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Preview: Rise of Industry – Industriehaie unter sich

Rise of Industry ist ein waschechter Wirtschaftssimulator. Hier muss der Spieler sich nicht mit lästigen Dingen wie dem Häuserbau oder der Unterhaltung seiner Einwohner herumschlagen, sondern konzentriert sich alleine auf seine Produktionsketten. Der Rest wird von der KI übernommen. Auf der gamescom 2017 habe ich mit Alex Mochi, dem Lead Designer der Dapper Penguin Studios, über das Indie-Game gesprochen.

Eine Mischung aus Anno und Factorio

Die Vorbilder der Entwickler scheinen dieses Jahr wohl klar gesteckt: Auch Alex zieht die Anno-Reihe als Inspiration heran und auch der Einfluss des Fabrik-Simulators Factorio ist deutlich erkennbar.

Rise of the Industry

Rise of Industry versetzt den Spieler ins 20. Jahrhundert und gibt ihm die Möglichkeit, ein Industrie-Gigant zu werden. Das Spiel soll Tiefe beweisen, unter anderem durch die komplexen Produktionsketten. So reicht es beispielsweise für Äpfel nicht, auf einem Stück Land ein paar Bäume zu pflanzen und darauf zu warten, dass diese Früchte tragen. Das Biom muss stimmen, denn Apfelbäumen geht es in sehr trockenen Regionen nicht gut. Außerdem muss genügend Wasser an die entsprechende Stelle geliefert werden. Noch komplizierter wird es etwa, wenn der Spieler Burger machen möchte: Hierfür benötigt er mindestens Fleisch, Brötchen und Salat, was von verschiedenen Zulieferern kommt.

Auf der gamescom hat Alex mir erklärt, dass es in Rise of Industry in der aktuellen Alpha-Version schon 50 verschiedene Produkte gibt. Das Ziel des Entwicklerstudios ist es jedoch, diese Zahl zu verdreifachen.

Doch das Bauen von Produktionsstätten ist nur die halbe Miete: Der Spieler muss Transportwege organisieren, für die nötige Werbung sorgen und darf dabei nicht vergessen, dass die Stadtbevölkerung ständig veränderte Bedürfnisse hat. Kommt er diesen nicht nach, kann das Verhältnis zwischen Stadt und Industrie schnell in die Brüche gehen. Werden die Mitmenschen aber bei Laune gehalten, wachsen die Städte, es gibt mehr Konsumenten und mehr Handelsketten, die beliefert werden können.

Rettet die Umwelt

Auch in Rise of Industry spielt die Umweltverschmutzung eine große Rolle. Bestimmte Fabriken können ihrem Umfeld schaden, weswegen es unklug wäre, das bereits erwähnte Feld mit Apfelbäumen neben einer großen Fabrik zu pflanzen.

Rise of the Industry

Auch die Städter ziehen es vor, lieber saubere Luft einzuatmen. In der fertigen Version von Rise of Industry soll es außerdem möglich sein, dass rücksichtslose Umweltverschmutzer die Menschen in nächster Nähe krank machen. Der Image-Schaden für das Unternehmen des Spielers muss dann durch teure Öffentlichkeitsarbeit wieder repariert werden.

Wenn Rise of Industry am 29. Januar in den Steam Early Access startet, wird der Multiplayer noch nicht verfügbar sein. Alex meinte aber, dass dieser auf jeden Fall kommen wird. So soll es möglich sein, sich mit Freunden bei Produktionsketten abzusprechen. Die Spieler wären dann voneinander abhängig und müssten auftretende Probleme gemeinsam lösen. Oder sich eben in Discord anmeckern.

Außerdem planen die Entwickler von Dapper Penguin Studios das Spiel auch nach Release noch lange mit kostenlosen Inhalten zu versorgen. Laut Alex sei es dabei nicht ihr Ziel, den Leuten das Geld aus den Taschen zu ziehen, indem sie für jede Kleinigkeit Geld verlangten. Hinzu kommt, dass Rise of Industry für die Modding-Szene komplett geöffnet werden soll. Ein Rise of Industry: Mordor Edition? Laut Alex durchaus möglich. Der Community seien dabei kaum Grenzen gesetzt.

Fazit

Ein kleines Spiel ganz groß, so klingt Rise of Industry zumindest auf dem Papier. Die tiefgreifende Simulation gepaart mit einer zeitlosen Grafik und einer angenehm aufgeräumten Benutzeroberfläche klingt vielversprechend und macht Lust auf mehr. Auch die intelligenten Städte klingen auf dem Papier toll. Jetzt müssen Dapper Penguin Studios nur noch zeigen, dass sie diese ambitionierten Pläne auch umsetzen können.

Wer Simulationen nicht abgeneigt ist, sollte sich für das nächste Jahr Rise of Industry vormerken. Außerdem hat Alex gemeint, er liest alle Texte, die über sein Spiel veröffentlicht werden: „Hi Alex, I enjoyed the appointment with you! I think you’re doing a fantastic job with Rise of Industry!“ (Anmerkung des Lektors: Herrgott, Sandro.)

Ein Kommentar

  1. As promised, I do read everything! And hi Sandro, glad you liked what I had to say! :D

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