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Preview: Surviving Mars – Höher, schneller, weiter

Der Weltraum ist gerade ein sehr beliebtes Thema. Während wir dank Shootern und RPGs schon seit Jahren dort verweilen, haben kürzlich auch die Survival-Entwickler die neue Thematik für sich entdeckt. Im Bereich der Aufbaustrategie gab es mit Sid Meier’s Alpha Centauri Ende der 90er den vermutlich berühmtesten Vertreter. Inzwischen scheint man auch in diesem Genre wieder auf den fernen Planeten Fuß fassen zu wollen. Kürzlich versuchte das beispielsweise Aven Colony, 2018 möchte Surviving Mars ebenfalls mitmischen. Wir durften während der gamescom eine frühe Version des Sci-Fi-City-Builders anspielen.

Publisher Paradox hat ein Faible für Strategie, die gerne etwas komplexer sein darf. Von Stellaris über Crusader Kings 2 bis hin zu Hearts of Iron 4 wurden Veteranen der Strategie bisher bestens unterhalten. Entwickler Haemimont war in der Vergangenheit für sämtliche Neuauflagen des Tropico-Universums verantwortlich. Mit Surving Mars scheint man sich nun in der Mitte treffen zu wollen. Genügend Vorwissen hat man durch die karibischen Diktatorenspiele gesammelt – durch Paradox hat man sich wiederum einen starken Partner geangelt, welcher bestenfalls für die nötige Tiefe im Spiel sorgt.

Der rote Planet

In Surviving Mars müsst ihr, ihr ahnt es vermutlich schon, dafür sorgen, eine Kolonie auf dem Mars zu errichten und deren Überleben sichern. So weit, so einfach. Der rote Planet birgt natürlich allerlei Gefahren. Fernab der sicheren Erde sind vor allem die Basisressourcen wichtig: Wasser und Sauerstoff. Sobald ihr euch darum gekümmert habt, dürft ihr eure Bevölkerung mit fortgeschrittenen Ressourcen umschmeicheln, welche das Leben nicht nur lebenswert, sondern auch liebenswert machen.

Surviving Mars

Bevor ihr euch allerdings um die Details kümmert, dürft ihr vor jedem Trip auf den Mars einen Sponsoren und einen Commander auswählen. Die Sponsoren geben die Richtung an und unterstützen euch beispielsweise bei der Forschung, indem sie euch dafür ein wenig mehr Geld zustecken. Der Commander versorgt euch in einem Gebiet eurer Wahl mit besonderen Vorteilen. Wählt ihr beispielsweise einen Botaniker, ist euer grüner Daumen auf dem fremden Planeten besonders ausgeprägt.

Während sich eure Kolonie zu Beginn vor allem darum sorgt, dass sie genügend Luft bekommt, entwickeln die kleinen Pixelfiguren im Laufe der Zeit auch ausgefallenere Wünsche, denen ihr nachkommen solltet, da die Stimmung sonst zu kippen droht. Die Wohnbereiche der Menschen befinden sich unter den sicheren Kuppeln, welche begrenzt Bauplätze zur Verfügung haben. Das heißt, dass ihr schlau planen solltet, damit ihr diesen bestmöglich ausnutzen könnt. Des Weiteren ist es auch von Belang, welche Gebäude ihr baut. Stellt ihr den Bewohnern beispielsweise sowohl einen Kindergarten, eine Schule und einen Spielplatz zur Verfügung, könnt ihr davon ausgehen, dass die Population eures Planeten sich bald vervielfachen wird.

Surviving Mars

Natürlich gibt es nicht nur Gebäude, die die Familienplanung unterstützen, sondern auch solche, die abseits davon für ein wenig Ablenkung sorgen. Das Casino lockt mit Spaß, könnte eure Bewohner aber in die Glücksspielsucht treiben. Die Bar lockt mit dem geschwungenen Tanzbein, könnte aber zu Alkoholikern führen. Egal welches Bedürfnis die verschiedenen Gebäude stillen – ob Luxus, Spielereien oder Erholung – alle Gebäude haben ihre Vor- und Nachteile.

Je weiter ihr im Spiel voranschreitet, desto mehr Meilensteine schaltet ihr frei, welche euch mit Achievements und Geld belohnen. Um diese überhaupt zu erreichen, solltet ihr euch bevorzugt um die Erforschung neuer Technologien kümmern, die euer umfassender Forschungsbaum für euch bereit hält. Dafür könnt ihr auch Anomalien im Umland erkunden, welche euch nicht nur Vorteile im Spiel verschaffen, sondern auch Baupläne freischalten.

Surviving Mars

Habt ihr alles erkundet und wisst nicht mehr weiter, habt ihr auch immer die Option Unterstützung von der Erde anzufordern. Hierbei könnt ihr sogar angeben, welche Eigenschaften die künftigen Marsbewohner haben sollen. Ihr könnt entscheiden, ob ihr Frauen oder Männer wollt, wie alt diese sein sollen, ob sie eine bestimmte Fachrichtung beherrschen müssen oder ihr fordert gezielt Erdenbürger mit negativen Eigenschaften an, falls euch das Spiel zu einfach ist und ihr eine Herausforderung sucht.

Damit das Sandbox-Spiel nicht langweilig wird, soll der Planet bei jedem Durchgang ein besonderes Mysterium mit sich bringen – ähnlich den Zufallsereignissen in RimWorld. Zudem setzen die Entwickler auf einen umfassenden Modsupport, der das Spiel noch Jahre begleiten darf.

Fazit

Caroline ValdenaireIch habe, zugegebenermaßen, eine große Schwäche für alles, was mit dem Weltraum zu tun hat. Da ich zudem auch ein großer Fan von Aufbaustrategie bin und mir bis heute einen würdigen Nachfolger für Alpha Centauri wünsche, bin ich von den Ideen von Surviving Mars sehr angetan. Zufällige Ereignisse, die auch beim zigsten Anlauf Abwechslung garantieren, hören sich auf dem Papier erst einmal interessant an. Inwieweit das dann tatsächlich so sein wird, kann man natürlich noch nicht absehen. Trotzdem kann das Spiel zumindest im Bereich des City Builders bereits jetzt überzeugen. Die Grafik wirkt sowohl putzig als auch zum Setting passend steril.

Auch wenn der Ausflug auf den Mars während der gamescom doch etwas kurz war, freue ich mich zu sehen, ob Haemimont 2018 auch abseits der Karibik noch einige Asse aus dem Ärmel schütteln kann.

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