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Review: Heaven’s Hope – Der Himmel ruft

Auf der letzten gamescom ließen uns die Entwickler von Mosaic Mask Studios bereits einen ersten Blick auf ihr Point-and-Click Adventure werfen. Am 25. Februar erscheint das Abenteuer des gefallenen Engels endlich für PC und wir verraten euch, ob sich die Reise nach Heaven’s Hope lohnt.

Schicksal, nimm deinen Lauf

Die Geschichte ist schnell noch einmal erklärt: Talorel fliegt, von seinem Rivalen ermutigt, durch die himmlische Barriere und landet kurzerhand ohne Flügel und Heiligenschein auf der Erde. Da er es dort ganz und gar fremdartig und unheimlich findet und es sich auch nicht mit den Erzengeln verscherzen will, muss er so schnell wie möglich wieder nach oben. Der Heiligenschein ist schnell wieder beschafft, allerdings kann er nur im Himmel wieder aufgeladen werden. Um dorthin zu gelangen, braucht er Flügel, aber auch die wachsen nur mit Heiligenschein nach.

Heaven's Hope
Ein Sündenbock.

Das Problem scheint ausweglos, doch der Professor der Stadt arbeitet zum Glück an einer Flugmaschine. Durch die Inquisition beeinträchtigt, ist es nun eure Aufgabe diese zum Laufen zu bringen. Beziehungsweise zum Fliegen. Dabei helfen euch nicht nur die genervten Dorfbewohner, die sich nach Abwechslung und Freiheit sehnen, stattdessen unter dem Joch der Inquisitorin leiden, sondern auch die Tiere und Pflanzen. Als Engel kann man eben mit allem kommunizieren. Ein störrischer Kaktus beweist dabei ebenso viel Kreativität wie die narzisstische Narzisse. Klischees werden bedient, Metaphern realisiert und so entsteht in dem kleinen Ort euer Abenteuer.

Heaven's Hope
Nichts wurde dem Zufall überlassen.

Zeig, was du hast

Heaven's Hope
Vor Schreck fiel sie tot um, wir heben besser ihre Seele auf.

Einen guten Überblick könnt ihr in der Preview zu Heaven’s Hope erlangen, in einem Punkt muss ich dieser jedoch widersprechen – der niedlichste Sidekick ist nicht etwa Anselm, der Golem, der uns willenlos folgt, sondern die kleine Maus mit Nahtoderfahrung, die sich zwar nur begrenzt einsetzen lässt (denn von einem Bären verspeist werden möchte sie nicht), aber dafür mit süßen Animationen und ihrem Eigenwillen noch lebendiger daher kommt. Das ist letztendlich nur subjektiv, durch beide Charaktere konnte man jedoch den Spagat zwischen eigensinnig, stur, niedlich und für alles bereit, Marionettenartig, niedlich schaffen. Außerdem sind beide mehr als schnödes Beiwerk, ebenso wie das Notizbuch, das schnell einen Überblick vermittelt. Wir begegnen auch sonst jeder Menge unterschiedlichen Charakteren, mal geheimnisvoll und undurchschaubar, mal freundlich und zuvorkommend. Es gibt viel zu Entdecken.

Die Stärke von Heaven’s Hope ist das Aussehen. Der Spieler kann erkennen, wie viel Zeit in die Hintergründe und Gegenstände gesteckt wurde, die Charaktere sind nicht immer einwandfrei animiert, das macht aber überhaupt nichts. Das liebenswerte Design harmoniert mit den frenetischen Charakteren und diese wiederum bringen die nette, aber schleppende Geschichte in Schwung. Gibt es an einer Stelle Makel, gleicht eine andere sie wieder aus, sodass man selten ein Gefühl von Unvollständigkeit oder Monotonie hat, sondern sich einem spaßigen und unterhaltsamen Point-and-Click Adventure gegenüber sieht.

Heaven's Hope
Wir bauen einen Homunkulus.

Über Christina Kutscher

Christina Kutscher
Christina wurde im zarten Alter von acht Jahren an die Playstation 1 heran geführt und hat sie sofort ins Herz geschlossen. Einige Jahre und kurze Abstecher in unbekannte Genre später, spielt sie mittlerweile plattformübergreifend alles, was eine gute Story hat, überdurchschnittlich kreativ ist oder einfach nur Spaß macht und schreibt dann darüber.

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