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Review: Slime Rancher – One Gordo to rule them all

7. September 2018

Review: Slime Rancher – One Gordo to rule them all

Slime Rancher ist eines dieser Spiele, bei welchem man den Trailer sieht und auch allerlei Informationen zum Titel liest, am Ende aber doch nicht schlauer ist, was genau man dort eigentlich macht. Pünktlich zum Release für die Xbox One und PS4 haben wir uns in die ferne, ferne Weite begeben.

Beatrix LeBeau, Slime Rancher

1000 Lichtjahre von der Erde entfernt, auf einem Planeten bekannt als „Ferne, ferne Weite“, beginnt Beatrix LeBeau ihren ersten Tag als Slime Rancher.

Wir sagen der Erde Lebewohl und begeben uns auf einen uns vollkommen fremden Planeten. Dort beginnen wir als so genannter Slime Rancher mit unserer Arbeit. Das heißt zu Beginn: Wir erkunden die Welt, entdecken seltsame Schätze, begegnen farbenfrohen Slimes, fangen farbenfrohe Slimes, bauen Gehege für unsere Slimes, finden ziemlich große Slimes, werden von ziemlich wütenden Slimes verfolgt, beschießen wütende Slimes mit unserer Wasserpistole, erfreuen uns an den Essgeräuschen der Slimes und machen vor verschlossenen Türen Halt.

Slime Rancher Screenshot
Blühende Landschaften

Zusammengefasst. Das Konzept scheint simpel, doch ist eben jenes unglaublich motivierend und zugleich entspannend. Auf unserer Reise durch die unbekannte Welt entdecken wir immer wieder neue Ecken. Die Freude, wenn man einmal einen neuen Slime entdeckt und auch gefangen hat, ist unbeschreiblich. Dabei müssen wir auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Slimes achten.

Slime Rancher Screenshot
Die Bedürfnisse der Slimes haben auch einen Einfluss auf das Gehege ihrer Wahl

Nach dem Fangen unserer Slimes errichten wir Gehege, um diese artgerecht halten zu können. Phosphor-Slimes kann man beispielsweise nur nachts fangen, entsprechend bevorzugen diese auch ein Gehege, das sich entweder in einer Höhle befindet, oder aber von einer Sonnenblende geschützt wird. Des Weiteren bevorzugen die unterschiedlichen Slimes auch unterschiedliche Mahlzeiten. Der Pink-Slime ist nicht wählerisch und frisst alles, was man ihm entgegenwirft. Außergewöhnliche Slimes wie der Honig-Slime bevorzugen wiederum exquisite Minzmangos, die man erst einmal finden muss. Die Vorlieben der Slimes begrenzen sich zwar auf Früchte oder Gemüse, doch belohnen die Slimes mit der doppelten Menge an Plorts, wenn man ihnen eine spezielle Frucht oder Gemüse in das Gehege wirft.

Doch wofür braucht man eigentlich Plorts und was ist das überhaupt? Die Plorts sind das, was euch die Slimes hinterlassen, sobald sie gefressen haben. Erhaltet ihr also je Mahlzeit die doppelte Menge, ist das natürlich von Vorteil. Die Plorts könnt ihr nämlich in Geld umwandeln, mit welchem ihr eure Ranch nach und nach verbessern könnt. Dabei müsst ihr auf den aktuellen Kurs achten, da der Markt sich sehr an Angebot und Nachfrage orientiert. Verkauft ihr Unmengen derselben Plorts, sinkt der Verkaufspreis. Habt ihr eine Sorte Plorts eine lange Zeit nicht verkauft, steigt der Preis wiederum.

Slime Rancher Screenshot
Der Marktplatz in Slime Rancher

Neben dem Markt könnt ihr auch Aufträge für eure Nachbarn erledigen, um an Geld zu kommen. Diese haben ebenfalls unterschiedliche Vorlieben. Während der eine vor allem diverse Hühner fordert, möchten andere seltene Plorts oder Slimes, bevor sie euch mit Geld und Waren belohnen. Natürlich könnt ihr nicht einen Auftrag nach dem anderen erledigen, da die Nachbarn irgendwann auch einmal versorgt sind.

Show me the money

Mit eurem hart verdienten Geld könnt ihr nach und nach allerlei nützliche Sachen kaufen. Ihr könntet beispielsweise die Zäune eurer Gehege erhöhen und diese ebenfalls mit einem Dach versehen, um fliegende Slimes an der Flucht zu hindern. Des Weiteren gibt es auch Komfortverbesserungen für die Gehege. Während ihr am Anfang noch mühselig in die Umzäunung lauft und die verdienten Plorts einsammelt, könnt ihr später auch einen Plortsammler kaufen, der diese bequem aus dem Gehege saugt und euch an einer Abholstation serviert. Außerdem könnt ihr auch eine Futterquelle einrichten, die euren Slimes nach einer bestimmten Zeit das Essen ins Gehege schleudert. Diese müsst ihr allerdings manuell befüllen, um es nicht zu einfach zu machen.

