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Preview: Life is Feudal: MMO – Mittelalterliches Werkeln

Life is Feudal ist kein neuer Begriff in Gamer-Kreisen. Das erste Spiel von Entwickler Bitbox erschien bereits 2011 unter dem Namen Life is Feudal: Your Own. Das Sandbox RPG ist damals überaus erfolgreich gestartet und es kamen erstaunlich große Spielerzahlen zustande. Nachdem das Studio mit Life is Feudal: Forest Village sich noch in die Strategieszene gewagt hatte, kommt nun ein MMORPG. Wir haben die Beta gespielt und haben uns ein Bild des Spiels machen können.

Schöne Landschaften

Weite Landschaften, massige Berge, riesige Grasflächen und alles noch von Menschenhand unberührt. Das erwartet den Spieler, wenn man sich in die Wildnis von Life is Feudal: MMO wagt. So oder so ähnlich sah unsere Welt zur Zeit des Mittelalters noch aus, bevor die Natur riesigen Städten gewichen ist. Eine perfekte Umgebung also für ein Sandbox-MMO. Man startet zunächst in einer Art Stadt, die auf einem Hügel errichtet worden ist, und wird direkt in eine schöne mittelalterliche Umgebung hineingeworfen. Bis man allerdings selbst so eine ausladende Stadt bauen kann, ist es noch ein weiter Weg. Leider sind in der Stadt keine NPCs. Diese hätten dem ganzen etwas mehr Leben eingehaucht. Es begegnen einem also auf seinem Weg nur andere Spieler.

Nachdem man sich dann durch einige Tutorials zu Steuerung geklickt hatte, geht es erst einmal auf Erkundungstour. Man weiß allerdings zuerst gar nicht richtig wohin, denn die Welt ist wirklich riesig. Im Norden gibt es schneebedeckte Landschaften und Berge, im Süden eine Wüstenlandschaft und mittendrin die gewohnte Flora und Fauna. Die Stadt befindet sich mittig auf der Karte und man sollte seine Route sehr bedacht wählen. Denn bis man erst einmal ein kleines Stück auf der Mini-Map zurückgelegt hat, dauert es schon eine ganze Weile. Daher habe ich mich auch bald dazu entschieden, nicht allzu weit von der Stadt mein Lager aufzuschlagen.

Die Grafik der Welt ist alles in allem in Ordnung. Wenn man bedenkt, dass diese riesige Welt flüssig geladen werden muss, damit es zu keinen Framerateeinbrüchen kommt, kann man kleinere Unschönheiten schon mal verschmerzen. Denn zum Beispiel sind die Bodentexturen manchmal sehr verwaschen und unscharf. Auch manche Bäume sehen sehr lieblos aus. Wenn man aber einen Schritt zurücktritt und nicht so sehr auf die Details achtet, dann sieht Life is Feudal: MMO wirklich hübsch aus. Auch das Licht- und Schattenspiel ist gelungen und gibt dem Ganzen eine schöne Atmosphäre. Das wird vor allem in der Nacht deutlich, wenn man nur mit seiner Fackel unterwegs ist oder auf die Laternen an den Gebäuden angewiesen ist.

Gameplay

Kommen wir auf die Tutorials zurück. Ich bin ein kompletter Neuling in Life is Feudal gewesen und musste mir daher alles genauestens anschauen. Denn selbstverständlich und eingängig ist die Steuerung leider nicht. Mit TAB kann man zwischen der Charaktersteuerung und der Interface-Steuerung hin und her wechseln. Das bedeutet, bei der Charaktersteuerung kann man sich gewohnt mit der Maus umsehen und mit der Welt interagieren. Mit der Interface-Steuerung können die UI-Elemente wie Minimap, Inventar oder Charakterdetails bewegt und ausgewählt werden. Ich habe ein wenig gebraucht, um damit zurechtzukommen, immer meine Steuerung mit TAB zu wechseln.

Life is Feudal: MMODie Interaktion mit der Welt funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Interagierbare Objekt zeigen ein Kontext-Menü an, das alle möglichen Aktionen auflistet. Wenn man zum Beispiel einen Baum auswählt, kann man einen Ast abbrechen, Rinde sammeln oder ihn fällen. Letzteres erfordert aber eine Axt, die man sich erst noch craften muss. Um besagte Axt zu erhalten, sammelt man Äste, Pflanzenfasern und Steine. Hat man alles im Inventar, öffnet man das Crafting-Menü und baut sich dann alle primitiven Werkzeuge zusammen, die man benötigt. Von der Axt über eine Schaufel bis hin zur Angel kann man sich nun schon einmal alle benötigten Werkzeuge basteln. Ab jetzt beginnt das fleißige Rohstoffe-Sammeln für größere Bauprojekte.

Angefangen mit einer kleinen Feuerstelle, einem Schlafsack und einer kleinen Kiste, wird das Lager kontinuierlich erweitert. Dazu braucht es allerdings erst die benötigten Fähigkeiten. Diese erweitern sich mit gewissen Tätigkeiten. Zum Beispiel erweitert sich der Landwirtschaftszweig mit dem Sammeln von Essen. Darunter fällt im Wald Beeren sammeln zu gehen, Wurzeln aus dem Boden zu ziehen oder Äpfel von Bäumen zu pflücken. Wird eine gewisse Stufe erreicht, erweitert sich der Fähigkeitenbaum zur Tierzucht. Nun kann man Tiere halten und auch züchten. Auch zum Bauen von Häusern oder anderen Gebäuden muss man seine Fähigkeiten erst einmal erweitern. Bis man aber sein erstes Haus gebaut hat, ist es noch ein weiter Weg. Denn wenn man Life is Feudal: MMO spielen möchte, braucht man vor allem eines: Zeit.

Life is Feudal: MMO

Ein Kommentar

  1. Kevin Pliester

    Dem Fazit kann ich so zustimmen, also vor allem für Neulinge. Wenn man sich aber mal so 100 oder mehr Stunden damit beschäftigt hat, geht es. Vor allem habe ich noch kein anderes Spiel erlebt, bei dem das mit dem Rollenspiel (durch Spieler) besser funktioniert hat, als bei Life is Feudal.

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