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Planet Explorers: Preview – Star Trek trifft 7 Days to Die

Der Weltraum, unendliche Weiten – dies sind die Abenteuer des Raumschiffs… ach Moment, wir sind ja bei Planet Explorers, dem Voxel-Spiel von Pathea Games. Seit der Steam-Veröffentlichung am 11.03.2014 gibt uns das Spiel die Möglichkeit einen fremden Planeten zu entdecken. Aktuell befinden wir uns in der Early-Access Alphaversion 0.72. Wir schauen uns für euch die ersten Spielminuten des Einzelspielermodus an.

Direkt nach dem Spielstart können wir zwischen dem Geschichtsmodus (Story), dem Abenteuermodus (freies Spiel) oder dem Build Modus (freies Bauen) wählen. Wir entscheiden uns erst einmal für den Story Modus.

Wie alles begann…

Viele Lichtjahre entfernt von der Erde sind wir auf der Suche nach einer neuen Heimat für unsere Kolonisten. Mit zahlreichen Materialien bestückt und Mitarbeitern aus jeder Berufsrichtung an Bord, sollte der neuen Siedlung nichts im Weg stehen. Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre. Kurz vor einer stabilen Kreisbahn im Orbit des neuen Planeten „Maria“ im Epsilon Indi System prallt unser Kolonistenschiff auf ein unbekanntes Objekt. Durch die schweren Schäden eingeschränkt, stürzt unser Schiff direkt auf den Planeten, wobei sich die Besatzung gerade noch in die Notschiffe retten kann und damit weit verstreut auf dem Planeten landet.

Erste Schritte

Unten angekommen machen wir uns mit unserem Alter Ego, dessen Namen und Aussehen wir selbst bestimmen können, erst einmal auf die Suche nach Pflanzen für einen Heiltrank. Den brauchen wir auch dringend, da unsere Freundin Gerdy Hook, die mit uns im Rettungsboot saß, beim Aufprall schwer verletzt wurde. Gesagt, getan. Schnell drei Sorten Kräuter gesammelt und den Heiltrank gebraut.

Leider zeigt der Trank nicht die erwartete Wirkung und wir machen uns auf dem Weg nach weiteren Überlebenden, um vielleicht den Doktor des Schiffes zu finden. Gerdy zeigt uns noch schnell wie wir uns aus Holz einen Schild und ein Schwert schnitzen und dann geht es auf unsere erste Reise. Neben kleinen knuddeligen Dinosauriern und affenähnlichen Zwergen treffen wir nachts auf Insektenmonster, die stark an Spinnen und Käfer erinnern. Mit Hilfe des Radars können wir die Feinde jedoch gut umgehen und schleichen uns zum Landepunkt von Rettungsboot 2, welches zusätzlich auf der Minimap markiert ist.

Am Landepunkt angekommen, finden wir ein kleines Camp vor, in dem uns der Wachmann Tony Healy und der Doktor Allen Carter erwarten. Schnell den Doc eingepackt und zurück zu Gerdy. Leider kann der Doktor vor Ort nicht helfen, schultert Gerdy kurzerhand und wir reisen wieder zurück zum Camp. Unterwegs sollen wir den Doc beschützen, was leider nicht so ganz gelingt, da der Doktor den Hang hat, ständig vor zu rennen. Wir selbst werden auf dem Weg von Dinosauriern und Insekten attackiert, die uns beim Laufen töten würden, sodass wir gezwungen sind, den Doktor laufen zu lassen. Hier zeigen sich die ersten Schwächen der KI – Nichtspielercharaktere reagieren nämlich nur selten bis gar nicht auf die Handlungen von Monstern. Für die Quest ist das allerdings nicht wichtig, da wir die Aufgabe auch beenden können, wenn der Doktor allein in das Camp läuft. Gerdy wird nun in der medizinischen Station versorgt und wir machen uns auf den Weg, um weitere Überlebende zu finden.

