön gerade, dass eben kein Süßholzgeraspel bei den Schwächen stattfindet.

    • Christoph Hombergs
      Christoph Hombergs

      Hi,
      danke für das Feedback!
      Spiele in Watte packen und alles über den grünen Klee loben nutzt ja keinem was. Mit einem offenen und ehrlichen Test fahren alle Seiten besser – inklusive des Entwicklers, der vielleicht (oder ziemlich sicher) erstmal etwas enttäuscht über die nicht ganz so gute Wertung sein dürfte, aber für die Zukunft hoffentlich die ein oder andere Anregung mitnimmt, was er beim nächsten Mal besser machen kann.
      Für dich bzw. euch als Leser ist es sowieso wichtig, dass wir offen und ehrlich an Tests gehen – und damit im Umkehrschluss auch für uns, damit unsere Glaubwürdigkeit erhalten bleibt.

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