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Review: Dead Rising 4 – Ein Zombie unterm Weihnachtsbaum

Schon wieder Zombies? Selbst der Protagonist von Dead Rising 4, Frank West, kann es nicht so recht glauben, dass schon wieder Untote durch Willamette schlurfen. Doch das Gefühl lässt einen nicht los, dass der Photojournalist hin und wieder eine gute Zombieapokalypse brauch, um jung zu bleiben. Für uns hier in Deutschland darf es jedoch laut offiziellen Angaben gar keine Ermüdungserscheinungen geben: Dead Rising 4 ist der erste Teil der Reihe, der auch hier erscheinen darf. Und das uncut!

Kleine Geschichte in kleinen Päckchen

Dead Rising 4Das Setting, was dem ganzen Szenario einen frischen Anstrich geben soll, ist Weihnachten. Das bedeutet: Überall Weihnachtsdeko, im Kaufhaus und in den Autos hört man leise Weihnachtsmusik und auch ein paar Gegner haben sich angepasst. Für das ursprüngliche Freigabedatum passt dieses Setting auch wunderbar. Am 6. Dezember waren die meisten Leute in Weihnachtsstimmung, hatten selbst noch Weihnachtseinkäufe zu erledigen und ihre Wohnung festlich geschmückt. Das Spiel Ende Januar in den Händen zu halten zeigt jedoch, dass dieses Setting sich schnell verbraucht. Es fühlt sich komisch an, die ironisch weihnachtliche Stimmung des Spiels zu genießen, während Heiligabend schon über einen Monat her ist und der Christbaum schon lange wieder raus geflogen ist.

Dead Rising 4Doch zum Glück hat das Spiel nichts weiter mit dem christlichen Fest zu tun. In der Geschichte wird das Wort „Weihnachten“ auch nicht erwähnt. Viel mehr geht es um geheime Experimente der Regierung, ein weiterer Zombieausbruch am Black Friday und um Frank West, der ein weiteres Mal nach Willamette soll, um alles aufzuklären. Die Geschichte hält höchstens am Ende eine Überraschung bereit, ist sonst aber wirklich nicht der Rede wert. Die Dialoge sind plump, die Charaktere im seltensten Fall nachvollziehbar. Doch darum scheint es dem Spiel auch nicht zu gehen. Dead Rising 4 gibt dem Spieler einen Protagonisten, der immer einen bescheuerten Spruch auf den Lippen hat und sich vermutlich sogar über die Apokalypse freut, bringt sie ihn doch wieder weg von seinem Schreibtisch und dem langweiligen Professorenjob. Spielelemente wie der Selfie-Modus unterstreichen dieses Gefühl, dass Frank sich im zombieverseuchten Willamette wirklich wohl fühlt. Dieser Modus wird im Spiel kein einziges Mal gebraucht, sagt aber viel über den Charakter aus. So können wir mit Frank eine ganze Horde Untoter zurück in die Hölle schicken, dann die Kamera anmachen und mit dem Leichenberg einen Grimasse schneidenden Selfie schießen. Klingt makaber, ist es auch. Aber Dead Rising 4 lebt von diesen kleinen und großen Momenten die deutlich dem Spieler ins Gesicht schreien: Ich nehme mich nicht ernst. Und das ist gut so. Eine aufgesetzt dramatische Geschichte geht in der Regel nie auf, während Klamauk und Selbstironie fast immer einen Nerv trifft.

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