Suche nach Überlebenden

Viele Kilometer über grüne Wiesen und vorbei an massenhaft Monstern finden wir schließlich im Westen Chen Zhen, der neben einem Meteoritenkrater steht. Unsere Freude einen weiteren Mitarbeiter gefunden zu haben trübt sich schnell, denn der Einzige, der hier arbeitet, sind wieder mal wir. 30 Eisen, 30 Kupfer und 5 Zinn sollen besorgt werden und da Chen lieber ein Nickerchen hält, obwohl er der Sicherheitsoffizier ist, müssen wir im Krater schuften. Beim Aufspüren der Erzadern hilft uns unser Tricorder, Entschuldigung „Scanner“, der im Umkreis unseres Helden nach der gewünschten Erzart sucht.

Zur Belohnung für unsere Grabungskünste erhalten wir die Baupläne für eine Pistole und die zugehörige Munition. Zusammen mit den Bauplänen für Abwehrgeschütze können wir uns nun auf den Weg zum Camp machen, um dort für Sicherheit zu sorgen.

Kaum sind wir mit Chen am Camp angekommen, werden unsere neuen Fähigkeiten direkt eingesetzt. Eine Horde von Dinosauriern belagert unsere Basis. Kurz die Geschütze aufgebaut, die Waffe gezogen und ab geht das lustige Dino-Schnetzeln. Fix und fertig und bar jeder Munition sammeln wir schnell das Fleisch der toten Dinos und nehmen die nächsten Aufträge an. Das Tierfleisch können wir einerseits nutzen, um unseren Fitnessbalken (Stamina) wieder aufzufüllen, anderseits dient das Fleisch auf Maria als Währung zum Kauf von Gegenständen. Neben dem Einkauf von Material können wir besondere Punkte der Karte (meist NPC-Lager) auch über eine Schnellreise-Funktion erreichen, die wir auch mit Fleisch bezahlen müssen.

Wir erhalten sodann neue Rezepte für ein Steinschwert, bzw. ein Steinschild und machen uns direkt wieder auf die Suche nach weiteren Überlebenden. Hier beenden wir unseren Ausflug in die Welt von Planet Explorers.

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Questdesign und Grafik

Planet Explorers befindet sich zur Zeit noch in einer fortgeschrittenen Alphaversion. Das heißt, dass viele Eigenschaften des Spiels noch nicht final sind und stetig Änderungen an Gegenständen, Monstern und Umgebung vorgenommen werden. Von der Grundidee macht Planet Explorers schon einen guten Einruck. Die Kampagne besteht aus Quests, die wir in Grundzügen schon aus Spielen wie World of Warcraft kennen. Bringe mir 20 Einheiten XYZ, suche Person ABC oder eskortiere Rekrut H zu Stützpunkt I. Leider spielen sich die Quests genau so langweilig, wie sich diese Aufzählung liest. Einen Pluspunkt erhält Planet Explorers jedoch dafür, dass ein Großteil der Questtexte bereits vertont worden ist. Auch die Freischaltung der neuen Ausrüstungsgegenstände durch Aufgaben erfolgt sehr angenehm und stimmig. Die Spielwelt passt sich an unsere Fortschritte an, baut alte Stützpunkte ab und versetzt besuchte Personen zum Hauptcamp. Hierbei sieht die grüne Planetenlandschaft im ersten Moment sehr schön aus. Sind wir allerdings einige Zeit in der Welt von Planet Explorers unterwegs, stellen wir fest, dass sich die gleichen Wiesen, Pflanzen und Monster immer wiederholen. Zur Orientierung ist die Übersichtskarte bitter nötig, da die Gegenden sich gleichen wie ein Ei dem Anderen. Hierbei wirkt vor allem das überall vorhandene Gras durch sein zweidimensionales Design maßgeblich mit.

Weitere Mankos zeigen sich bei unseren ersten Bergbauversuchen. Wir graben unser Loch in den Boden, um Kupfer und Eisen zu bergen. Dabei rutscht unser Charakter von einer nicht vorhanden Kante immer weiter in der Gegend rum, ohne dass wir uns bewegt haben. Buddeln wir uns tiefer in den Boden, verschwinden abgebaute Bodenteile manchmal im Nirgendwo, ohne dass wir Eisen im Inventar erhalten. Die Erze sind einfach verschwunden. Graben wir uns dabei zu starr in den Boden, warnen uns Pixelfehler vor einer weiteren Grabung. Wird diese ignoriert, fallen wir durch den Boden der Welt und stehen plötzlich in einer unterirdischen Höhle, die wir nur durch die Schnellreisefunktion verlassen können, da sich kein Ausgang zeigt.

