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Review: Flip Wars – Lahme Mehrspielerrevolution

Im Rahmen einer Nintendo Direct wurde vor einiger Zeit ein Spiel mit dem Titel Project Mekuru angekündigt. Eine ganze Weile wurde es recht still um das Game für die Nintendo Switch – bis zum Release in Japan im Mai. Knappe zwei Monate später war es soweit und der potentielle Mehrspielerkracher hat es, unter dem Titel Flip Wars, auch in den deutschen eShop geschafft. Doch taugt das Spiel tatsächlich etwas?

Hohe Erwartungen…

Gerade nach unserer kurzen Session auf dem Post-E3-Nintendo-Event war die Hoffnung auf einen weiteren Mehrspieler-Hit groß. Was das japanische Entwicklerstudio Over Fence in der Mache hatte, klang sehr verlockend: Ein Spiel, das ihr mit bis zu vier Spielern online sowie offline zocken könnt und mit Bomberman-esquen Zügen daher kommt.

Doch bereits beim ersten Start des Spiels kommt ein wenig Ernüchterung auf. Während ihr im Tutorial noch die Grundlagen des Spiels lernt, erwartet euch danach gerade einmal ein lokaler Modus, den ihr gegen Bots oder bis zu drei Freunden an einer Konsole spielen könnt, oder der Online-Modus der euch theoretisch die Möglichkeit bietet, gegen Fremde auf der ganzen Welt anzutreten. Vor wenigen Tagen hat auch der Ranglistenmodus seinen Weg ins Spiel gefunden, wobei dieser tatsächlich nur eure Wertung im Vergleich zu anderen Spielern anzeigt.

In naher Zukunft soll auch ein lokaler Wireless-Multiplayer-Modus seinen Weg ins Spiel finden.

…spaßiges Prinzip…

Das Spielprinzip ist dabei recht simpel: Ihr steuert eure Figur über das Spielfeld und färbt mit Hilfe von Stampfattacken die Quadrate unter euch um. Sollte dabei ein Gegner im Weg sein, wird dieser vom Spielfeld gefegt und muss in seiner Ecke neu starten. Dabei stehen euch drei unterschiedliche Modi zur Verfügung: Der Kachelkampf, bei dem am Ende der Runde derjenige gewonnen hat, der die meisten Felder in seiner Farbe besitzt, der Abflugkampf, in dem es das Ziel ist, eure Feinde möglichst oft vom Spielfeld zu kicken und der Lebenskampf, der ähnlich wie der Abflugkampf ist, jedoch mit einer festen Anzahl an Leben daherkommt.

Flip Wars

Der Kampf um die Kacheln wird dabei mit verschiedenen Power-Ups garniert, mit deren Hilfe ihr mehr Kacheln umfärben oder euch schneller bewegen könnt. Weiterhin kommen manche Arenen beispielsweise mit einer Laser-Waffe daher, mit der ihr viele Kacheln gleichzeitig einfärben und Gegner ausschalten könnt. Solltet ihr nur als Solo-Spieler unterwegs sein, helfen diese Varianten leider nicht über die Langeweile hinweg, die bereits nach kurzer Zeit eintritt – wobei euch dort auch die eher dumme K.I. keinen guten Dienst erweist.

Im lokalen Multiplayer ist bei unserem Test jedoch schon das eine oder andere spaßige Match entstanden, wobei es leider nicht an das große Vorbild aus dem Hause Konami und Hudson heranreichen konnte.

… zu wenig Substanz

Theoretisch würde nun ja noch der Online-Multiplayer übrig bleiben, doch leider ist das Wort „zweckmäßig“ wie dafür gemacht. Ihr könnt zwischen einem Zufalls-Match oder einem Match gegen Freunde wählen. Anschließend habt ihr die Chance sofort gegen jemanden zu spielen oder einen Raum zu eröffnen, in dem ihr ein Spiel nach euren Regeln starten könnt.

Flip Wars

Im Rahmen des Tests mussten wir jedoch feststellen, dass der Online-Modus kaum funktioniert. Zu Hochzeiten hatten wir die Chance gegen einen Fremden im Kachelkampf anzutreten. Ansonsten waren die Matches von Lags und Abbrüchen geplagt. So wird leider das komplette Potential, das das Spiel als flottes Online-Game hat, einfach zerstört. Sehr schade.

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