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Preview: Kingdom Come: Deliverance – Unser Eindruck

14. August 2015

Preview: Kingdom Come: Deliverance – Unser Eindruck

Auf der gamescom 2015 sahen wir das mittelalterliche Rollenspiel Kingdom Come: Deliverance der Warhorse Studios als Präsentation und konnten es später auch selbst anspielen.

Das Motto des Spiels lautet ‚Dungeons & No Dragons‘, was die eng am historischen Hintergrund gehaltene Spielwelt und Story treffend und ein bisschen ironisch umschreibt. Es gibt in diesem Open-World-Rollenspiel keine Magie, keine Orks und eben auch keine Drachen. Es gibt Menschen in authentischen Rüstungen, Waffen und Farben (Wappen bzw. Kennzeichnungen), genau so, wie es im Böhmen des 15ten Jahrhunderts eben Usus war.

Die -authentische- Geschichte

Das Spiel wirft uns nach Böhmen, in den Thronfolgekrieg zweier Söhne von Karl IV. (†1378). Nach dessen Tod bestieg sein Sohn Wenzel den Thron. Da dieser jedoch keinerlei Ambitionen auf Ruhm oder auch nur Verantwortung hegte, und ein entsprechend schlechter König war, wurde er von den Kurfürsten abgewählt. In dieser prekären Situation bat er seinen Halbbruder und damaligen König von Ungarn, Sigismund ‚Der rote Fuchs‘, um Hilfe. Der jedoch nutzte die Chance und hält Wenzel hin, um Böhmen für sein eigenes Reich auszubeuten.

Kingdom Come: Deliverance

Mitten in dieses Chaos wird der Spieler geworfen, als Sohn eines Schmiedes. Dieser junge Mann, der auf den Namen Heinrich hört, hat bereits einiges hinter sich. Er ist, wie viele vom einfachen Volk in der damaligen Zeit, indirekt von den Thronfolgewirren betroffen.

Sein Dorf und das Haus seiner Eltern wurden von den marodierenden Heerscharen des roten Fuchses praktisch im Vorbeigehen geplündert und verbrannt. Unser Protagonist verlor dabei seine Familie und hat nun wenig Perspektive, außer mit seinem Vorwissen als Schmiedelehrling im Widerstand ein Auskommen zu finden.

KingdomCome_burn_estate

Ohne große Hoffnung auf eine wie auch immer geartete positive Zukunft schließt sich Heinrich also der Widerstandstruppe des Adligen Radzig Kobyla an. Zu diesem Zeitpunkt übernimmt dann der Spieler und nimmt Heinrichs Schicksal selbst in die Hand, um ihn durch die Wirren des mittelalterlichen Krieges bis hinauf zu den höfischen Intrigen zu führen.

Das gestaltet sich anfangs deutlich schwierig, sehen doch die anderen NPCs unseren Protagonisten auch nur als einen von ihnen, geben uns entsprechend unseres nicht nennenswerten Rangs Aufträge und scheuchen uns durch die Gegend. Dies zeigt dem Spieler sehr deutlich, wie unbedeutend man als Schmiedelehrling eigentlich ist.

KingdomCome_army_camp
Johannes Grahmann

Die Begeisterung für Computerspiele war schon zur Jugend vorhanden. Später wurde daraus dann ein abgeschlossenes Germanistikstudium, nach dem J. jedoch in einem Dilemma steckte - Was macht man als Germanist, der keine Lust auf Taxifahrten hat? Man bildet sich weiter und schreibt nebenher noch über das liebste Hobby...