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Review: Nioh – Nichts für schwache Nerven

Ein tiefer Atemzug mit geschlossenen Augen um die innere Kraft, das Ki zu sammeln. Schließlich liegt in der Ruhe die Konzentration und die Willensstärke die man benötig sowie der eiserne Wille und der Mut eines Samurai um diesen Weg zu beschreiten. Die Dunkelheit und das Knistern der lodernden Flammen wird unterbrochen von dem Geräusch meines Schwertes. Ein letzter tiefer Atemzug, der meine Lungen beflügelt und schon schießt die Entschlossenheit in meine leuchtenden Augen. Ich bin bereit für den beschwerlichen und herausfordernden Weg in Nioh. In unserem Test erfahrt ihr, ob ihr wirklich die stahlharten Nerven eines Samurai benötigt.

Dark Souls lässt grüßen

Nioh wurde nicht nur von der Ninja Gaiden-Reihe sondern besonders auch von Dark Souls inspiriert und das spürt man auch. Dennoch ist Nioh weit mehr als eine simple Dark Souls-Kopie, denn es bringt eigenständige, innovative Elemente mit sich und ändert nicht einfach nur das Setting. Zudem bietet Nioh eine konkretere Richtung was die Geschichte und Erzählweise angeht. Die Geschichte beginnt zunächst im Tower of London, wo unser Held William Adams in einer Gefängniszelle sitzt und ausbrechen möchte. Bei seiner Flucht trifft er auf den Antagonisten Edward Kelly, einen bösen Alchemisten, der nach einer mystischen Kraft sucht und deswegen den Schutzgeist des Protagonisten entführt. So verschlägt es William in das feudale Japan des Jahres 1600 am Ende der Sengoku-Periode, auf der Jagd nach Edward Kelly. Hier herrschen raue Zeiten, denn nicht nur verfeindete Samurai dringen in das Land ein sondern derweil auch Dämonen.

Geralt, bist du es?

Nioh
Als William Adams metzeln wir uns durch das feudale Japan

Auch wenn unser Held ein wenig an The Witcher erinnert, haben die beiden nicht mehr als das Äußere gemeinsam. Auch wenn Nioh eine dunkle, fiktive Fantasy-Welt ist, vor allem was die Dämonen anbelangt, so steckt in dem Spiel doch auch wahre Historik. Der britische Seefahrer William Adams ist tatsächlich an eine historische Persönlichkeit angelehnt, die tatsächlich existiert hat und der wirklich als erster europäischer Samurai gilt. Auch andere historische Figuren, wie Shogun Tokugawa, werdet ihr antreffen. Allerdings liegt hier auch ein wenig die Schwäche, denn oftmals wird die spannende Mischung aus Fantasy und Historik nicht weitreichend umgesetzt. Bedeutet die historischen Hintergründe rund um die Charaktere, Samurai, deren Glauben und Japan allgemein, werden oft nur spärlich erklärt ohne großartig Kontext zu füllen. Beispielsweise wird die komplexe Mythologie rund um die Schutzgeister in einer kleinen, winzigen Cutscene erklärt. Hier hätte sich deutlich mehr Erklärung angeboten und wäre auch wünschenswert gewesen, gerne auch über das gesamte Spiel verteilt. Gerade wenn man schon historische Aspekte als Vorlage nutzt, dann sollte man diese auch vollends Ausschöpfen. Hier entsteht eventuell auch ein Nachteil für Leute, die nicht ganz so mit der japanischen Mythologie und Historik bewandert sind. Dahingegen ein wirklich sehr schönes und gelungenes Detail, welches vor allem der Atmosphäre und Glaubwürdigkeit zu Gute kommt ist die Synchronisation. Je nach Charakter und Situation wird teils in Englischer Sprache und teils auf Japanisch kommuniziert. Das Ganze ist natürlich mit deutschen Untertiteln versehen.

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