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Review: Resident Evil 7 – Das Haus, das Verrückte macht

2. Februar 2017
Daniel Martin

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Review: Resident Evil 7 – Das Haus, das Verrückte macht

„Horror is coming home.“ Dies steht in großen Lettern hinten auf der Verpackung von Resident Evil 7. Langjährige Spieler wissen jedoch: Das hat Capcom schon mehr als einmal versprochen. Anhand der PS4-Version zeigen wir auf, wieso das Studio dieses Mal Wort gehalten hat und die Reihe zu altem Glanz führen kann.

Neues Setting, alter Glanz

Mia Winters ist verschollen. Drei Jahre lang hört ihr Mann Ethan nichts von ihr. Bis sie eines Tages aus heiterem Himmel eine E-Mail an ihn schickt. Kurz und knapp steht dort nur, dass er sie von der Baker-Farm in Louisiana abholen soll. Rein ins Auto und zu diesem wahrlich mysteriösen Ort gefahren.

Die Sonne scheint durch die Blätter, während ich als Ethan die Kontrolle übernehme und durch die Sumpflandschaft stapfe. Allerlei Getier fliegt mir vor dem Gesicht herum und ich versuche es mit wedelnden Gesten zu vertreiben, während ich mich meinem Ziel nähere. In der Ferne taucht bedrohlich das Haupthaus der Baker-Farm auf. Düster, alt und vermodert umgibt diesen Ort eine unheilige Aura, welche sich auch in vielen toten Vögeln und sogar Leichenteilen einiger Tiere manifestiert, die schon fast kunstvoll auf dem Weg angeordnet sind.

Resident Evil 7

Über diverse Umwege gelange ich ins Haus. Was nun folgt, entspricht zum größten Teil der vielen Spielern schon bekannten Demoversion von Resident Evil 7. Hier und da hat Capcom natürlich Veränderungen eingebaut, aber das Spielprinzip bleibt gleich. In der Ego-Perspektive erkunde ich das verfallene Haus, öffne Schubladen und Schränke, nur um letztlich eine Videokassette zu finden. Ja, dieses uralte Medium aus dem letzten Jahrtausend. Der passende Fernseher samt antiquiertem Abspielgerät steht bereit und ich finde mich inmitten des Videos wieder, welches ein vergangenes Ereignis darstellt, das ich nun in der Haut des Kameramannes durchspielen kann. Überhaupt ist diese Idee sehr gut umgesetzt. Im weiteren Spielverlauf tauchen solche Bänder immer wieder auf. Diese ermöglichen einen interaktiven Blick in verschiedene Zeitebenen der Story, immer aus anderen Perspektiven. Und wenn ich dort die Augen aufhalte, gibt es sogar den ein oder anderen Hinweis für ein Problem, das mir gerade außerhalb des Tapes begegnet ist.

Resident Evil 7
Daniel Martin

Irgendwo zwischen Game Boy und NES hat Daniel Mitte der 90er den PC entdeckt und beschäftigt sich bis heute noch damit. Zwar geht er häufiger mit einer PS4 fremd, kehrt am Ende des Tages jedoch immer zum geliebten PC zurück, wo er sich auch für Klassiker begeistern kann. Und wenn mal gar nichts los ist, verschwindet er unter einer Oculus Rift und taucht in die virtuelle Realität ein.