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Preview: Spellforce 3 – Große Fortschritte seit letztem Jahr

Noch so ein Titel, den ich mir schon auf der letzten gamescom angeschaut habe, ist Spellforce 3. Allerdings muss ich zugeben, dass die Entwickler von Grimlore Games mich auf der gamescom 2017 etwas mehr von dem Spiel überzeugen konnten. Der Grund hierfür war, dass 2016 alles noch sehr schwammig klang: Strategie und Rollenspiel werden irgendwie vereint, dann kommt da noch ein Multiplayer rein, irgendwas mit Quests und Skill Trees. Dieses Jahr konnten meine Ansprechpartner aber deutlich konkreter werden.

Langsam wird’s rund

Was mir beim Messestand von THQ Nordic gezeigt wurde, machte einen deutlich schlüssigeren und vor allem fertigeren Eindruck. Das ist auch dringend nötig, denn der Release von Spellforce 3 ist für den 7. Dezember 2017 geplant. Wer sich ein wenig mit der Entwicklung von Videospielen auskennt, weiß, dass dies nicht allzu viel Zeit ist. Doch was haben die Entwickler genau gemacht?

Im Großen und Ganzen sind die Informationen aus dem letzten Jahr noch aktuell: Mit seiner Heldentruppe bereist der Spieler eine riesige Welt, wobei die Helden stärker werden und neue Ausrüstung finden. Immer wieder muss der Spieler aber auch eine kleine Armee befehligen, um bestimmte Sektoren unter Kontrolle zu bekommen. Bei den Fähigkeiten gibt es nun mehr als nur Platzhalter. Dem Anführer, also dem vom Spieler entworfenen Charakter, wird ein eigener Leadership-Tree zur Verfügung gestellt, die der Gruppe Boni verleihen kann. Dann kann der Spieler frei wählen, was er aus seinem Charakter machen möchte. Ein Kämpfer, der sich mitten im Schlachtgetümmel am wohlsten fühlt? Ein Magier, der gleichzeitig Tank sein kann? Grimlore Games haben hier mit Absicht keine Grenzen gesetzt. Insgesamt gäbe es sechs verschiedene Fähigkeitenbäume und acht Begleiter, die jeweils einen einzigartigen Skill Tree mit sich bringen.

Spellforce 3

Auf der gamescom wurde mir diesmal auch gezeigt, wie dies ins Spielgeschehen eingewoben wurde: Eine Stadt wird von Monstern belagert und nur eine magische Barriere hält die Monster davon ab, in die Stadt zu stürmen und alles niederzumachen. Der Spieler hat hier die Wahl. Er kann zur Stadt stürmen und mit seinen aufgestellten Truppen und Helden versuchen, die Monster zu bekämpfen. Oder er kann Energietürme in der direkten Umgebung der Stadt einnehmen, um so die Barriere länger aufrechtzuerhalten. Die Entwickler betonten bei dieser Demonstration, dass ihnen die Entscheidungsfreiheit wichtig war. Die Entscheidungen des Spielers sollen sich in der Welt bemerkbar machen und Einfluss auf den Spielverlauf haben. Für die Autoren von Spellforce 3 war dies eine besonders schwierige Aufgabe, denn Spellforce 3 ist ein Prequel und muss am Ende wieder an Spellforce 1 anknüpfen.

Schöne neue Welt

Die Karte, die uns gezeigt wurde, ist riesig. In Spellforce 3 wird zwischen einer großen Kampagnenkarte, wo der Spieler von Gebiet zu Gebiet reisen kann, und den eigentlichen Gebieten unterschieden. Das können Sümpfe oder auch riesige Städte sein, in denen die Helden sich frei bewegen, kämpfen und mit NPCs reden können. So werden letztlich auch Quests angenommen. Für die epische Reise in Spellforce 3 haben die Entwickler etwa 40 verschiedene Karten entworfen, die sich bei mehrmaligen Besuchen sogar ändern können. Am beeindruckendsten waren die Details, vor allem in den Städten: Bürger gingen ihrer Arbeit nach, vor Wohnhäusern befanden sich kleine Gärtchen, in denen Kürbisse wuchsen und über allem thronte eine prächtige Burg. Ein Lob an die Leveldesigner.

Die Quests sollen von dem bekannten Konzept „laufe der Markierung auf der Karte hinterher“ laut den Entwicklern abweichen. Die Aufgaben sollen den Spieler wirklich herausfordern. Er müsse sich in manchen Fällen ernsthaft mit der Welt von Spellforce 3 auseinandersetzen, um auf die Lösung einer Quest zu kommen. Für manche könnte das frustrierend werden. Doch wenn die Quests gut geschrieben sind, könnte das durchaus funktionieren. Zumindest seien alle Dialoge voll vertont.

Multiplayer noch in der Testphase

Unkonkret wird es jedoch wieder beim Mehrspielermodus. Dieser sei implementiert, allerdings seien sich die Entwickler noch nicht ganz sicher, was das Beste für Spellforce 3 ist. So wird es auf jeden Fall den Koop-Modus für mindestens zwei Spieler geben, doch ist das Entwicklerstudio noch am Testen, ob auch mehr Mitspieler funktionieren. Momentan seien insgesamt drei Spieler der Favorit. Auch Matches gegeneinander stehen laut Grimlore Games auf dem Plan, doch hierzu konnte mir keine genauere Auskunft gegeben werden.

Spellforce 3 erscheint am 7. Dezember 2017 für PC.

Fazit

Wirklich gespannt darauf bin ich, wie die finale Version von Spellforce 3 aussehen wird. Was anfangs noch chaotisch zusammengewürfelt wirkte, hat mittlerweile eine ordentlich aussehende Form bekommen, die als Spiel auch mein Interesse weckt. Skeptisch bin ich nach wie vor bei den implementierten RTS-Elementen. Wenn diese nur oberflächlich sind und sich zu einem Stolperstein entwickeln, auf den man nach mehreren Stunden Spielzeit keine Lust mehr hat, könnte das ein Gamebreaker sein.

Bei den RPG-Elementen mache ich mir dagegen keine Sorgen mehr. Mit Spellforce 3 scheint im Dezember eine tolle Geschichte auf den Markt zu kommen, die jeder Spieler individuell erleben kann. Eigener Held, eigene Entscheidungen und damit die Welt verändern. Klingt doch reizvoll. 

Vorschau Produkt Preis
Spellforce 3 [PC] Spellforce 3 [PC] 49,99 EUR

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