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Preview: Orwell: Ignorance is Strength – Leiste deinen Beitrag

Orwell ist nicht nur ein Name, der Begriff steht auch für totalitäre Regime, Dystopien, Überwachung und Unterdrückung. Der erste Teil von Orwell konnte dieses Gefühl beeindruckend einfangen, umso spannender war es also zu sehen, wie Orwell: Ignorance is Strength seinem Namen gerecht wird und was es Neues geben wird.

Orwell ist im Spiel ein fiktives System, mit dem Informationen über Personen beschafft werden können. Es verletzt die Privatsphäre im Namen des Rechts und verlangt von Spielenden zu entscheiden, welche Informationen über eine Person wie ausgelegt und ihr möglicherweise zur Last gelegt werden. Wir haben bereits den ersten Teil gespielt und euch ausführlich davon berichtet.

Der Nachfolger kommt mit einer komplett neuen Geschichte daher, die neue Charaktere einführt, aber am gleichen Tag beginnt wie die erste Episode vom ersten Teil. Dieses Mal ließ sich das Team von Osmotic Studio von der aktuellen politischen Lage inspirieren, Fake News und Social Media spielen eine ebenso große Rolle wie die Frage, wer richtig oder falsch handelt. Spielende loggen sich wieder in Orwell ein und wieder müssen die Leben von Verdächtigen untersucht werden. Telefongespräche werden abgehört, soziale Netzwerke durchsucht und E-Mails gelesen. Im Mittelpunkt stehen ein mutmaßlicher Terrorist und ein Journalist, der mit seinen Veröffentlichungen die öffentliche Wahrnehmung von Ereignissen manipuliert. Das Bild vom Bombenanschlag aus dem ersten Teil ist auf seiner Seite zu finden, allerdings hat er das Bild bearbeitet, sodass es noch dramatischer wirkt. Orwell: Ignorance is Strength will unterschiedliche Perspektiven auf ein und dieselbe Sache zeigen und fragt dabei die Spielenden, auf welcher Seite sie stehen. Die Frage nach richtig und falsch ist natürlich nicht zu beantworten, doch Orwell fordert eine Entscheidung: Der Regierung dienen oder gegen das System arbeiten?

Orwell - Ignorance is Strength

Nicht nur der Plot, auch das Gameplay hat sich weiterentwickelt. Erstmals können Spielende die gesammelten Informationen wieder verwenden und damit beispielsweise Passwörter knacken. Das Spielgefühl bleibt ähnlich, wirkt aber um einiges komplexer und macht deutlich, wie viel Einfluss Spielende auf den Verlauf der Story haben – nämlich jede Menge. Zusätzlich kann das Profil aus dem ersten Teil importiert werden und so neue Möglichkeiten eröffnen. Ein Psychotest dient als verstecktes Tutorial und zeigt nicht nur Einsteigern, wie Orwell funktioniert, sondern demonstriert zugleich wie sehr das System seine Mitarbeiter überwacht. Ende des Jahres soll die erste von drei Episoden erscheinen. Die restlichen werden wieder im wöchentlichen Abstand veröffentlicht und sollen insgesamt eine ähnliche Länge haben wie das erste Orwell.

Christina KutscherAuch vor Orwell: Ignorance is Strength saß ich wieder länger als ich sollte. Es ist faszinierend zu sehen, was für Informationen über Personen beschafft werden können und das Spiel bietet einen unangenehmen Blick auf unser eigenes Verhalten im Internet. Das politische Klima, das das Spiel thematisiert, wäre Grund zum Lachen, wäre es nicht so traurig und auch diesen Umstand illustriert das Spiel mit dem gewohnt nüchternen und beängstigend sterilem Interface. Es ist ein Qualitätsmerkmal, dass ich selbst meine Mutter vom ersten Orwell überzeugen konnte und bestimmt (ganz sicher) werden wir auch Orwell: Ignorance is Strength zusammen spielen.

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