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Review: Halo Wars 2 – Die Rettung des RTS-Genres?

Als Halo Wars 2 angekündigt wurde, war ich überrascht. Mit dem Nachfolger des Konsolen-RTS hatte ich nicht gerechnet. Dennoch war ich optimistisch: Erste Trailer sahen gut aus, die Strategie-Veteranen von Creative Assembly waren mit an Bord und verdammt nochmal, es ist ein Halo, das an die Zeiten vor Halo: Reach erinnert. Die besten Anzeichen für ein erfolgreiches und gutes RTS.

Explosiver Start mit exponentiellem Nachlass

Das Spiel gestartet und direkt in die Kampagne. Schon die ersten Minuten im Spiel zeigen, was es bedeutet, Cutscenes zu erstellen: Alle Protagonisten sind toll animiert und auch in der deutschen Version gut vertont. Die Lichteffekte und der Sound sind stimmig. Der Einstieg in das Geschehen eine Wucht. Nach 28 Jahren Cryo-Schlaf wird die Crew der Spirit of Fire wieder geweckt. Der Grund: Das Schiff treibt auf die Arche zu, die Anlage, die Halo-Ringe produzieren kann. Von der Arche empfängt die Crew ein Notsignal. Natürlich befiehlt der mutige Captain Cutter, dem Signal nachzugehen und schickt seine Spartans auf die Oberfläche, die dort auf ihren neuen Gegner Atriox, aber auch auf die KI Isabel treffen.Halo Wars 2

Der perfekte Start für ein Spiel: Die Chancen stehen schlecht um einen. Atriox ist ein gefährlicher Gegner, den selbst die mächtige Alien-Allianz fürchtet. Jahrelang konnte er immer mehr Truppen hinter sich bringen und hat es nun auf die Menschen abgesehen. Alles was Cutter und seiner Crew bleibt, ist ihr Mut und taktisches Geschick. Das ist der Stoff, aus dem dramatische Geschichten über Verzweiflung, Opferbereitschaft und Heldentum gemacht sind. Oder doch nicht?

Halo Wars 2

Nach dem explosiven Einstieg stoppt die Handlung plötzlich. Unwichtige Dinge werden nur noch über Funk besprochen und langweilige Missionen, die wir schon seit den 90er Jahren in jedem RTS gesehen haben, reihen sich aneinander. Von der Übermacht des Brutes und dem verzweifelten Dagegenhalten der Menschen ist auf einmal nichts mehr zu spüren. Noch langweiliger wird es durch eine Deus Ex Machina, einem Geist aus der Maschine, einer Universallösung: Professor Anders. Die junge Wissenschaftlerin löst alle Probleme der Spirit of Fire, indem sie auf der Arche ein paar Terminals bedient. Der feindliche Träger zerlegt das veraltete Schiff? Kein Problem. Die Übermacht an Aliens überrennt die Stellungen der Marines? Auch das ist kein Problem. Atriox baut einen neuen Halo Ring? Eine Leichtigkeit für die Wissenschaftlerin. Halo Wars 2 findet sehr einfache Lösungen für die Probleme, die es dem Spieler stellt. Hinzu kommt, dass diese Einfachheit auch in die Missionen mit einfließt, was die ganze Kampagne eher als groß angelegtes Tutorial für den Multiplayer erscheinen lässt. Nur wenige der insgesamt zwölf Missionen stechen ein wenig aus der grauen Masse hervor.

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