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Review: FIFA 17 – Mehr als erwartet?

Ein Jahr ohne ein neues Fifa? Unvorstellbar! Aber es geht bei dem EA-Titel auch weniger darum, ob er erscheint, sondern eher darum, was er Neues bietet. Dass die Entwickler die Fußballsimulation so realistisch wie nur möglich gestalten wollen, ist ohnehin klar. Neue Feinabstimmungen und eine bessere KI sind bisher immer dabei gewesen. Doch was kann uns das Spiel abseits des Platzes bieten? Wir haben FIFA 17 getestet und stellen euch hier unseren Eindruck vor.

Was ist neu?

Zuerst einmal müssen wir alles sammeln, was es so an Neuerungen gibt. Da wäre zum einen die bereits erwähnte und auch kaum überraschende Weiterentwicklung der Technik in Sachen Ballphysik und KI. Bei Ecken, Freistößen und Elfmetern haben die Entwickler dieses Mal etwas ganz Neues hervorgebracht. Anfangs braucht man allerdings noch einige Eingewöhnungszeit. Auch sind wieder neue Stadien und Gesichtsscans ins Spiel integriert worden, wie zum Beispiel die des FC Bayern. So kann man nun auch in der Kulisse des Stadions von Ham United, dem Riverside Stadium von FC Middlesbrough oder im Suita City Football Stadium von Gamba Osaka seine Spiele bestreiten. Auch abseits des Platzes wurde wieder geschraubt. Spielertunnel, stadionabhängige Netzhalterfahnen oder Konfettikanonen geben dem Spiel noch ein bisschen mehr Authentizität. Die deutschen Kommentatoren sind wie im letzten Jahr Frank Buschmann und Wolff-Christoph Fuss. Natürlich dürfen auch der Karrieremodus und der Ultimate-Team-Modus nicht fehlen. Doch die größte und sehr kontrovers diskutierte Neuerung des Spiels ist „The Journey“. Ein Karrieremodus, bei dem wir einen einzelnen Spieler auf dem Weg in die Topteams Europas begleiten. Eine gute Idee oder nur gutes Werbematerial?

Fifa 17

Ersteindruck

Wie bei jedem FIFA spielen wir zunächst ein Einführungsspiel. Dabei treten die Mannschaften Chelsea gegen Manchester United an. Beim Einlaufen der Mannschaften bemerkt man direkt die neuen Animationen und auch die besseren Haltungen der Spieler. Trotzdem sind die Animationen immer noch sehr steif und abgehackt wie in den vorherigen Spielen. Sobald man dann den ersten Pass spielt, merkt man den Unterschied zum alten FIFA. Die Ballphysik ist eine andere und man muss seine Pässe präziser ansetzen, damit der Ball den Mitspieler erreicht. Aber das Gefühl ist durchaus positiv und sehr  realistisch. Bei der ersten Ecke muss man sich erst einmal an die neue Steuerung gewöhnen. Dazu mehr in einer eigenen Kategorie. Die KI der Spieler ist nach diesem Ersteindruck sehr solide und man weiß sehr schnell die besseren Laufrichtungen zu schätzen, wenn man einen überragenden Steilpass in ein Tor verwandeln kann. Die Torhüter verhalten sich auch deutlich anders als noch in FIFA 16. Die Bewegungen und Paraden sind viel realistischer. Allerdings erkennt man dies nur, wenn man auf das gegnerische Tor schießt. Beim eigenen Torwart kommt man immer ins Schwitzen, wenn er mal eine realistische, allerdings daher auch eine leicht tollpatschige Haltung beim Abwehren eines Balles einnimmt. Denn die Torwarte sind nicht vollkommen fehlerfrei und souverän wie ein Manuel Neuer. Es kann durchaus vorkommen, dass der Ball unglücklich durch die Beine gespielt wird. Allerdings kommt das alles der Dynamik und dem Realismus des Spiels zu Gute. Atmosphärisch war der Ersteindruck nicht überzeugend. Die Zuschauer sehen immer noch aus wie wandelnde Origamifiguren und die Umgebung ist ein wenig düster. Die Fangesänge sind zwar soundgewaltig und gut abgestimmt, doch fehlt es im Allgemeinen trotzdem ein wenig an Überzeugungskraft. Dieser Eindruck sollte sich im Verlauf des Spiels dann aber verbessern, jedoch nicht gänzlich verschwinden.

Fifa 17

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