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Review: Oculus Rift – Bin ich da schon drin, oder was?!

Virtual Reality ist hier.

Zumindest für die, die sie sich leisten können.  Als beim Start des Vorverkaufs der Oculus Rift der Preis von 599 Dollar genannt wurde, blieb vielen die Begeisterung im Halse stecken. Wer sich doch getraut hat,  die VR-Brille in den Warenkorb zu legen (falls der Shop denn erreichbar war), auf den wartete der nächste Schock: Mit allen Versandkosten und Steuern stieg der Preis auf fast 750 Euro. Das war nicht die virtuelle Realität für den Massenmarkt, die Palmer Luckey jahrelang gepredigt hat. Entsprechend groß war die Enttäuschung bei vielen potentiellen Käufern.

Wir haben die Oculus Rift auf Herz und Nieren getestet und teilen euch mit, ob sich die neue Technik dennoch lohnt.

Tücken und Technik

Nach jahrelanger Entwicklung und diverser Prototypen und Developer Kits ist sie endlich da. Die Consumer Version CV1 der Oculus Rift. Zuerst einmal nüchterne Fakten über die Hardware:

  • Display: OLED
  • Auflösung: 2160×1200
  • Bildwiederholrate: 90 Hz
  • Blickfeld: 110°
  • Erfassung: 152 x 335cm
  • Sensoren: Accelerometer, Gyroscope, Magnetometer,  360-Grad Positionstracking
  • Anschlüsse: HDMI, USB 2.0, USB 3.0
  • Sound: 3D-Sound

Klingt ordentlich. Problematisch an der Sache ist, dass auch die technischen Daten des eigenen Computers stimmen müssen. Denn um das Display immer mit mindestens 90 FPS zu befeuern, braucht es leistungsstarke Hardware, da es ansonsten schnell zur Übelkeit kommen kann. Diese Hardware kostet entsprechend, somit steigt der Preis für das VR-Erlebnis natürlich nochmals an. Die offizielle Mindestvoraussetzung ist folgende:

  • Grafik: Nvidia GTX 970 / AMD 290
  • CPU: Intel i5-4590  oder ähnliche AMD CPU
  • RAM: 8 GB
  • Anschlüsse: 1x HDMI 1.3, 2x USB 3.0 (1x USB 2.0 für Xbox One Wireless Controller)
  • Windows 7 SP1

Das ist drin!

Die edel gestaltete, schwarze Box samt Tragegriff in weißem Schuber wird mit Magneten verschlossen und beim Aufklappen präsentiert sich der Inhalt entsprechend einladend. Im Deckel eingelassen ist nur eine Willkommensnachricht mit dem Hinweis, wo man das Setup herunterladen kann.

Oculus Rift Box

Der Inhalt der Box besteht aus:

Das Herzstück: Die VR-Brille

Im Vergleich zur Konkurrenz von HTC (und den DevKits) sieht das Oculus Rift CV1-Headset fast schon unspektakulär aus.

Eine ebene Plastikabdeckung mit dem kleinen, eingravierten Schriftzug. An den Seiten weicht das Plastik einem rauhen, stoffähnlichen Bezug und geht in die Bügel über, mit denen man per Klettverschluss das Headset an den Kopf anpassen kann. Hinten befinden sich weitere Sensoren zum Tracking. Der Innenteil mit den Linsen, sowie die Bereiche, die das Polster für das Gesicht bilden, sind in einem angenehm weichen, schaumstoffartigen Bezug ausgekleidet. Außerdem befinden sich seitlich auch die verstellbaren (und demontierbaren) 3D-Kopfhörer. An der Unterseite befindet sich die einzige Einstellung, die die Brille zulässt. Hier kann man mit einem Schieberegler den Pupillenabstand regeln um für ein klares Bild zu sorgen.

Oculus Rift

Hoffen wir, dass die Klettverschlüsse und Teile, die direkt mit der Haut in Kontakt kommen, nicht allzu schnell verschleißen. Allgemein wirkt die Brille jedoch sehr hochwertig, nichts klappert und die Verarbeitung stimmt.

Der Sensor

Hier weicht das unspektakuläre Design einem Simplizismus, der jedoch wirkt. Eine einfache Stange hält den Sensor, der für das Tracking der VR-Brille zuständig ist. Dieser ist ebenso einfach eine kleine, runde Röhre, die man neigen kann. Zusammen mit dem Fuß ist der Aufbau sehr schwer und garantiert damit einen sicheren Halt. Auch hier machen Verarbeitung und verwendete Materialien einen sehr guten Eindruck.

Oculus-Rift-7

Die Oculus Remote

Viel kann sie nicht, die kleine Fernbedienung, die im teuren Paket enthalten ist. Sie besitzt die nötigsten Tasten, beispielsweise Laut und Leise, ein Zurück-Button und ein Click-Wheel. Prinzipiell dient sie nur zur Bestätigung der mittels Headtracking ausgewählten Buttons im virtuellen Raum.

Das Xbox One Wireless Gamepad

Hierzu braucht man nicht viel sagen. Die Qualität und Ergonomie des Xbox One-Controllers ist unerreicht. Beiliegend ist der entsprechende Wireless Receiver, der einen USB 2.0-Platz belegt. Das Gamepad entspricht 1:1 der handelsüblichen Ausführung.

Außerdem Kleinkram

Ein Tool zum Demontieren der Kopfhörer, Zwei AA-Batterien für den Controller, zwei Aufkleber mit dem Oculus-Logo als Motiv und ein Mikrofasertuch zur Reinigung der Linsen. Darüber hinaus der übliche Garantie-Papierkram.

Alles in allem wirkt die komplette Hardware durch die Bank weg sehr hochwertig und ist schlicht, aber ansprechend im Design.

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