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Preview: New World – Auf zu neuen Ufern

22. August 2018

Preview: New World – Auf zu neuen Ufern

Seit der Ankündigung von New World im Oktober 2016 hielten sich die Amazon Game Studios zum kommenden Sandbox-MMORPG sehr bedeckt. Wir durften während der gamescom 2018 einen ersten Blick auf das Spiel werfen und eine sehr frühe Pre-Alpha anspielen.

Neue Welten

Wir befinden uns im 17. Jahrhundert einer alternativen Zeitlinie. Als frischer Siedler betreten wir einen unbekannten Kontinent und wollen diesen zähmen. Dabei stoßen wir auf allerlei Kreaturen und Widersacher, während wir damit beschäftigt sind, irgendwie zu überleben. Die Kernaufgabe unseres Siedlers besteht in New World darin, die titelgebende neue Welt zu erforschen, zu bevölkern und die dort ansässigen bösen Mächte auszulöschen.

Um das zu bewerkstelligen, können wir uns mit anderen Mitspielern zusammenschließen und die riesige Welt gemeinsam erobern. Hier erwarten uns Wälder, Sümpfe, Berge, Schneegebiete, Wüsten oder auch Grasland. Auf der Map werden interessante Orte in eurer Umgebung hervorgehoben, die zum Erkunden einladen. Dazu gehören unter anderem Ruinen, Gildenstützpunkte, Dörfer und Orte, die ihr von Gegnern befreien müsst, um sie zu beanspruchen. Ebenfalls findet man auf der Karte auch die Jagdgebiete gefährlicher Tiere, wie beispielsweise Wölfe oder Bären.

Während unserer Anspielzeit haben wir nur einen kleinen Teil der Karte gesehen und sind einen begleiteten Weg durch selbige stolziert – wie abwechslungsreich das fertige Produkt aussehen wird, kann man also, auch ob des noch sehr frühen Entwicklungsstatus noch nicht abschätzen. Fest steht aber, dass die Welt riesengroß werden soll. Ob und wie dieses Ziel erreicht wird, bleibt offen.

Neue Spieler

Als Spieler hat man in New World verschiedene Optionen, um seine Zeit zu verbringen. Man könnte beispielsweise Teil eines Clans werden, welche bisher bis zu 50 Personen fassen. Diese Zahl soll im Laufe der Zeit sogar noch nach oben geschraubt werden, um mächtige Clans zu ermöglichen. Insgesamt sollen sich in der Welt hunderte Spieler befinden. Möchte man sich nicht um das gemeinsame Erobern der Welt kümmern, sondern lieber gemütlich durch die Welt streifen, ist natürlich auch das möglich. Dabei steht euch frei, wie ihr euren Charakter entwickeln wollt, da New World auf ein klassenloses Skillsystem setzt. Ihr könnt euch also sowohl auf das skill-basierte Kämpfen und dazugehörige Spezialisierungen fokussieren oder der mächtigste Schmied des Landes werden, indem ihr die typischen Handwerks-Skills ausbaut.

Daneben könnt ihr in der Welt auch ganze Siedlungen aus dem Boden stampfen und gemeinsam mit anderen Allianzen schmieden, um diese zu verteidigen. Apropos Verteidigung: Solltet ihr einen streitlustigen Tag haben, könnt ihr auch in den Krieg ziehen. Wie genau das allerdings aussehen soll, konnte man uns noch nicht zeigen.

Um die Welt bewohnbar zu machen, könnt ihr sämtliche Ressourcen abbauen, die ihr findet. Dazu gehören die üblichen Verdächtigen: Steine, Bäume, Büsche und mehr. Und falls ihr euch das Bauen zu langwierig sein sollte, könnt ihr euch auch um die passende Ausstattung eures Charakters kümmern, eure Crafting-Skills verbessern und aus einem Katalog hunderter Gegenstände den für euch passenden herstellen. Wie wäre es denn beispielsweise mit einem legendären Schwert? Dadurch könnt ihr nicht nur die Überlebenschancen eures Charakters verbessern, sondern seid auch gerüstet, falls ein bösartiger Spieler euch ans Leder will, weil ihn das eingebaute Justizsystem nicht stört. Ja, auch das wird es geben. Toxische Spieler sollen durch die spielergestützte Justiz nicht so einfach davonkommen

New World Screenshot

Fazit

Caroline ValdenaireNew World ist ein vielversprechender Titel, der mich vor allem an Life is Feudal erinnerte. Dass die Spieler einen Großteil der Entscheidungen innerhalb des Spiels übernehmen sollen, klingt interessant, doch wurde noch nicht gezeigt, wie diese Ideen im Detail im Spiel funktionieren werden. Auch wenn ich eine frühe Pre-Alpha-Version gespielt habe, wirkt das Konzept bisher stimmig. Die Größe der Karte stimmt mich allerdings nachdenklich, da ich Qualität statt Quantität bevorzuge und entsprechend in Frage stelle, ob man eine solch große Welt auch würdig mit spannenden Inhalten füllen kann. Falls das gelingt und die versprochenen social Features kundenfreundlich funktionieren, steht der Reise in die neuen Welten nichts mehr im Weg. Ich bin gespannt, was die Amazon Game Studios hier noch entwickeln.

Einen Veröffentlichungstermin gibt es leider noch immer nicht, doch sollen Ende des Jahres erneut Playtests stattfinden, um weiter am Spiel zu feilen.

Caroline Valdenaire

Caro blickt auf eine abwechslungsreiche Spielekarriere zurück - schließlich darf sie sich schon seit Mitte der 90er ein Zockerweibchen nennen. Am liebsten spielt sie im Team, damit sie dann alle - wie im echten Leben - bemuttern kann. Inzwischen haben es ihr vor allem die Survivalspiele angetan. Bei Gameplane ist sie irgendwie Mädchen für alles, hauptsächlich aber Madame Chefredakteurin.