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Review: Pokémon Tekken DX – Alles Deluxe macht die Switch?

Die letzten Jahre waren für das Pokémon-Franchise wirklich sehr besonders: Im vergangenen Jahr kam nicht nur Pokémon GO heraus, das den Hype um die Taschenmonster auf eine komplett neue Ebene katapultiert hat, sondern auch Pokémon Sonne und Mond, welche das bekannte Handheld-RPG-System generalüberholt haben. Doch bereits ein Jahr zuvor ist mit Pokémon Tekken ein Spin-Off zu dem Franchise für die Wii U erschienen, das man so nicht erwartet hätte. Dort prügelt ihr euch in Echtzeit mit verschiedenen Taschenmonstern um den Sieg – das Kampfspiel konnte in unserem damaligen Test jedoch nur 61% abräumen. Nun ist mit Pokémon Tekken DX ein erweiterter Ableger für die Nintendo Switch erschienen. Wie dieser sich im täglichen Kampf schlägt, erfahrt ihr in folgender Review.

Jeder hat so seine Phase

Im Vergleich zu anderen Prügelspielen gibt es im Pokémon-Fighter ein besonderes System: die Phasen. Ein Kampf besteht aus zwei unterschiedlichen Phasen: In der Feldphase könnt ihr euch frei auf dem dreidimensionalen Feld bewegen und so eure Geschwindigkeit ausspielen sowie eher auf Fernkampfattacken setzen. Sollte euch ein starker Treffer gelingen, wechselt das Spiel in die sogenannte Duellphase, in der ihr euch, wie in einem klassischen Beat ‚em Up, ordentlich zweidimensional prügelt. In der zweiten Phase kommt es darauf an, möglichst viel Schaden zu verursachen, bis ein erneuter Phasenwechsel ansteht.

Zu Beginn wird euch das System eher verwirren, doch stehen euch umfangreiche Tutorials zur Verfügung, die so ziemlich alle Details des Spiels erklären: Die Attacken sind in ein Stein-Schere-Papier ähnlichen System untergeordnet, sodass es zu jedem Angriff einen passenden Konter gibt. Die Kombination von Attacken, Finten, Resonanz und mehr gehören dabei schon eher zu der tiefer greifenden Materie des Spiels.

Pokemon Tekken DX

Übrigens müsst ihr keine Angst vor den normalerweise vorherrschenden Elementarvorteilen haben. Denn diese fallen weg, sodass ihr mit einem Glurak gegen ein Empoleon kämpfen könnt, ohne einen Nachteil zu befürchten. Weiterhin gibt es die sogenannten Helfer-Pokémon, die euch im Kampf unterstützen können, sobald die zugehörige Leiste aufgeladen ist.

Ich will der Allerbeste sein

Als Solospieler kämpft ihr euch an die Spitze der Ferrum-Liga, wobei das, genauso wie im Vorgänger, eher monoton daherkommt. Auch wenn es unterschiedliche Missionen für die Liga gibt, artet der Liga-Modus doch eher in einen Grind aus. Da hilft auch keine simple Geschichte, die euch verzweifelt versucht zu motivieren. Nett sind die neuen täglichen Herausforderungen, die jedoch nicht so wirklich herausfordernd sind.

Ein großer Vorteil für alle Spieler, die sich nicht lange mit dem Singleplayer beschäftigen, sondern sofort in den Mehrspielermodus starten wollen, ist, dass das Spiel keine Kämpfer vor euch versteckt, sondern die ganze Palette von Anfang an bereit steht. Wie man es erwartet, macht Pokémon Tekken DX vor allem im Mehrspielermodus Spaß. In jenem Multiplayer könnt ihr euch ordentlich verprügeln – ob nun mit einem Joy-Con, einem Pro Controller oder aber online. Online-Kämpfe liefen dabei stets flüssig ab und die neuen Gruppen sorgen für noch mehr Motivation.

Technisch solltet ihr keine riesigen Sprünge im Vergleich zur Wii U-Fassung erwarten. Das Spiel läuft flüssig – egal in welchem Modus. Dabei sehen vor allem die Effekte ziemlich gut aus und die Modelle der Kämpfer sind sehr detailliert. Im Vergleich dazu fallen die einzelnen Arenen mit ihren groben Texturen stellenweise doch ziemlich ab.

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