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Review: Die Sims 4 – Fummlige Konsolen-WG

Die Sims haben Anfang der 2000er das Genre der Lebenssimulationen aus dem Stand erschaffen und seitdem Millionen von Spielern begeistert. Seitdem gibt es auch Bemühungen, das komplette Spielprinzip auf die Konsolen zu bringen. Angefangen von abgespeckten, eigenständigen Versionen wie beispielsweise Die Sims brechen aus oder The Urbz bis hin zu einer Umsetzung von Die Sims 3 auf der letzten Konsolengeneration war alles dabei.

Nun hat EA mit Die Sims 4 den aktuellsten Ableger auf die Xbox One und PlayStation 4 portiert. Ob ihr nun auch vor dem heimischen TV die volle Packung Lebensdrama erhaltet oder es bei einer lauen Freitagabend Comedy-Serie endet, erfahrt ihr in unserem Test.

Das (fast) komplette Paket

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Mit Die Sims 4 erhaltet ihr dasselbe Spiel, wie es auch auf einem PC läuft. Das bedeutet, ihr erstellt eure Sims in einem umfangreichen Editor, lasst diese in ein Haus einziehen (das ihr natürlich vorher bauen könnt), richtet ihnen ihren neuen Lebensraum ein und verwaltet anschließend das Leben eures Schützlings oder lasst ihn einfach machen, was er will.

Ihr könnt die sozialen Beziehungen eurer Familie bestimmen und auch festlegen, welches Ziel sie im Leben denn verfolgen. Ihr wollt einen Workaholic, dessen Wunsch es ist, ganz oben auf der Karriereleiter zu stehen? Geht klar! Doch lieber einen sozialen Sim, dem das Familienwohl über alles geht? Auch das ist möglich. Dabei stehen euch alle Inhalte zur Verfügung, die erst später gratis in die gescholtene PC-Version eingepflegt wurden. Entsprechend habt ihr also von Beginn an Zugriff auf Pools, Keller und Kleinkinder.

Die Sims 4

Was jedoch bisher fehlt, sind die unzähligen Erweiterungs- und Content-Pakete die es für den PC gibt. Bisher könnt ihr nur das Großstadtleben-Erweiterungspack, Vampir Gameplay-Pack und Vintage Glamour-Accessoires-Pack für jeweils 9,99 bis zu 39,99 Euro erwerben. Ihr merkt also, dass ihr auch auf den Konsolen sehr viel Geld investieren könnt, wenn ihr das volle Sims-Erlebnis haben wollt.

Emotionen!

Eine tolle Neuerung im vierten Hauptableger der Serie ist das Emotionssystem, auf das, neben den Grundbedürfnissen, auch Interaktionen mit der Spielwelt Einfluss haben. Ihr möchtet mit der Nachbarin flirten, aber diese lehnt ab? Das nagt natürlich an eurem Selbstbewusstsein und euer Sim möchte sich am liebsten unter der Bettdecke verkriechen (was tatsächlich geht).

Weniger gelungen ist hingegen die technische Komponente des Spiels. So beherrschen Ladezeiten das Geschehen, falls ihr mal abseits von euren eigenen vier Wänden unterwegs sein wollt. Denn die Spielwelt ist zerstückelt – was ein Rückschritt im Vergleich zum Vorgänger ist. Doch auch so ruckelt das Spiel, wenn zu viele Einblendungen auf dem Bildschirm dargestellt werden.

Nach wie vor ist es aber großartig zu beobachten, wie eure Sims leben. Vor allem die Gestiken und Mimiken der Figuren bereiten jedem Beobachter eine Freude. Jedoch werdet ihr aus diesem tollen Umstand herausgerissen, sobald es darum geht, tatsächlich ins Spiel einzugreifen. Denn die Anpassung der Steuerung von Maus und Tastatur auf den Controller ist einfach misslungen. Anstatt smooth mit der Maus die Befehle auszulösen, müsst ihr umständlich mit dem Controller durch zwei verschiedene Cursor-Modi (freie Bewegung des Cursors und die Menüsteuerung) schalten und euch anschließend durch die einzelnen Menüpunkte kämpfen. So steuert ihr gleichzeitig die Kamera und den Cursor, was einfach nur ein unglaubliches Chaos ist und ihr öfter Sachen kauft oder baut, die ihr so eigentlich gar nicht möchtet.

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