Home » Artikel » Reviews » Review: Overcooked – Viele Köche machen leckeren Brei

Review: Overcooked – Viele Köche machen leckeren Brei

Vor einem knappen Jahr hat der Mehrspieler-Hit Overcooked seine Premiere auf PlayStation 4, Xbox One und dem PC gefeiert. Seitdem hat das Spiel unzählige Fans begeistert, Auszeichnungen abgeräumt und zwei DLC-Pakete spendiert bekommen. Was liegt also näher, als den Titel in einer Special Edition für die Nintendo Switch umzusetzen? Das haben sich auch die Entwickler von Ghost Town Games gedacht. Daher haben wir nun die Ehre, euch den Test zur Switch-Portierung von Overcooked: Special Edition zu präsentieren.

Die Welt geht unter!

Auch wenn es sich bei Overcooked um ein Spiel handelt, das ihr vor allem in einer geselligen Runde spielt, startet der Titel recht dramatisch: Das Zwiebelkönigreich droht unterzugehen! Ein riesiges Spaghetti-Monster attackiert es und eure einzige Chance das Königreich zu retten ist es, es zu füttern. Jedoch scheitert ihr mit dieser Aufgabe grandios. Daher werdet ihr vom Zwiebel-König in die Vergangenheit geschickt, damit eure zwei Köche lernen ein Team zu sein und zu kochen. Startet ihr ein Level, seht ihr oben links im Bild eine Liste an Gerichten, die ihr im vorgegebenen Zeitrahmen zubereiten müsst. Sollte das nicht gelingen, bekommt ihr Punkte abgezogen, was wiederum zu einer schlechteren Bewertung am Ende des Levels führt. Wollt ihr beispielsweise eine Tomatensuppe köcheln, müsst ihr drei Tomaten schneiden, diese in einen Topf packen, kochen lassen und anschließend auf einem Teller euren Gästen servieren. Anschließend muss das dreckige Geschirr gespült werden, damit ihr genügend Teller am Start habt. Es gibt also allerhand zu tun für eure zwei Köche.

Overcooked

Ihr habt richtig gelesen: Es sind zu jeder Zeit zwei Köche auf dem Bildschirm unterwegs. Solltet ihr nur daran interessiert sein, das Spiel im Singleplayer zu zocken, seid gewarnt. Ihr müsst in diesem Fall die Kontrolle über zwei Köche übernehmen, dabei wechselt ihr über die Schultertasten hin und her. Während der erste Koch beispielsweise Tomaten für die Suppe schnippelt, kümmert sich der andere um das dreckige Geschirr. Ihr müsst euch also eine Taktik zurecht legen, damit ihr beim Kochen keine Zeit verschwendet und eure Gäste nicht verärgert. Im Vergleich zum Koop-Modus kommt hier jedoch weniger Spaß auf, da das Spiel in Stress ausartet.

Viele Köche, viel Spaß

Daher solltet ihr den Titel unbedingt im Koop-Modus spielen, nur dort könnt ihr wirklich lustiges Chaos erleben. Denn Kommunikation ist das A und O bei Overcooked! Während der eine Spieler das Fleisch für einen Burger zubereitet, kann dem anderen die Aufgabe gegeben werden, das Brötchen mit Salat zu garnieren. Nach einer Weile könnt ihr so zu einem eingefleischten Team heranreifen. Doch so richtig Chaos bringen die einzelnen Stages mit ihren Besonderheiten ins Spiel. Denn in einem Level habt ihr beispielsweise das Vergnügen in einer fahrende Küche, die von zwei LKWs transportiert wird, zu kochen. Wir müssen an dieser Stelle nicht erwähnen, dass die Fahrzeuge sich dabei immer wieder entfernen und annähern, sodass ihr in einem unachtsamen Moment herunter segeln könnt. Oder aber eure Küche wird von Mäusen heimgesucht, die eure Zutaten klauen – egal ob diese roh herumliegen oder bereits geschnitten sind.

Dabei laufen die Stages stets drei Minuten lang und das Ziel ist es, möglichst viele Gerichte zu servieren, um eine hohe Punktzahl zu erreichen, wodurch wiederum ein Sterne-Rating am Ende des Levels freigeschaltet wird. Um neue Level zu erhalten, müsst ihr eine bestimmte Anzahl an Sternen haben, was gerade im Verlauf des Spiels ärgerlich sein kann, da ihr frühere Stages erneut zocken müsst und dabei unter Druck gesetzt werdet, möglichst perfekt zu spielen. In diesen Momenten kann aus einer fröhlichen Session eine verkniffene Partie werden, bei der ihr euch über Fehler ärgert statt darüber zu lachen. Im Verlauf des Spiels schaltet ihr außerdem verschiedene Köche frei, mit denen ihr die Küche anschließend unsicher machen könnt.

Overcooked

Neben den normalen Stages, habt ihr in der Special Edition Zugriff auf die zwei DLCs, die sich thematisch um die Weihnachts- und die Urlaubszeit drehen. Dabei gibt es natürlich allerhand Rezepte, die sich thematisch in die DLCs einfügen und sogar Umgebungen und Level-Perks passen wie die Faust aufs Auge.

Koop hui, Versus pfui

Zusätzlich zum wirklich spaßigen Koop-Modus, habt ihr die Möglichkeit den Titel im Versus-Modus zu zocken. Darin tretet ihr gegen eure Freunde in einem Cook Off an. Ein Spieler steuert je zwei Köche – ähnlich wie im Einzelspielermodus. Zwar besteht hier nicht der Zwang möglichst gut zu kochen, da es hier nicht um Sternebewertungen geht, trotzdem werdet ihr nach ein paar Runden wieder in den Koop-Modus wechseln, da es einfach mehr Spaß macht gemeinsam zu kochen.

Overcooked

Egal ob Koop oder Versus – die Nintendo Switch ist wie für Overcooked gemacht. Zu jeder Zeit könnt ihr mit euren Freunden auf der Konsole spielen. Denn egal, ob ihr mit einem Pro Controller oder den kleinen Joy-Cons spielt, der Titel lässt sich stets präzise steuern und das Bild kommt auch auf dem Switch-Display gut rüber. Technisch ist die Umsetzung gut gelungen und wir konnten in unserem Test keine großen Schwächen erkennen, auch wenn die Switch-Fassung eine sprunghafte Framerate hat und der Titel ein wenig ruckelt. Das soll jedoch in den kommenden Wochen mit einem Patch behoben werden, sodass wir dem Titel deswegen keine schlechtere Wertung verpassen.

Sag uns deine Meinung:

Auch interessant!

Releases November

Die interessantesten Games der kommenden Woche: 13. bis 19. November

Neben den großen, bekannten Publishern und Entwicklern mit ihren AAA-Titeln sollte man auch die kleinen ...