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Car Mechanic Simulator 2014: Review

Heute testen wir mal den Car Mechanic Simulator 2014 an. Gleich mal vorneweg: Ohne Simulatoren wäre die Welt wirklich besser dran…

Wie ich zu diesem Entschluss komme? Nun… Nehmen wir eine stark vereinfachte Version einer Werkstatt, eine Hebebühne, einen PC und eine Teststrecke. Zack, wir haben den Car Mechanic Simulator 2014 vor uns. Unser Spielziel? Jede Runde einen neuen Auftrag abarbeiten. Hierzu müssen wir Testfahrten unternehmen oder auch die elektronischen Bauteile auslesen, um defekte Bauteile zu erkennen. Danach werden diese einfach ausgebaut und mit neuen ersetzt. Hiermit hat es sich schon erledigt.

Gameplay

Zu Anfang legen wir uns ein Profil mit unserem Namen an. Ein kurzes Tutorial geleitet uns daraufhin zielsicher durch die grundlegenden Mechaniken den Spiels. Für jede „Mission“ bekommen wir einen neuen Reparatur-Auftrag. Dieser kann vom einfachen Reifenwechseln, dem Tausch von Auspuffteilen bis hin zum kompletten Erneuern des Getriebes reichen.

Eines muss man dem Car Mechanic Simulator lassen: der Umfang der verschiedenen Bauteile ist wirklich komplex. Wir können den kompletten Motor zerlegen. Keilriemen, Zündkerzen, Anlasser, und vieles mehr landet dann alles in unserem Inventar. Über den PC können wir dann neue Teile kaufen oder auch billigere, gebrauchte. Da wir einen Stundenlohn von gefühlten 2000 Euro verlangen, kaufen wir natürlich nur neue. Wir wollen die Kunden ja nicht komplett über den Tisch ziehen.

So fangen wir nun also an. Ein Auftrag kann z.B. lauten, dass der Klient ein komisches Geräusch beim Beschleunigen des Autos hört. So steigen wir also in die Karre ein und begeben uns direkt zur Teststrecke. Hier gibt es direkt den ersten Abzug. Die Teststrecke ist immer komplett dieselbe und auch die Aufgaben dort variieren niemals. So müssen wir beschleunigen, abbremsen, Parcours fahren, die Federung testen und direkt wieder bremsen. Das wars.

2014-05-14_00011Wenn wir dann wieder in die Werkstatt zurückkehren, schalten wir die Anzeige des Zustands der Teile an. Hier wird uns direkt die Beschaffenheit der Bauteile in drei verschiedenen Farben angezeigt. Grün, gelb und rot. Meist müssen wir nur die roten, also kaputten, Teile erneuern. In den meisten Fällen hat man einen Aufwand von knapp 10 Minuten (inklusive Testfahrt!). Dann geht es auch direkt in den nächsten Auftrag. Die sich auch alle meist gleich gestalten. Teile prüfen und erneuern. Das ist der gesamte Spielinhalt.

Im grandiosen 4×4 Addon, welches noch Allrad-Fahrzeuge mit sich bringt, läuft die Sache nicht anders. Der Unterschied: Neue Autos. Von neuen Teilen oder dergleichen keine Spur.

Im Tutorial heißt es, dass wir uns später auch eine neue Werkstatt kaufen können, doch auch nach gefühlten 20 Aufträgen ist davon keine Spur. Und mal ganz ehrlich. Dort ist dann eh nur der Schalter für die Hebebühne, der Computer und das Garagentor versetzt. Von anderem Werkzeug wird auch da jede Spur fehlen.

Grafik und Sound

2014-05-14_00003Hier gibt es die größten Abzüge von mir. Das Spiel startet direkt mit so lautem Sound, dass es mir das Trommelfell durch das Headset zerfetzt. Die Musik ist einfach nur langweilig. Wir können das Radio in der Werkstatt an- und ausschalten. Von rockiger, spaßiger Musik ist hier nicht die Rede. Eher von total nerviger, sodass wir das Radio direkt wieder ausmachen.

Die Grafik ist auch kein wirklicher Augenschmaus. Während das Optionsmenü, nachdem wir mit blutenden Ohren den Sound leiser gemacht haben, noch viel von Anti-Aliasing und dergleichen verspricht, sind die Texturen matschig und pixelig. Sogar der Background im Hauptmenü ist einfach nur extrem kantig. Wenigstens hier hätte man sich Mühe geben können.

Fazit

Wer auf schlechte Simulatoren steht, hat hier vielleicht seinen Spaß. Da das Spiel bei Steam jedoch ca. 15 Euro kostet (was wahrscheinlich die Gesamtkosten der Entwicklung darstellt) gebe ich hier ganz klar keine Kaufempfehlung. Eher frage ich mich jedes Mal aufs Neue, wie es Spiele dieser Art in den Steam-Shop schaffen.

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