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Review: Dawn of War 3 – Endlich der Genre-Neustart

Dawn of War 3 gehört bisher zu den wohl umstrittensten Titeln des Jahres 2017. Nicht etwa, weil es ein Tabu gebrochen hat oder ein besonders unverschämtes neues Bezahlmodell von der Community verlangt, sondern weil es neue Ansätze für das RTS-Genre ausprobiert hat. Die Kritik: Es ist ein MOBA! Wie League of Legends! Andere sind noch viel empörter: Das sieht ja aus wie ein Starcraft-Klon! Gleichzeitig ist der neueste Ableger der Reihe für manche Fans zu wenig Dawn of War 1, während andere zu wenig Dawn of War 2 darin wiederfinden. Hinzu kommen Hardcore-Fans, die hier und da Aspekte finden, die der Warhammer-Lore nicht entsprechen und denen das Spiel nicht düster genug ist. Kurzum: Schon vor dem Release hatte es Dawn of War 3 schwierig. Doch die Entwickler von Relic Entertainment haben trotz des Echos ihr Spiel fertiggestellt und ich habe mir angeschaut, was an dem ganzen Lärm dran ist.

Space Marine, bleib bei deinem Kettenschwert

Dawn of War 3 bietet neben dem Multiplayer eine umfangreiche Kampagne. In insgesamt 17 Missionen werden abwechselnd die drei verfügbaren Rassen gespielt: Orks, Space Marines und Eldar. Diese haben alle eigene Motive, um den sogenannten Speer von Khaine zu finden. Die Eldar hatten eine Vision von der Waffe, die Space Marines wollen verhindern, dass jemand anderes als sie selbst den Speer in die ketzerischen Finger bekommt und die Orks wollen einfach nur kämpfen. Es beginnt eine vielversprechende Jagd.

Dawn of War 3
Die Geschichte wird mit eindrucksvollen Bildern erzählt.

Tatsächlich ist die Geschichte der Kampagne gar nicht so übel. Sie ist zwar kein Meilenstein der Erzählung in Videospielen, bleibt aber bis zum Schluss interessant und abwechslungsreich. Dies liegt vor allem an den Orks: Die Grünhäute mit ihrer ulkigen Sprache und ihrer schrägen Weltsicht sind nicht nur unterhaltsam geschrieben, sondern auch toll vertont. Allerdings finde ich es seltsam, dass ein AAA-Titel nur eine englische Vertonung anbietet, auch wenn diese wirklich sehr gut gelungen ist. Mich persönlich stört das zwar weniger, zocke ich ja sowieso schon viele Spiele auf Englisch, doch dass es fehlt, ist dennoch seltsam.

Das Gameplay der Kampagne bleibt leider bei den Basics und geht über die typischen Tutorial-Missionen kaum hinaus. In den ersten Missionen lernt der Spieler, dass Space Marines sogenannte Drop Pods auf das Schlachtfeld beordern können. Somit haben die Elite-Kämpfer immer die Möglichkeit, in einer Schlacht schnell Verstärkung zu bekommen. Oder in einer Mission der Eldar im späteren Spielverlauf wird (auf eine ziemlich penetrante Art und Weise) darauf hingewiesen, dass alle Gebäude der Fraktion teleportiert werden können.Dawn of War 3

Von der Idee der abwechselnden Missionen bin ich übrigens noch nicht ganz überzeugt. Es hat zwar dabei geholfen, die Funktion anderer Fraktionen, die man vielleicht nicht unbedingt spielt, besser zu verstehen. Aber dennoch mag ich es überhaupt nicht, die Eldar zu spielen. Ich würde viel lieber bei den starken Frontkämpfern der Space Marines bleiben oder weiter den absurd lustigen Dialogen der Orks lauschen. Stattdessen muss ich mich mit den arroganten und spießigen Eldar auseinandersetzen, deren Hit and Run-Spielweise mir so gar nicht liegt.

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