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Review: For Honor – Stahl trifft Stahl

1. März 2017
Daniel Martin

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Review: For Honor – Stahl trifft Stahl

1000 Jahre Krieg.

1000 Jahre lang schlagen sich Wikinger, Ritter und Samurai die Schädel ein. Der Grund für das ewige Gemetzel ist schon lange vergessen. Und jeder noch so kleine Lichtblick, jeder Silberstreif am Horizont, der den Frieden bringen könnte, wird erbarmungslos ausgelöscht von jenen, für die das Blut die größte Motivation überhaupt ist…

Ubisoft versucht mit For Honor die ultimative Schlachtplatte zu servieren, die besonders im Multiplayer in einem territorialen Kampf der verschiedenen Fraktionen auftrumpfen soll. Bevor wir uns jedoch diesem Aspekt des Spiels widmen, muss die mitgelieferte Kampagne zeigen, was sie kann.

(Fast) Allein im Feindesland

Leider stellt sich schnell heraus, dass der auch im Koop spielbare Feldzug nur ein Anhängsel an das eigentliche Spiel ist. Storytechnisch bleibt das Ganze sehr mager, kann jedoch mit wirklich epischen Momenten und Szenerien aufwarten. Beginnend mit den Rittern, kämpft man sich später als Wikinger und letztendlich als Samurai durch jeweils sechs Levels, die insgesamt um die 8-10 Stunden andauern. Die Schauplätze von For Honor sind abwechslungsreich, jedoch meist streng linear, wenn man von kleineren seitlichen Wegen absieht. Hier erlernt man die Grundlagen des Spiels, es werden immer mehr Tricks und Kniffe offenbart, um den Gegner einen Kopf kürzer zu machen. Darüber hinaus erhält der Spieler in der Kampagne schon eine Handvoll Ressourcen, die im Multiplayer-Modus nutzbar sind.

For Honor

In jedem der drei Teile spielt man die verschiedenen Klassen und kann sich bereits ein Bild der Fähigkeiten eines jeden Recken machen. Und spätestens wenn man mit den Wikingern D-Day-artig eine Samuraifestung vom Strand aus stürmt, sind spannende Momente garantiert. Ubisoft schafft es, durch die fantastische Grafik des Spiels eine richtig gute Atmosphäre zu kreieren. Seien es alte und verfallene Burganlagen oder eine Sumpflandschaft. Zusammen mit den enorm detaillierten Rüstungen der Charaktere ergibt sich so ein Bild, welches man sich als Poster an die Wand hängen könnte.

Und zumindest auf dem PC läuft For Honor mit butterweichen 60 FPS auf den Extrem-Einstellungen unter 1080p absolut problemlos.

In solchen, wenigen Szenen kann die Kampagne glänzen, bleibt aber über weite Strecken recht monoton. Wer das Spiel nur für das Singleplayer-Erlebnis kauft, der wird enttäuscht. Motivierend ist hier nur noch, die Levels erneut in einer höheren Schwierigkeitsstufe durchzuspielen.

Aber das alles ist sowieso nur eine Fingerübung für den Multiplayer-Part von For Honor.

Daniel Martin

Irgendwo zwischen Game Boy und NES hat Daniel Mitte der 90er den PC entdeckt und beschäftigt sich bis heute noch damit. Zwar geht er häufiger mit einer PS4 fremd, kehrt am Ende des Tages jedoch immer zum geliebten PC zurück, wo er sich auch für Klassiker begeistern kann. Und wenn mal gar nichts los ist, verschwindet er unter einer Oculus Rift und taucht in die virtuelle Realität ein.