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Review: Future Unfolding – Von Mindfullness und Absurditäten

15. März 2017

Review: Future Unfolding – Von Mindfullness und Absurditäten

Ich kenne Future Unfolding nun schon eine Weile. Ich hatte das Glück, einen kleinen Teil des Entwicklungsprozesses zu beobachten und nun, da Future Unfolding endlich veröffentlicht wird, wird es Zeit, euch dieses Projekt näher zu bringen und davon zu berichten. Selbstverständlich ist nur das fertige Spiel Grundlage dieser Review und die Version, die wir für diesen Text erhalten haben, was mich aber nicht davon abhält zu erwähnen, dass nicht viele wunderbare Ideen umgesetzt und veröffentlicht werden (können). Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Future Unfolding jedenfalls ist ein Indie Abenteuer, das bereits vor Veröffentlichung viel positives Feedback und Auszeichnungen erhielt. Auf den ersten Blick ist es ein farbenfrohes Spiel, das sich zwar optisch abhebt, dessen “Sinn” oder “Intention” sich jedoch nicht aufdrängt. Im Laufe des Spiels wird immer deutlicher, wie abhängig das Erlebnis vom Rezipienten ist – je nach Gemütszustand, Erfahrungsschatz oder Erwartungshaltung erleben unterschiedliche Menschen Future Unfolding auf unterschiedliche Art und Weise.

Als Top Down Adventure startet Future Unfolding in einer geheimnisvollen Welt, die prozedural generiert wird – noch ein Faktor, der das Spiel für jeden einzigartig gestaltet. Alles, was in der Welt anders ist und sich optisch abhebt, ist von Bedeutung. Das kann ein Baum sein, der lila statt rot ist und ein wenig abseits steht oder eine Steinformation, die Verdacht erregt. Die Umwelt ist gleichzeitig Hindernis und Wegweiser, Berührungen und Interaktion triggern ein Ereignis, das wiederum einen neuen Weg freigibt. Schafe, Hirsche, Hasen, Schlangen, Löwen und Schildkröten haben natürlich auch ihren Platz in der Welt und erfüllen ganz unterschiedliche Zwecke. Wälder sind eine echte Geduldsprobe: Sie sind stoisch, Bäume bewegen sich kaum, was ein Durchkommen erheblich erschwert. Sie stehen im Weg und sind unbeirrbar, was den Spieler jedoch nicht vollkommen daran hindern kann, auch dieses Hindernis zu überwinden und einen Weg zu finden, sie zu umgehen oder einen kleinen Pfad im Wald zu nutzen.

Christina Kutscher

Christina wurde im zarten Alter von acht Jahren an die Playstation 1 heran geführt und hat sie sofort ins Herz geschlossen. Einige Jahre und kurze Abstecher in unbekannte Genre später, spielt sie mittlerweile plattformübergreifend alles, was eine gute Story hat, überdurchschnittlich kreativ ist oder einfach nur Spaß macht und schreibt dann darüber.
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