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Review: Final Fantasy 9 – Zwischen Eifer und Enttäuschung

Vor mehreren Monaten wurde angekündigt, dass Final Fantasy 9 eine PC-Portierung mit besserer Grafik und anderen neuen Features erhalten soll – am 14. April 2016 war es soweit.

Diese Review versucht Spoiler zu vermeiden, das ein oder andere Bild könnte euch trotzdem verraten, was geschieht. Ihr wurdet gewarnt!

Natürlich zieht diese Review nur die Änderungen in Betracht und konzentriert sich auf das, was es vorher noch nicht gab. Um aber auch Unwissende von der Großartigkeit des Spiels zu überzeugen und der Vollständigkeit halber, gehen wir zunächst auf das ein, was Final Fantasy IX ausmacht und was der letzte PlayStation 1-Teil der Reihe zu bieten hat. Wenn das alles nichts neues für euch ist, könnt ihr gleich zur dritten Seite springen, dort beschäftigen wir uns konkret mit dem, was anders ist.

Final Fantasy IX
Mogmeier, erleuchte uns!

Die Geschichte beginnt von Neuem

Herausragend ist vor allem die Story. Final Fantasy 9 ist ein sehr story- und textlastiges Spiel und erzählt in klassischer JRPG-Manier die Geschichte aller Protagonisten und geht dabei auf unterschiedliche Schwerpunkte ein. Während Zidane auf der Suche nach seiner Heimat ist, will Garnet die ihre verlassen, um die Wahrheit zu finden. Vivi ist auf der Suche nach sich selbst, Steiner (zumindest vorläufig) auf der Suche nach der Prinzessin, Freya sucht ihren Geliebten, Mahagon die Herausforderung… Ihr seht, jeder ist auf der Suche nach etwas, das ist es, was unsere Protagonisten verbindet und sie zusammen unbekannte Orte erkunden lässt. Nach und nach decken wir Intrigen auf, blicken dem Grauen ins Gesicht und werden Zeuge der Ausmaße eines einseitig geführten Krieges. Es ist eine Geschichte über Liebe und Schmerz, Verlust, Hoffnung und Loyalität – jeder Charakter verfolgt zunächst sein eigenes Ziel, mit der Zeit kommen diese sich immer näher, sodass sie nach 2 CDs (wie das damals so war) für einander kämpften.

Es ist Kitsch, wie er im Lehrbuch steht, die Umsetzung ist dabei aber bemerkenswert einfühlsam und storyorientiert – man verzichtet größtenteils auf Romantik im Sonnenuntergang, sondern wählt eine erwachsenere Herangehensweise an die Dilemma, der eigentlich noch sehr jungen Charaktere. Mit Witz wird das eigentlich herbe Thema aufgelockert. Die Welt wird terrorisiert von der Gier einer Königin und unterworfen von der schwarzen Magie eines rachsüchtigen, mysteriösen Unbekannten und vermag trotzdem ihre Schönheit zu beweisen. Die Hoffnung vieler Spieler ruhte hier bei der HD-Version für den PC, die die Details und Umgebungen auf ein zeitgemäßes Level heben sollte.

Ein weiterer Garant für eine passende Atmosphäre ist die Musik. Der Soundtrack von Final Fantasy 9 besteht aus 110 Tracks von Nobuo Uematsu, jeder Ort klingt anders, jeder Protagonist und Antagonist hat seinen Song und auch wenn sich Melodien wiederholen können (was als stilistisches Mittel nicht zu verachten ist und Verbindungen zwischen Orten herstellt) wird in jedem Moment das passende Lied gespielt. Kurzum: Der Soundtrack von Final Fantasy 9 ist auch nach 15 Jahren noch grandios.

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