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Review: FIFA 19 – Fußball für unterwegs

16. Oktober 2018
Patrick Kirst

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Review: FIFA 19 – Fußball für unterwegs

Nachdem wir euch in den letzten Jahren stets den Test zu der besten Version von dem jährlichen Fußball-Franchise präsentiert haben, haben wir dieses Jahr die Nintendo Switch-Fassung von FIFA 19 zum Test auserkoren.

 

Nachdem das Franchise im vergangen Jahr seine Rückkehr auf eine Nintendo Plattform gefeiert hat und dabei viel Kritik einstecken musste, haben die Mannen von EA Sports versucht ein gelungenes Update zu liefern. „Dank“ der fehlenden Unterstützung der Frostbite-Engine müssen Fußballer auf der Hybrid-Konsole erneut ohne das neueste Kapitel aus dem Story-Modus „The Journey“ auskommen. Daneben müsst ihr außerdem auf FIFA My-ProClub, den überarbeiteten Karriere-Modus, dem Champions-Modus und weitere Inhalte verzichten.

Jedoch ist es nun endlich möglich, dass man direkt gegen einen Freund online antreten kann, was bei FIFA 18 noch nicht möglich gewesen ist. Davon abgesehen spendieren die Macher euch allerhand neue Inhalte. So könnt ihr beispielsweise Freundschaftsspiele mit verrückten Regeln pimpen. Neben dem profanen King of the Hill-Modus, in dem der Sieger mit seinem Team weiterspielen muss, gibt es auch abgefahrene Modi, wie dem Survival-Modus, bei dem nach jedem Tor ein Spieler des Scoring Teams vom Platz gestellt wird. Könnt ihr in dieser Variante den Sieg ins Ziel tragen?

Oder wie wäre es mit einer Variante, in der nur Distanz-Tore zählen oder ihr deaktiviert einfach mal alle Regeln, sodass ihr Foulen könnt bis die Sehnen reißen und euch Abseitsstellungen nichts mehr ausmachen? Das ist nur eine Auswahl an Modi, die den eingefahrenen Fußballalltag auflockern. Kritisieren müssen wir jedoch, dass man diese Modi nicht online spielen kann.

Ergänzend zu dem bekannten Ultimate Team-Modus, der Karriere und weiteren altbekannten Modi, kommt mit der aktuellen Ausgabe die Champions League mit dazu, sodass FIFA 19 ein noch dickeres Lizenz-Paket bietet, als ohnehin schon! So ertönt nicht nur die bekannte Hymne des Turniers, auch ist das komplette Arrangement vorhanden, sodass ihr euch nicht mit einem billigen Abklatsch des Kampfes um die Krone Europas abgeben müsst.

Gameplay-Technisch erwartet euch das, was ihr von einem FIFA erwartet: Wie immer gibt es Detailverbesserungen, die das Spiel authentischer wirken lassen sollen. So gibt es eine satte Steigerung bei der Torwart- und Verteidiger-K.I.. So wird sichergestellt, dass nicht mehr so viele Fernschüsse wie zuvor in die Maschen gehen. Ergänzend dazu gibt es nun den sogenannten Finishing-Move: Wenn ihr bei einem Schuss erneut die Taste drückt, wird der Ball mit mehr Drall auf den Kasten geballert. Jedoch sind das keine garantierten Tore, das Feature fügt aber eine weitere taktische Komponente in das Spiel mit ein.

FIFA 19

Grafisch macht das Spiel für Nintendo Switch-Verhältnisse einiges her, kann jedoch nie mit den großen Geschwistern auf PS4 und Xbox One mithalten. Die Animationen sind flüssiger als im Jahr zuvor und auch die Darstellung von Schatten wurde stark verbessert. Beim Test sind uns jedoch ein paar kleinere Bugs aufgefallen, die sich jedoch nicht störend auf das Spiel ausgewirkt haben.

Die Musik ist nach wie vor Geschmackssache, was man von den Kommentatoren nicht behaupten kann. Mit Wolf Fuß und Frank Buschmann kommentieren die bekannten Stimme das Spiel und servieren euch stellenweise unpassende Kommentare. Wie immer gilt also: An der FIFA-Front wenig neues.

Patrick Kirst

Nintendo is love. Nintendo is life.