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Preview: State of Decay 2 – Die Waisen im Zombieland

State of Decay 2 ist der direkte Nachfolger des Überraschungshits State of Decay aus dem Jahre 2013. Dieser wurde ursprünglich als Exklusivtitel für die Xbox 360 und später dann auch für den PC veröffentlicht. Vermutlich im nächsten Jahr erscheint der lang erwartete zweite Teil des Franchises.

Als 2013 ein weiteres Zombiespiel namens State of Decay veröffentlicht wurde, hat vermutlich niemand mit dem darauf folgenden Erfolg gerechnet. Die Community war so begeistert von dem Konzept, dass die Entwickler das Spiel sogar mit zwei Erweiterungen verlängerten, namentlich Lifeline und Breakdown. Viele der Wünsche der Fans waren im ersten State of Decay allerdings schlicht nicht umsetzbar, weshalb die Rufe nach einem zweiten Teil immer lauter wurden. Vor allem der fehlende Multiplayer wurde immer wieder gefordert und hält im zweiten Teil nun endlich Einzug.

Mehr von allem

State of Decay 2 möchte der Linie Vorgängers treu bleiben und gleichzeitig interessante neue Ideen ins Spiel bringen. Die blassen Charaktere des ersten Teils sollen durch starke Persönlichkeiten mit emotionalen Hintergrundgeschichten ausgetauscht werden. Beliebte Features wie beispielsweise der Basenbau sind wieder von der Partie und sollen etwas verständlicher als zuvor umgesetzt werden. Die Mitbewohner eurer Gemeinschaft hatten natürlich bereits vor der Zombieapokalypse ein Leben und bringen entsprechende Qualitäten mit sich. Manche eignen sich besonders gut als Gärtner und helfen euch dabei Nahrung anzubauen, andere sind besonders gute Sammler und bringen den besten Loot mit nach Hause, wieder andere waren vielleicht Chirurg und flicken die Verletzten nach einem nicht ganz so erfolgreichen Ausflug wieder zusammen.

Da jeder Einzelne eine besondere Funktion erfüllt, ist es besonders schmerzlich und auch entscheidend für das Gameplay, wenn diese Person unfreiwillig das Zeitliche segnet. Glücklicherweise findet ihr auf eurer Reise durch das Umland zufällig andere Überlebende, für die ihr Aufträge erfüllen dürft, kurze Rettungsmissionen bestreitet, mit denen ihr handelt oder die ihr auch einfach direkt für eure Gruppe rekrutieren könnt. Neben den Berufen hat jeder Überlebende auch besondere Eigenschaften, welche sowohl für die Skills als auch die Beziehungen untereinander entscheidend sind. Nicht jeder harmoniert mit jedem, entsprechend müsst ihr bei der Auswahl neuer Mitstreiter auch darauf achten, ob ihr dadurch nicht ein Ungleichgewicht in die Gruppe bringt, was das Zusammenleben im negativen Sinne beeinflusst.

Mehr Neues

Neben den altbekannten Funktionen sind vor allem zwei neue Features besonders interessant. Zum einen die so genannte Blood Plague, zum anderen natürlich der Multiplayer.

Durch die Blood Plague können sich unsere Überlebenden bei besonderen Zombies mit einer Krankheit infizieren, die – entsprechende Medizin vorausgesetzt – aber auch geheilt werden kann. Erkrankt einer der Mitstreiter an der Blood Plague, müssen wir auf Streifzug gehen, um ihn heilen zu können. Sind wir dabei nicht erfolgreich, verschlechtert sich der Gesundheitszustand des Betreffenden so lange, bis wir eine Entscheidung treffen müssen. Um die Gemeinschaft zu schützen, können wir ihn beispielsweise aus der Basis werfen, um ihn später erneut als Zombie anzutreffen oder aber auch, um ihm eine Chance zu geben, selbst eine entsprechende Heilung zu finden. Alternativ können wir ihn auch direkt exekutieren oder aber weiterhin versuchen, eine Heilung zu finden – natürlich mit dem Risiko verbunden, dass er sich in der Zwischenzeit verwandelt.

Vom Multiplayer wurde erneut nicht zu viel verraten, außer, dass man diesen gemeinsam mit maximal drei weiteren Mitspielern genießen kann. Diesbezüglich haben sich die Undead Labs ein sehr praktisches Feature ausgedacht. Befindet ihr euch im Spiel, könnt ihr durch eine Leuchtrakete den Freunden in Xbox Live mitteilen, dass ihr gerade Hilfe benötigt, woraufhin diese eine Benachrichtigung erhalten und euch dadurch direkt ins Spiel folgen können. Die Entscheidungen, welche ihr im Laufe eures Spiels schweren Herzens treffen müsst, wirken sich allerdings nur auf eure persönliche Geschichte und nicht auch auf die eurer menschlichen Mitspieler aus, da diese ihre eigene Gemeinschaft leiten und euch nur als helfende Hand zur Seite stehen.

State of Decay 2

Die Offline Progression des Vorgängers, durch welche sich eure Gemeinschaft auch in eurer Abwesenheit langsam aber stetig entwickelt hat, fällt in State of Decay 2 komplett weg. Das bedeutet: keine unvorhersehbaren Tode mehr, da ihr die volle Kontrolle über eure Community habt und diese tatsächlich nur dann unterwegs ist, wenn auch ihr selbst aktiv im Spiel seid.

Fazit

Caroline ValdenaireState of Decay 2 sieht auf den ersten Blick erst einmal nur aus wie ein aufgehübschtes State of Decay. Das mag für den ein oder anderen schlecht klingen, doch ist es genau das, was die Community und letztendlich auch ich wollte. State of Decay war ein fantastisches Spiel, mit einigen liebenswerten Macken, über die man aber hinwegsehen konnte. State of Decay 2 möchte alte Fehler ausbügeln, was ich sehr begrüße, auch wenn ich diesbezüglich natürlich noch etwas skeptisch bin. Dass man im Multiplayer keine gemeinsame Geschichte erleben kann, ist schade. Vermutlich im Frühling 2018 sehen wir, ob und wie die Undead Labs die Ideen und Wünsche der Community tatsächlich umgesetzt haben.

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