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Review: Outlast 2 – Wo ist Mama, wenn man sie braucht?

Nachdem der Besuch in der Irrenanstalt aus Outlast ein Horror-Spektakel der Extraklasse war, handelte es sich nur um eine Frage der Zeit, bis die Entwickler von Red Barrels den „Spaß“ in einem neuen Ableger zurückbringen. Outlast 2 soll den gelungenen Grusel aus dem Vorgänger und dessen DLC Whistleblower einfangen, aber mit einem größeren Setting und neuen Ideen weiter verbessern. Wir konnten es uns also nicht nehmen lassen und wagten es, bewaffnet mit stahlharten Nerven, das Horrorspiel gründlich zu überprüfen. Wer die Nerven hat, kann sich vorher natürlich noch einmal den Teaser zu Gemüte führen.

Willkommen in der freundlichen Nachbarschaft.

Wir wissen alle: Journalisten sind verrückte Menschen. Für eine gute Story wird nun einmal alles getan, dazu gehört es eben auch einer kuriosen Mordgeschichte zu folgen. Diese führt uns unweigerlich zu einer kleinen Ortschaft, welche gut geschützt und umgeben von Wäldern, mit dem Hubschrauber angeflogen wird. Die Landung vor Ort funktioniert ganz klischeehaft, so wie immer, nämlich gar nicht. Kurze Charaktereinführung, Absturz, Feuer, Lärm und schon stehen wir alleine im Dunkeln. Nach der kurzen Sequenz beginnt die Horrorachterbahn auch schon.

Wie sich schnell herausstellt, sind die Bewohner nicht allzu hilfreich. Seltsame Symbolik, grausame Verstümmelung und Unmengen an Blut sind überall zu sehen. Hinweise auf brutale Aktivitäten von Anhängern eines Kultes, die zu allem Überfluss noch in zwei Fraktionen unterteilt zu sein scheinen, trüben das gesamte Blickfeld. Statt also direkt nach Hilfe rufend andere Menschen zu suchen, begeben wir uns erstmal auf die Suche nach Antworten. Und natürlich nach unseren verunglückten Kollegen.
Outlast 2

Wo ist meine Machete? Sturmgewehr? Wenigstens eine Pistole?

Im Gegensatz zu vielen Genrevertretern steuern wir in Outlast keinen vollbewaffneten Supersoldaten, sondern müssen uns, analog zum Vorgänger, mit einem durchschnittlichen Journalisten zufrieden geben. Entsprechend ist die Waffe unserer Wahl die… Kamera. Als Verteidigung gegen allerlei Unholde, die uns das Spiel entgegen wirft, dient lediglich die beste aller Verteidigungsmaßnahmen: Die gute alte Flucht!

Allerdings verfügt auch hierbei unser Super-Journalist keine übermenschlichen Fähigkeiten, sondern ermüdet und verletzt sich wie jeder andere Mann mit Kamera nun eben auch. Einen ausgezeichneten Riecher haben wir als waschechter Feigling allerdings für gute Verstecke. Das Sortiment aus Schränken und Betten des Vorgängers wurde nun um Baumstümpfe, Fässer, hohes Gras und Wasser erweitert. All diese Orte eignen sich ideal als Verstecke und erlauben sowohl Spieler als auch Protagonist eine kurze Atempause. Das gilt allerdings nur, wenn wir uns ungesehen in ein Versteck bewegen konnten.

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