Der Baumodus

Während unseres kurzen Spiels hatten wir die Möglichkeit, einige unserer Materialien noch für den Baumodus zu verwenden.

Dieser ist in Planet Explorers sehr weit fortgeschritten. Es lassen sich einzelne Bauklötze, aber auch kleine Linien und Wände mit einem Klick errichten. Hinzu kommt die sehr gute Möglichkeit das Aussehen der Blöcke zu verändern. So setzen wir nicht nur Vierecke, sondern auch Schrägen, Kugeln und Kreise, um unser neues Zuhause oder unsere Verteidigungsanlagen an unsere Wünsche anzupassen. Unser kleines Beispiel mag zwar manchem Baukünstler nur ein müdes Lächeln entlocken, aber dafür ist es in nur wenigen Sekunden entstanden. Hier sieht man schon die guten Ideen und liebevolle Arbeit der Entwickler.

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Monster, Bugs und andere Gefahren

Der Kampf gegen Monster im Spiel gestaltet sich allerdings sehr schwierig. Zwar ist an unseren Waffen ein Schadenswert angezeigt, jedoch können wir keine Statuswerte der Monster sehen, wenn wir diese anvisieren. Der zugehörige Lebensbalken zeigt sich uns erst, wenn wir den ersten Angriff auf das Monster durchgeführt haben. Da dem Balken aber eine Lebensanzeige fehlt, erleben wir hier die eine oder andere Überraschung. Manche Monster befördern uns nämlich direkt mit dem ersten Schlag ins Jenseits. Für den Fall des Todes führen wir zwar Wiederbelebungstränke (Revival Shots) mit uns, jedoch belagern manche Monster unsere Leiche, sodass wir direkt nach der Wiederbelebung sofort wieder tot umfallen. Erst mit Fernkampfwaffen zeigen sich gute Ergebnisse gegen Monster, wobei die Projektile der Pistole sehr langsam fliegen und wir uns nicht immer sicher sind, ob wir das Ziel wirklich treffen. Dies ist gerade bei fliegenden oder springenden Monstern sehr schwierig.

Hier besteht nach unserer Sicht noch dringender Verbesserungsbedarf. Allerdings hat das Spiel bereits jetzt schon Einiges zu bieten. Einen kleinen Einblick erhaltet ihr im folgenden Trailer:

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Fazit

Im Gesamtbild zeigt uns Planet Explorers einen bunten und interessanten Mix aus bereits bewährten Konzepten. Wir entdecken, kämpfen, craften und bauen. Auf Grund der trüben und unausgereiften Grafik, wackeligen Animationen und diversen Bugs können wir zum Preis von 22,99€ momentan jedoch noch keine Kaufempfehlung aussprechen. Besonders gefallen hat uns im Test jedoch die schöne Hintergrundmusik, die sich an die Kampfsituationen anpasst und sich generell gut in das Design einfügt, sowie der hervorragende Baumodus. Für Entdecker und Bastler liefert Planet Explorers genug Stoff und Potential, um bereits jetzt sehr unterhaltsam zu sein. Wir erwähnen hier nur einmal die aufbaubaren Geschütze oder den Fahrzeug-Editor, mit dem eigene Vehikel erstellt werden können. Wer ein Survivalspiel mit Kampfeinlagen sucht, das schon ausgereifter ist, sollte lieber zu fertigeren Spielen wie 7 Days to Die greifen. Die Entwickler trotzen dennoch vor guter Ideen und wenn der Kampfmodus samt Lebensbalken noch einmal überarbeitet wird, steht uns ein großer Indie-Knaller bevor. Wir erwarten mit Spannung, wie sich das Spiel weiterentwickelt und halten euch auf dem Laufenden.

 

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