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Review: Kirby und der Regenbogen-Pinsel – It’s so colorful!

Die rosa Knutschkugel Kirby begleitet uns nun schon seit dem Jahr 1992. Dabei hat er schon die verschiedensten Rollen in seinen Spielen eingenommen: Angefangen bei einem normalen Jump and Run-Helden, über die Rolle der Kugel in Kirby’s Dream Course bis hin zur Pinball-Kugel. Doch wie sein Abenteuer letztes Jahr bewiesen hat, ist er vor allem in seiner Jump and Run-Form am besten. Um so überraschender ist es, dass die Jungs von HAL Laboratory mit Kirby und der Regenbogen-Pinsel auf eine Reinkarnation von Kirby zurückgreifen, die zuletzt in Kirby und der Power-Malpinsel auf dem Nintendo DS vor knapp zehn Jahren zum Einsatz kam.

Kirby und der Regenbogen-Pinsel

Streichel mich!

Doch diese Besinnung auf ein altes Spielprinzip ist nicht verwunderlich: Wie bereits auf dem Handheld, liegt das große Alleinstellungsmerkmal der Wii U in der Möglichkeit über ein Touchpad die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Während die meisten Spiele auf Alibi-Features, wie die Anzeige der Karte auf dem Tablet zurückgreifen, wurde Kirby und der Regenbogen-Pinsel komplett auf die Nutzung der Steuerungsmöglichkeit gemünzt. Ihr steuert Kirby also nicht direkt, sondern gebt ihm Wege vor, auf denen er sich voran bewegen soll.

Der Protagonist klebt dabei an der Linie, wie ein ausgespuckter Kaugummi an eurer Schuhsohle. Ihr könnt also auch vertikale Striche zeichnen, solange es euer Farbvorrat zulässt. Wenn ihr Kirby mit dem Stift berührt, während er unterwegs ist, bekommt der kleine Kerl einen Geschwindigkeits-Boost und kann so Hindernisse zerstören. Weitere Möglichkeiten der Eingabe gibt es nicht. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Spiel zu einem Nachmittagsspaziergang verkommt, denn in der großen Stärke der Kontrolle liegt auch eine der Schwächen des Spiels, denn ihr müsst ziemlich genau sein, was die Eingaben eingeht. Sollte eure gezeichnete Linie auch nur einen Pixel daneben gehen, kann euch das eines eurer virtuellen Leben kosten oder Kirby reagiert einfach nicht und bleibt nutzlos an der Umgebung kleben.

Kirby und der Regenbogen-Pinsel

Vor allem in Kombination mit wilderen Szenarien, in denen ihr die versteckten Boni eines Levels sammeln wollt und euch von Plattform zu Plattform hangelt, ist es besonders bitter, wenn die perfekte Runde durch einen kleinen Aussetzer zunichte gemacht wird. Apropos Boni: Ihr könnt im Spiel Sterne einsammeln. Solltet ihr derer hundert gehortet haben, dürft ihr Kirby in einer besonders starken Form durch die Level jagen und so beispielsweise Stahlblöcke zerstören, die den Weg zu anderen Boni freilegen. Leider ist es in unserem Test auch hier passiert, dass wir das Power-Up schlicht verschwendet haben, da eine präzise Steuerung einfach unmöglich war. Den absurden Höhepunkt findet die Frustration jedoch in den Endgegnerkämpfen: Es ist stets klar, was gemacht werden muss und ihr könnt euch so gut wie möglich auf die Eingabe der Befehle konzentrieren. Dennoch wird es vorkommen, dass Kirby nicht das macht, was ihr wollt und so seinen Löffel abgibt. Wir können euch versichern, dass bei unserem Test das Wii U Tablet nicht nur einmal kurz davor war in den Fernseher zu segeln.

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