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Preview: Mount and Blade 2: Bannerlord – Blutige Multiplayer-Schlachten

Letztes Jahr hat Taleworlds noch die Belagerungsschlachten in Mount and Blade 2: Bannerlord gezeigt, doch auf der gamescom 2017 geht es Mann gegen Mann (oder Frau). Die Entwickler vor Ort haben über alles andere rund um das Sandbox-RPG nicht viele Worte verloren. Dieser Artikel handelt also ausnahmslos vom sogenannten Captain Mode.

Blut im Wüstensand

Die Schlachten werden zwischen drei Spielern pro Seite ausgetragen. Jeder Spieler kann vor dem Beginn des Kampfes seine Klasse auswählen und anpassen. Auf der Messe standen Infanterie, Fernkämpfer und Kavallerie zur Verfügung. Zu jeder Klasse gab es verschiedene Variationen: leichte Infanterie mit Speeren, schwere Infanterie mit Schwertern und Speerwerfer. Letztere hätte ich eher den Fernkämpfern zugeordnet, aber Taleworlds scheint das für Mount and Blade 2: Bannerlord anders zu sehen. Bei den Bogenschützen konnte ich mich zwischen leichten und schweren Einheiten entscheiden, ebenso bei der Kavallerie. Jeder Spieler bekommt zudem eine tapfere Schar Gefolgsleute mit derselben Ausrüstung.

Unser Schlachtfeld war in der Wüste. Felsformationen und Burgruinen bestimmten das Bild der Landschaft und ich fand es schade, dass ich letztere nicht betreten konnte. Ziel des Spielmodus ist es, den Gegner auszulöschen oder zwei der drei Fahnen zu halten, um das gegnerische Punktekonto leerzuräumen. In keinem der drei Matches war das jedoch der Fall. Die Vertreter der Presse und ich hatten es nur darauf abgesehen, das Blut des jeweils anderen zu vergießen.

Die erste Runde habe ich als Bogenschütze mit einer schweren Rüstung gespielt. Mit meinen beiden Teamkameraden hatte ich mich so koordiniert, dass der eine mit seinen Speerträgern meine Reihen beschützt, während der dritte mit seinen berittenen Einheiten auf eine gute Gelegenheit wartet, um zuzuschlagen. Unsere Gegner waren allerdings schlauer: Deren Kavallerie hatte einen weiten Bogen um die Frontlinie mit den Speerträgern gemacht und ist meinen Bogenschützen in den Rücken gefallen. Schnell brach Chaos aus: Verzweifelt versuchte mein Kollege mit seinen Speerträgern die feindlichen Reiter zu vertreiben, während die eine Attacke nach der anderen ritten. Tatsächlich konnten wir dem Überraschungsangriff dank der schweren Rüstung meiner Bogenschützen standhalten und einen Soldaten nach dem anderen von seinem Pferd holen. Glück gehabt, Runde zwei.

Mount and Blade 2: Bannerlord

Uns sollte auf keinen Fall das gleiche passieren wie in der ersten Runde. Mein Team und ich planten deswegen eine kleine Falle. Meine Bogenschützen und ich platzieren uns auf einem Felsen mit guter Sicht auf die Mitte des Schlachtfelds, wo die beiden anderen den Gegner beschäftigen. Diese Strategie ging voll auf: Erst sehr spät fiel den Gegnern auf, dass sie von oben beschossen wurden, doch zu diesem Zeitpunkt war es schon zu spät.

Das Problem mit dem Teamwork

Wer im Captain Mode von Mount and Blade 2: Bannerlord im Team arbeitet, brauch gute Kommunikation. Auf der Messe hatte ich den Vorteil, mit meinen Teamkameraden in einem Raum zu sitzen. Absprachen konnten schnell getroffen werden und dennoch war alles ein bisschen chaotisch. Wenn im Multiplayer völlig Fremde mit dem Spieler in die Schlacht ziehen und nicht mit Sprachchat verbunden sind, wird dieser Modus kein gutes Erlebnis bieten. Ob die Flaggen von den Spielern ignoriert wurden, weil sie als Spielziel nicht taugen oder weil wir zu blutrünstig sind, bleibt offen.

Mount and Blade 2: Bannerlord

Technisch kann Mount and Blade 2: Bannerlord voll überzeugen. Die Umgebung sieht toll aus, die Rüstungen sind detailliert und das blutige Chaos einer Schlacht wird gut vermittelt. Das Nahkampfsystem ist dasselbe wie im Vorgänger und endet mit meinen bescheidenen Fähigkeiten in wildem Gehacke. Spannende Duelle à la For Honor sind nicht zu erwarten.

In einem Gespräch mit den Entwicklern haben diese mir erzählt, dass intern der Multiplayer ausgiebig getestet werde. Teams mit jeweils fünf Spielern stehen ganz oben auf der Liste von Talesworld. Noch mehr Spieler wären denkbar, das muss aber erst getestet werden.

Fazit

Vor allem die Optik von Mount and Blade 2: Bannerlord ist beeindruckend. Die in die Jahre gekommenen Vorgänger sind dazu gar kein Vergleich mehr. Ob der Multiplayer allerdings für mehr als ein schnelles Match zwischendurch gut ist, konnte ich während meines Messebesuches nicht feststellen. Zwar hat das Waffenarsenal einiges zu bieten und ermöglicht somit vielfältige Taktiken, aber der Anreiz für das Erobern und Halten der Flaggen muss größer werden.

Außerdem ist es immer noch nicht klar, wann das Spiel eigentlich erscheinen soll, was allerdings keine Kritik sein soll. Wenn die Entwickler sich die Zeit nehmen, die sie brauchen, ist das eine gute Sache.

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