Früher oder später solltet ihr der Bequemlichkeit halber innerhalb eurer Farm Futterquellen erbauen. Ob ihr nun Quaderbeeren anbaut oder einen Hühnerstall errichtet: Auch diese Bauten könnt ihr im Laufe der Zeit mit Sprinklern oder Vita-Strahlen verbessern, um eure Früchte oder Tiere schneller gedeihen zu lassen. Die Slimes sind schließlich hungrig.

Doch nicht nur Verbesserungen innerhalb der Farm, sondern auch neue Orte können mit eurem Geld freigeschaltet werden. Einige erweitern eure Farm um mehr Bauplätze, andere lassen euch in einem Labor Verbesserungen erforschen und wieder andere öffnen den Weg zu vollkommen neuen Gebieten, die natürlich auch neue Slimes und Gordos erhalten.

Das Königreich Ferne, Ferne Weite

Und wieder ein Fremdwort. Gordos. Gordos sind viele kleine Slimes, die sich zu einem riesigen Slime zusammengekuschelt haben. Das Besondere ist, dass diese riesigen Slimes spezielle Gegenstände oder auch Schlüssel verstecken. Statt die Gordos aber in Shootermanier einfach abzuschießen, müssen wir sie so lange mit der Mahlzeit ihrer Wahl füttern, bis sie explodieren und wieder zu einem Haufen kleiner Slimes zerfallen.

Slime Rancher Screenshot

Dabei finden wir beispielsweise Schlüssel, die verschlossene Tore innerhalb der Welt öffnen. Hier geht das Spiel wieder von vorne los: Wir finden neue Slimes, beherbergen diese auf unserer Ranch, erzeugen Plorts, indem wir das Essen ihrer Wahl servieren, werden immer reicher, kaufen immer mehr. Doch ist das schon alles?

Nein. Haben wir unsere Farm vermeintlich so gut hochgezüchtet, dass wir problemlos davon leben können, gilt es, die Geschichte von Beatrix LeBeau weiter zu erkunden. Dabei stoßen wir auf Spuren unseres Vorgängers, der dieses Land ebenfalls für sich entdeckt hat, aber eine andere Abzweigung genommen hat. Um uns während unserer Reise zu helfen, hat dieser in der ganzen Welt Hinweistafeln verstreut, in welchen er davon erzählt, was er an jener Stelle erlebt hat. Ob und wie wir seinem persönlichen Weg folgen, bleibt uns überlassen.

Fazit

Caroline ValdenaireIch wusste nicht wirklich, was mich bei Slime Rancher erwarten würde. Es sah knuffig aus und ich hatte es seit einer gefühlten Ewigkeit auf meiner ToDo. Pünktlich zum Konsolen-Release durfte ich nun also testen, ob das niedliche Spiel meinen Erwartungen gerecht wird. Und was soll ich sagen, es ist bezaubernd. Die Steuerung auf der PS4 war durch die Bank intuitiv und einfach gestaltet, sodass sogar mein Sohn sehr einfach mit der Bedienung zurecht kam.

Generell ist es schön, dass Slime Rancher sowohl für gestresste Erwachsene als auch neugierige Grundschüler interessant ist. Durch die verschiedenen Spielmodi kann man das Spiel weiter vereinfachen, indem man beispielsweise die gefräßigen Terrs komplett deaktiviert. Die Reise durch die Ferne Weite ist unterhaltsam und motiviert Stunde um Stunde. Noch eine Region, noch ein neuer Slime, noch ein neues Gehege und vielleicht mal ein Jetpack? Langzeitspaß ist bei Slime Rancher garantiert. Egal für welche Altersklasse. Ich bin begeistert.

Slime Rancher Titelbild
Slime Rancher
Bezaubernd. Niedlich. Toll.
Reader Rating1 Vote86
riesige Spielwelt
viele Möglichkeiten, Geld auszugeben
verschiedenste Slimes mit unterschiedlichen Bedürfnissen
motivierendes Gameplay
Neugierde wird belohnt
85

Caroline Valdenaire hat Slime Rancher auf der Playstation 4 gespielt.
Das Rezensionsexemplar wurde uns freundlicherweise von Swordfish PR zur Verfügung gestellt.

Caroline Valdenaire

Caro blickt auf eine abwechslungsreiche Spielekarriere zurück - schließlich darf sie sich schon seit Mitte der 90er ein Zockerweibchen nennen. Am liebsten spielt sie im Team, damit sie dann alle - wie im echten Leben - bemuttern kann. Inzwischen haben es ihr vor allem die Survivalspiele angetan. Bei Gameplane ist sie irgendwie Mädchen für alles, hauptsächlich aber Madame Chefredakteurin.